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Marktkommentar: HSBC: Aktienquote auf neutral zurückgenommen
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Marktkommentar HSBC: Aktienquote auf "neutral" zurückgenommen

Nachrichtenquelle: Asset Standard
12.05.2016, 13:47  |  448   |   |   

Dieses Dokument richtet sich ausschließlich an Institutionelle und Firmenkunden sowie Finanzintermediäre

ASSET ALLOKATION: Die Weltwirtschaft wächst um rund drei Prozent. Für Anleger bleibt die Lage allerdings zwiespältig, auch wenn das Rückschlagpotenzial begrenzt ist.

Beinahe pünktlich ab Mai scheinen viele Anleger eine alte Börsenweisheit zu beleben: Sell in May and go away. Sind die Korrekturen an den Aktienmärkten die Vorboten einer langen Durststrecke?

Immerhin haben sich in den letzten Monaten einige Belastungsfaktoren zurückgebildet. Der Rohölpreis hat sich deutlich über der Marke von 40 Dollar pro Barrel stabilisiert und die sinkende Fracking-Aktivität in den USA sorgt mittlerweile für ein nachhaltig geringeres Angebot. Gleichzeitig kommt der Iran nur langsam mit dem Ausbau seiner Förderkapazitäten voran. Da die Förderung - neben den USA - unter anderem auch in Mexico und der Nordsee unrentabel wird, könnte sich der Rohölpreis bis Jahresende in den Bereich von 50 Dollar pro Barrel erholen.

China könnte Wachstumsziel erreichen

Daher hat sich die Gefahr neuer Turbulenzen in den Emerging Markets verringert. Auch vom vermeintlichen Sorgenkind China kommen bessere Nachrichten. Dank expansiver Geld- und Fiskalpolitik hat sich neben der Stimmung in der Industrie vor allem der Immobiliensektor spürbar belebt. Mittlerweile erscheint es realistisch, dass China sein selbsterklärtes Wachstumsziel von 6,5 bis sieben Prozent erreicht. Da sich auch in Europa und den USA die Konjunkturzahlen weiter stabilisiert haben, sind die Gefahren negativer Wachstumsüberraschungen in der Weltwirtschaft deutlich geringer als noch zu Jahresbeginn. Vielmehr deutet sich die Fortsetzung des Wachstumsmusters der Vorjahre an: Mit rund drei Prozent bleibt die Dynamik zu gering, um die Verschuldungsprobleme zu lösen, aber hoch genug, um eine krisenhafte Verschärfung zu vermeiden.

Für Anleger ist das Ergebnis dieser Analyse zwiespältig. Positiv ist, dass ein Ende der reichhaltigen Liquiditätsversorgung durch die Notenbanken nicht zu erwarten ist. Zinssenkungen sind aktuell weniger in den Industrieländern als vielmehr in Emerging Markets wie China und Indien zu erwarten. Negativ ist, dass das niedrige Wirtschaftswachstum nur wenig Spielraum für steigende Unternehmensgewinne lässt. Vor allem in Ländern mit hohen Margen wie den USA stehen die Gewinnschätzungen seit mehreren Quartalen unter Druck. Für einen nachhaltigen Börsenaufschwung fehlen daher weiter die Voraussetzungen.

Märkte dürften unruhig bleiben

Immerhin beschränkt die attraktive Bewertung von Aktien in Relation zu anderen Assetklassen das Rückschlagpotenzial. An allen größeren Aktienmärkten übersteigt die Dividendenrendite mittlerweile die Rendite der entsprechenden, langlaufenden Staatsanleihen. In den nächsten Wochen klopfen jedoch potenzielle Unruhestifter an die Tür: Für Europa stellen die Brexit-Entscheidung am 23. Juni und auch die anschließenden Wahlen in Spanien wichtige Weichen. Zudem haben die US-Währungshüter als einzige große Notenbank der Welt das Thema Zinserhöhung nicht aufgegeben. Bei guten Arbeitsmarktdaten könnte im Juni ein weiterer Zinsschritt kommen.

Vor diesem Hintergrund nehmen wir die Aktienquote auf "neutral" zurück. Auch wenn keine längere Durststrecke bevorstehen dürfte, halten wir uns mit dieser Vorgehensweise die Möglichkeit offen, die aktuelle volatile Seitwärtsbewegung für antizyklische Aktionen zu nutzen.

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