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Marktkommentar: Fondsmanager-Statement Pioneer Funds - European Equity Target Income (März 2016)
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Marktkommentar Fondsmanager-Statement Pioneer Funds - European Equity Target Income (März 2016)

Nachrichtenquelle: Asset Standard
26.04.2016, 11:35  |  1108   |   |   

Marktrückblick

Die Entwicklungen seit Anfang 2016 waren hart für Aktieninvestoren: In den ersten Monaten des Jahres war am Markt ein wahlloser Ausverkauf zu beobachten. In den letzten Wochen scheint sich das Blatt allerdings gewendet zu haben, denn der europäische Aktienmarkt konnte sich von seinen Tiefständen von Mitte Februar erholen und das erste Quartal mit einem Minus von rund 7% abschließen. Die wichtige Nachricht, die diese Bewegung auslöste, war die Erwartung und letztendliche Lieferung weiterer Stimulierungsmaßnahmen seitens der EZB. Am 10. März gab EZB-Präsident Draghi eine Fülle neuer Anreize bekannt, darunter die Ankündigung vier neuer gezielter langfristiger Refinanzierungsgeschäfte (TLTRO), die Aufnahme von Unternehmensanleihen (ohne Banken) in das monatliche Ankaufprogramm, eine Senkung des Einlagezinssatzes um 10 Basispunkte und eine Ausweitung der monatlichen Volumina im Wertpapierankaufprogramm um €20 Mrd. auf €80 Mrd. In der Folge konnte der breitere Aktienmarkt den Monat auf 1% höheren Niveaus beenden. Was bedeutet das also für Aktieninvestoren? Als Desk sehen wir dies kurzfristig nicht als "Game Changer", auch wenn sich dadurch die Stimmung in der Tat verbessert hat. Die Maßnahmen der EZB pumpen natürlich mehr Liquidität in das System, vermindern teilweise die Besorgnis hinsichtlich der Profitabilität und Solvenz der Banken und sollten das Wachstum unterstützen. Unserer Ansicht nach wird es jedoch einige Zeit dauern, bis dies konkrete Formen annimmt, so dass die Marktrichtung in den kommenden Monaten davon wahrscheinlich nicht wesentlich beeinflusst wird.

Obwohl die Märkte zuletzt einen freundlicheren Ton an-schlugen, gehen wir davon aus, dass weitere Volatilitätsschübe zur "neuen Normalität" werden. In einem solchen Marktumfeld sind wir der Ansicht, dass wir das richtige Gleichgewicht finden müssen zwischen Unternehmen, die mittelfristig zu den strukturellen Gewinnern zählen wer-den, und der Suche nach Chancen, die sich aus der kurzfristigeren Marktdynamik ergeben. Wir favorisieren weiter Namen mit strukturellen Vorteilen, starken Bilanzen, globaler Positionierung und diversifizierten Geschäftsmodellen, die nach unserem Einschätzung mittelfristig Outperformance verzeichnen und einen gewissen Schutz bieten sollten, falls es zu weiteren Ausverkäufen kommt, wie sie in den ersten Wochen des laufenden Jahres zu beobachten waren. Diese Positionen werden ergänzt durch einige ausgewählte "Value"-Chancen, die in unseren Augen durch Gewinnstabilisierung unterstützt werden sollten. Wichtig ist, dass erste Anzeichen zu erkennen sind, dass sich dies allmählich in Outperformance niederschlägt.

Auf der Sektorebene war eine heftige Rotation zu beachten. Einige der Marktsegmente, die im Januar die schlechteste Performance auswiesen (insbesondere Grundstoffe), führten im März die Erholung an. Im bisherigen Jahresverlauf verzeichneten die Sektoren Energie und Grundstoffe die beste Performance, während Finanzen und Gesundheit hinterherhinkten.

Performance-Analyse

Im ersten Quartal schrieben wir verstärkt Verkaufsoptionen auf ausgewählte Aktien, bei denen wir unsere Positionierung aufstocken möchten, während wir zugleich zusätzliche Erträge für den Fonds erwirtschaften. Im volatileren Marktumfeld hat diese Strategie unsere Barmittel reduziert, da einige dieser Optionen ausgeübt wurden. Dies wiederum hatte negative Auswirkungen auf die Performance.

Auf Einzeltitelebene stockten wir unser Engagement in Unternehmen weiter auf, bei denen Dividendenausschüttungen bevorstanden.

In unserer Optionsstrategie nutzten wir die erhöhte Volatilität und schrieben besonders aktiv Optionen. In den ersten Wochen des Quartals konzentrierten sich unsere Aktivitäten auf Verkaufsoptionen für Aktien, bei denen wir den höchsten Überzeugungsgrad haben. Vor dem Hintergrund des fallenden Marktumfelds konnten wir durch Verkaufsoptionen, die relativ weit "aus dem Geld" waren, über-durchschnittliche Prämien erzielen. Gegen Ende des Zeitraums, als sich die Märkte zu erholen begannen, schrieben wir mehr Kaufoptionen auf Aktien, die sich in der Nähe ihres Kursziels befanden.

Ausblick

Kurzfristig gehen wir nach wie vor davon aus, dass es dem Markt schwer fallen wird, aus der aktuellen Handelsspanne auszubrechen. Unserer Ansicht nach, zeichnen sich immer noch beträchtliche Gegenwinde am Horizont ab, einschließlich potenzieller weiterer Abwärtsrevisionen für das globale Wachstum und einer im Allgemeinen schwachen Investorenstimmung. Tatsächlich ist Europa auch mit einigen eurozentrischen Problemen konfrontiert, unter anderem instabileren politischen Rahmenbedingungen, wie die jüngsten Wahlen in einigen Peripheriestaaten unterstrichen. Besorgnis erregender ist möglicherweise die aktuelle "Brexit"-Debatte, die in den letzten Tagen Schlagzeilen machte und eine gespaltene Wählerschaft in Großbritannien (Gewichtung im MSCI Europe ca. 30%) widerspiegelt. Letztlich bleiben wir bei unserer Einschätzung, dass die Investoren als Voraussetzung für eine Aufwärtsbewegung der Aktienmärkte von den aktuellen Bewertungsniveaus aus Beweise für Ergebnissteigerungen verlangen werden. Unabhängig davon wird das britische Referendum jedoch die Märkte bis zum Sommer in einer "Trading Range" halten. Mittelfristig bleibt unser Ausblick unverändert: Besseres Wirtschaftswachstum sorgt voraussichtlich für ein fruchtbareres Geschäftsumfeld für Unternehmen und Gewinnsteigerungen. Beide Faktoren werden wahrscheinlich einen Aufwärtstrend der Märkte ermöglichen.

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