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Die Warnung des Gandalf Neue Schuldensause - Wachsender Vertrauensverlust treibt Anleger in Gold

03.05.2016, 09:01  |  5417   |   |   

Wegen eines Schuldenbergs von horrenden 63,5 Billionen Dollar für Staat, Unternehmen  und private Haushalte kann die Chefin der US-Notenbank Janet Yellen trotz gegenteiliger Beteuerungen die Zinsen nicht anheben.

Trotz der hohen Staatsschulden könnte der nächste Präsident aber versuchen, mit einer höhen Neuverschuldung die Wirtschaft anzukurbeln. Der renomierte Finanzprofi Marko Kolanovic, der in den vergangenen Monaten einen kometenhaften Aufstieg hingelegt hat, warnt aber vor den Folgen einer neuen Schuldensause. (Lesen Sie hierzu auch: Lost Expectations - „Die USA ist völlig pleite, wir leben von der Schuldenblase")

Die US-Notenbank steckt in der Klemme: „Wie kann man die Zinsen anheben, ohne den Aktienmarkt deutlich zu drücken. Der Grund ist, dass angesichts der aktuellen Verschuldung, die Zinsen wie eine Ratsche wirken – einfach nach unten zu drücken, aber schwer nach oben, ohne das Getriebe kaputt zu machen“, schrieb Marko Kolanovic. Der Chef der Derivate- und Quant-Strategie von JPMorgan hat in den vergangenen Monaten die Entwicklungen am Finanzmarkt so genau vorhergesagt, dass er von der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ in Anspielung auf den Zauberer aus den Herr der Ringe-Filmen als „Gandalf“ bezeichnet worden war. „Die S&P500-Unternehmen (außerhalb des Finanzbereichs) haben die höchste Verschuldung seit 2007, als sie am Rekord lag, wobei ein Teil der Schulden dazu verwendet worden ist, um Aktien zurückzukaufen. Tatsächlich ist der aktuelle Börsenwert des S&P500 im Verhältnis zum Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) auf dem gleichen Niveau wie kurz vor dem Crash im Jahr 2000… Ein deutlicher Zinsanstieg würde den aktuellen Stand des S&P500 wie eine Blase aussehen lassen.“

Zusätzliche Staatsausgaben bedeuten zusätzliche Schulden

Nachdem das gigantische Gelddrucken absolut nicht für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum gesorgt hat, weil Gelddrucken das schlicht und einfach nicht schaffen kann, gibt es nur noch sehr wenige andere Möglichkeiten, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen: der Staat macht wieder mehr Schulden. „Neue Fiskalmaßnahmen führen aber zu höheren Staatsschulden und zu einem erhöhten Risiko, Staatsanleihen zu besitzen“, so der Finanzprofi. Die Nullzinsen würden viele Vermögensverwalter davon abhalten, ihren Bestand an Staatsanleihen aufzustocken. „Wenn es keine Käufer aus dem privaten Sektor gibt, können die Regierungen die Anleihen immer noch bei den Notenbanken platzieren. Das läuft natürlich schon – so ist der Bestand an US-Staatsanleihen, den die Notenbank besitzt von 18 Prozent im Jahr 2000 auf 34 Prozent heutzutage gestiegen.“

Höhere Schulden führen dazu, dass Geld weniger wert wird

„Zusätzliche Staatsausgaben, die von den Zentralbanken finanziert werden, könnten zwar tatsächlich die Inflation anheizen, aber sie werden auch das Problem der Schuldentragfähigkeit verstärken“, so Kolanovic. Zuletzt waren die Staatsschulden auf 19,2 Billionen Dollar geklettert. Das sind horrende 105 Prozent der Wirtschaftsleistung – ein besorgniserregendes Niveau. „Wenn die Investoren das Vertrauen verlieren, dass die Schulden jemals zurückbezahlt werden können, werden die Investoren ihren Anleihebestand reduzieren und damit die Kosten für die Regierungen erhöhen (sprich: steigende Zinsen) und die Notenbanken zu mehr Käufen zwingen. Das kann irgendwann dazu führen, dass alle Währungen gegen reale Vermögenswerte, wie Gold, abwerten, zu hoher Inflation, oder geradewegs zu Zahlungsausfällen, wie es bei Griechenland der Fall war. Wenn sich etwas Derartiges in einer der größten Volkswirtschaften abspielen sollte, hätte das weitreichende Konsequenzen.“ Der Finanzprofi und seine Kollegen aus dem Rohstoffbereich von JP Morgan hatten zuletzt verstärkt darüber geschrieben, warum nun ein Wendepunkt für Gold gekommen sein könnte. (Mehr zum Thema: „Alle Papierwährungen werden kollabieren. Es wird eine Panik hinein in Gold geben.“)

Japan steckt am tiefsten im Schuldenschlamassel

„Wenn erst einmal fiskalische Maßnahmen geldpolitische Maßnahmen ersetzen, werden sich Investoren verstärkt auf die Dynamik bei Staatsverschuldung und Währungen fokussieren, vor allem in Japan und den USA“, so Kolanovic. Die Staatsschulden Japans belaufen sich auf rund 250 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung, womit das Land dem mit weitem Abstand schlechtesten Platz weltweit belegt. 

Wertpapier: S&P 500, Gold


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Die Warnung des Gandalf Neue Schuldensause - Wachsender Vertrauensverlust treibt Anleger in Gold

Der Schuldenberg ist horrende 63,5 Billionen Dollar hoch. Eine Anhebung der Leitzinsen in den USA käme einem Selbstmord gleich. Was also tun, um die Wirtschaft anzukurbeln? Noch mehr Schulden! Doch eine neue Schuldesause hätte katastrophale Folgen.

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