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Fuest gegen Brexit EU-Austritt Großbritanniens - "Deutschland wäre der größte Verlierer"

11.05.2016, 16:01  |  3812   |   |   

Der 23. Juni rückt immer näher. Was wird dann das Motto sein… Good Morning oder Good Bye European Union? Das Pendel scheint mittlerweile umgeschwungen und das Lager der Brexit-Befürworter versammelt fleißig die Austrittsbefürworter hinter sich. Während die einen vor den fatalen Folgen eines EU-Austritts warnen (siehe hierhierhier oder hier), frohlocken die anderen ob der künftigen neuen Freiheiten (z.B. hierhierhier oder hier).

Den Briten im EU-Ausland wird langsam Angst und Bange. Sie spüren: Es bleibt keine Zeit! Geburtsurkunden müssen besorgt, übersetzt und eingereicht werden. Am Vorabend eines möglichen Brexit werden die Briten in Frankreich hektisch. Ihr Ziel: der französische Pass. Nichts soll dem Zufall überlassen werden. Lesen Sie mehr: Good Bye EU? Für Briten im EU-Ausland tickt die Uhr - Run auf Auslandspässe steigt.

Brexit - Für alle Beteiligten die schlechteste Lösung

„Ein Brexit wäre für alle Beteiligten ein schwerer Nachteil“, sagte der neue ifo-Präsident Clemens Fuest. „Deutschland wäre der größte Verlierer, weil Großbritannien ein sehr großer Markt für unsere Exportprodukte ist. Außerdem würden wir in der EU einen bedeutenden Mitstreiter für Freihandel verlieren. Für Großbritannien wäre ein Brexit eine Selbstbeschädigung, denn auch die EU ist wiederum sein größter Markt.“ Doch jüngsten Umfragen zufolge wächst in der britischen Wirtschaft die Zustimmung zu einem Austritt Großbritanniens aus der EU. (Mehr dazu hier.)

Zuvor warnte bereits Gabriel Felbermayr von ifo-Institut: "Ein Austritt Großbritanniens hätte viele negative wirtschaftliche Folgen für das Land, aber auch für die EU und Deutschland.“ Im schlimmsten Fall würde der Freihandel gestoppt, die Binnenmarktregeln verfallen, Zollschranken würden wieder errichtet. "Der Handel würde dann richtig teuer – insbesondere für Großbritannien. Denn für die Briten ist der EU-Markt sehr viel wichtiger als Großbritannien für die allermeisten EU-Mitgliedstaaten. Auch auf BMW mit seiner Mini-Fabrik in Oxford würden höhere Kosten zukommen.“ Felbermayr fügte hinzu: "Deutschland würde auch einen wichtigen Partner verlieren. Großbritannien und Deutschland vertreten beide marktwirtschaftliche Prinzipien, anders es als Frankreich in vielen Fragen tut." Obendrein fiele der britische Nettobeitrag an die EU weg, Deutschland müsste möglicherweise mehr zahlen.

Brexit - Der Stein des Anstoßes?

Könnte ein Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union der erste Stein des Anstoßes sein, der eine Austrittswelle in Gang setzt? Ja, lautet die Antwort, was die Dänen betrifft. Laut einer landesweit durchgeführten repräsentativen Umfrage stimmten 30 Prozent der Befragten Dänen für ein Verbleib des Landes in der Europäischen Union. Aber: Mit 27 Prozent stimmte jedoch nur knapp drei Prozent weniger für einen EU-Austritt, falls die Briten die Gemeinschaft verlassen würden. Zum ersten Mal halten sich damit beide Lager nahezu die Wage. Zuvor lang das Verhältnis der EU-Befürworter und EU-Aussteiger bei 2:1. Lesen Sie mehr: BREXIT als Stein des Anstoßes - DANEXIT könnte folgen, wer noch?



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Kommentare

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treini
12.05.16 18:17:36
Ich finde es immer wieder witzig, wie Politiker oder sogenannte Ökonomen andere Länder vorschreiben wollen, was das Beste für Sie ist. An dem ganzen Bericht stimmt nur, das Deutschland wohl am meisten darunter zu leiden hätte und einen der wenigen Mitstreiter verlieren würde. Das wiederum sollte Deutschland veranlassen auch die EU zu verlassen, weil dieses ganze künstliche Konstrukt von Anfang an falsch war und auch nicht mehr besser wird, ganz im Gegenteil. Es hat sich in europäischen Belangen fast alles verschlechtert. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Warum funktioniert es denn in der Schweiz oder Norwegen und die sind nicht in der EU??? Also mal schön ruhig bleiben und abwarten.
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_Mitglied_
12.05.16 06:58:00
Einfach auf einen Knopf drücken die digitalen Zahlen erhöhen und schon geht das Leben weiter.
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capitolist
12.05.16 03:03:38
Jaa,Deutschland würde verlieren,zumindest im ersten Moment !
Aber auch Großbritannien würde langfristig seine Jahrhunderte alte Stabilitäts-Politik verraten,der Finanzplatz London währe gefärdet,viele banken würden abwandern und an Bedeutung einbüßen,wozu das alles,es muss nicht sein,letztenendes könnte der Euro dennoch ein Erfolgsmodell werden,schauen wir einfach in die Zukunft,wir brauchen Mitglieder,die auch offen Kritik üben,auch gegenüber der staatlichen Allmacht,auch bei uns gab es Fehlentwicklungen,wenn GB geht,dann können wir zb einfach die Israelis fragen,ob sie stattdessen mitmachen wollen,damit hätte es Draghi sicher nicht leicht,die haben mehr Feingefühl,in wirtschaftlichen Dingen und auch etwas zu verlieren,beim europäischen Song-Contest haben sie schliesslich auch schon mitgemacht und wer A sagt,muss auch B sagen !

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Fuest gegen Brexit EU-Austritt Großbritanniens - "Deutschland wäre der größte Verlierer"

Der 23. Juni rückt immer näher. Was wird dann das Motto sein… Good Morning oder Good Bye European Union? Könnte ein Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union der erste Stein des Anstoßes sein, der eine Austrittswelle in Gang setzt?

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