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Chronisches Defizit bei privater Vermögensbildung. Die 3 größten Fehler deutscher Privatanleger: wie sich Deutschland arm spart!

Gastautor: Erik Podzuweit
26.04.2016, 10:54  |  2997   |   |   

Deutschland hat ein chronisches Defizit bei der privaten Vermögensbildung. So liegen sage und schreibe zwei Billionen Euro auf Tagesgeld- und Sparkonten, wo das Geld bei Zinsen nahe null Prozent dank der Inflation jeden Tag faktisch weniger wird. 

Deutsche sparen also nicht zu wenig, sie sparen falsch. Drei der größten Fehler deutscher Privatanleger sind:

1. Hohe Gebühr

Neben Tagesgeld- und Sparkonto sind auch aktiv verwaltete Fonds sehr beliebt. Mal abgesehen davon, dass aktive Fondsmanager nur in Ausnahmefällen besser abschneiden als passive Fonds, zehren Ausgabeaufschläge, Rückvergütungen und Erfolgsprovisionen stark an der Performance des Kunden. Unter Umständen kosten die Gebühren der Beratung und Fonds einen Anleger den Gegenwert eines Autos, einer Wohnung oder gar eines Hauses.

Mit einem Beispiel lässt sich gut verdeutlichen, dass selbst geringe Gebühren einen enormen Einfluss auf die Performance haben: Zwei Anleger investieren 100.000 Euro und erzielen über einen Zeitraum von vierzig Jahren die gleiche jährliche Rendite, der eine mit einem Indexfonds (ETF) mit jährlichen Kosten von 0,5%, der andere mit einem aktiv gemanagten Fonds mit jährlichen Kosten von 1,7%. Das Ergebnis: Der Anleger, der in den günstigeren Indexfonds investiert, hat am Ende eine Million Euro mehr für seinen Lebensabend zur Verfügung.

2. Fokus auf Kursentwicklungen, nicht Risiken

Die meisten Investoren versuchen Kursentwicklungen vorherzusagen und beschäftigen sich damit, Geschäftsberichte, Marktanalysen oder Ad-hoc-Meldungen zu interpretieren. Das aber ist fast immer reine Zeitverschwendung. Kursentwicklungen lassen sich auf diese Weise nicht systematisch prognostizieren, da die aktuellen Kurse derartige Informationen bereits berücksichtigen. Das Einzige, was man mithilfe von entsprechender Informationstechnologie und modernen finanzökonometrischen Verfahren relativ zuverlässig vorhersagen kann, sind Risiken. Auf einen überdurchschnittlich risikoreichen Tag oder Monat folgt nämlich mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder ein überdurchschnittlich turbulenter Tag bzw. Monat. Da überdurchschnittliche Volatilität eher mit Verlusten einhergeht, während in unterdurchschnittlichen Phasen eher der Trend dominiert,  sollte man sich beim Vermögensaufbau vor allem darauf konzentrieren, Risiken effektiv zu managen.

3. Emotionales statt rationales Anlageverhalten

Anleger, die ihr Geld selbst anlegen und verwalten, agieren oft emotional: In einer andauernden Abschwungphase verkaufen sie irgendwann ihre Wertpapiere, weil sie Angst vor noch größeren Verlusten haben. Anschließend kehren sie oft erst viel zu spät in den Markt zurück und verpassen so die Rendite in Aufschwungphasen. Insgesamt stehen sie dadurch zu lange zur falschen Zeit an der Seitenlinie. Das Ergebnis sind die eingangs erwähnten zwei Billionen Euro auf Tagesgeld- und Sparkonten, die dort täglich an Kaufkraft verlieren.

Wie können es Privatanleger besser machen? Sie müssen mehr auf Kosten, Risiken und Transparenz achten:

Kosten senken. Die Anlagekosten sollten insgesamt nicht über einem Prozent pro Jahr liegen, und zwar inklusive Konto- und Depotführung, Fondsgebühren mitsamt evtl. fälliger Ausgabeaufschläge und Performance-Gebühren, sowie Handelskosten für Portfolioumschichtungen. Das ist nur möglich, indem man selbstständig in kostengünstige Indexfonds investiert und selten umschichtet, oder einen digitalen Vermögensverwalter der neuen Generation - wie beispielsweise Scalable Capital - nutzt, der kostengünstig agiert, indem er möglichst viele Prozesse automatisiert und für den Vermögensaufbau irrelevanten „Schnickschnack“ weglässt - wie zum Beispiel kostspielige Vertriebler oder teure Filialnetze.

Risiken kontrollieren. Anleger sollten darauf achten, in Anlageprodukte mit einer risiko-fokussierten, dynamischen Portfoliosteuerung zu investieren. Im Idealfall in Form einer kostengünstigen, automatisierten Vermögensverwaltung, die ihnen ein individuell abgestimmtes Portfolio erstellen kann. Mittlerweile gibt es Anbieter am Markt, die man bereits ab einem Anlagevolumen von ein paar tausend Euro nutzen kann.

Emotionen rausnehmen. Damit Anleger die Scheu vor dem Kapitalmarkt verlieren und um emotionsgetriebenem Fehlverhalten vorzubeugen, sollten sie Vermögensverwalter auswählen, die offen und transparent mit dem Thema Risiko umgehen. Außerdem sollten Anleger unbedingt einen Blick in die AGBs werfen. Dort steht nämlich schwarz auf weiß, ob der Anbieter Kick-backs, Rückvergütungen oder Erfolgsprovisionen kassieren darf und damit die Rendite seiner Kunden negativ beeinflusst.

Für die Mehrheit der Anleger ist der Robo-Adviser die bessere Lösung.

Bis vor kurzem hatten Privatanleger, die ihr Geld nicht selbst anlegen wollen, lediglich die Wahl zwischen niedrigverzinsten Sparbüchern und Tagesgeldkonten oder überteuerten aktiv gemanagten Fonds. Diese Zeiten sind vorbei. Heute gibt es nicht nur passive Indexfonds (ETFs), sondern auch digitale Vermögensverwalter wie Scalable Capital, die ihren Kunden ein breit diversifiziertes ETF-Portfolio zusammenstellen, das an die individuelle Risikotoleranz angepasst ist. Auch in dieser Branche (manchmal mit dem Begriff „Robo-Advisor” umschrieben) ist nicht alles Gold, was glänzt. Einige bieten aber eine automatisierte und professionelle Vermögensverwaltung zu fairen und transparenten Konditionen. Privatanleger müssen sich nicht länger aus Mangel an Alternativen arm sparen, sondern haben nun eine realistische Möglichkeit zum nachhaltigen Vermögensaufbau.

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.scalable.capital

Die Vermögensanlage in Kapitalmärkte ist mit Risiken verbunden. Der Wert Ihrer Vermögensanlage kann fallen oder steigen. Es kann zum Verlust des eingesetzten Vermögens kommen. Weder vergangene Wertentwicklungen noch Prognosen haben eine verlässliche Aussagekraft über zukünftige Wertentwicklungen. Bitte beachten Sie hierzu die Hinweise auf unserer Website: https://de.scalable.capital/risiko



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Erik Podzuweit ist Gründer & Co-CEO des digitalen Vermögensverwalters Scalable Capital. Global diversifizierte ETF-Portfolios werden mit einer eigens entwickelten Risikomanagement-Technologie überwacht und gesteuert. Mehr Infos unter: Scalable Capital.

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Kommentare

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monetenmanne
26.04.16 13:35:20
Für den Fondskauf empfiehlt die Finanztest freie Fondsvermittler im Internet, dort erhält man Fonds mit 100% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag, einige erlassen dem Anleger ab einem bestimmten Betrag die Depotgebühr und einige zahlen dem Anleger sogar einen Teil der Bestandsprovision (Kickbacks) als Treueprämie zurück.

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