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Wo gibt's denn sowas? Diese Bank bietet sechs Prozent Zinsen - und jeder ist bei ihr Kunde!

25.05.2016, 10:16  |  6548   |   |   

Sechs Prozent Zinsen. In Zeiten der Nullzinspolitik eine nahezu utopische Vorstellung. Und dennoch kann sie wahr werden. Zumindest für jene Steuerzahler, die nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind. Das Geheimnis: Hinauszögern bis zum letzten Peng.

Grundsätzlich wird ja jedem Arbeitnehmer zur Abgabe einer Steuererklärung geraten. Doch dieser Tipp vom "manager magazin" dürfte bisher wohl den Wenigsten geläufig sein. So empfiehlt dort Hermann-Josef Tenhagen nicht einfach nur die bloße Rückforderung zu viel gezahlter Steuern. Nein, zunächst soll man ganz einfach erstmal abwarten und Tee trinken. Denn mit der Zeit häuft sich nicht nur die Summe der Rückforderungen an. Nein, es kommen auch noch Zinsen oben drauf. Mit insgesamt sechs Prozent liegen diese weit über dem, was sich heute - in Zeiten der Niedringzinspolitik der Europäischen Zentralbank - ansonsten im Normalo-Bankengeschäft erzielen lässt.

Tatsächlich erhalten Steuerpflichtige, die ihre Erklärung nicht sofort abgeben müssen, nach 15 Monaten Wartezeit monatlich 0,5 Prozent auf ihre Rückerstattung. Wer also den maximal möglichen Zeitraum zur Abgabe ausreizt, der erhält auch den maximalen Profit.

In der Rechnung des "manager magazin" wird von einer zu erstattenden Summe von 1060 Euro ausgegangen, die im Jahr 2015 zusammengekommen ist. Wer hierfür erst im letzten Moment - also im Jahr 2019 - seine Steuererklärung abgibt, der kann auf insgesamt 53 Monate zurückblicken, in denen er das Geld nicht erhalten, bzw. beim Fiskus "geparkt" hat. Mit Abzug der Wartezeit (die ersten 15 Monate) bleiben noch 38 Monate übrig, in denen jeweils 0,5 Prozent Zinsen anfallen. Das ergibt unterm Strich 201,40 Euro, die bei Auszahlung im Jahr 2020 oben draufgepackt werden. Zwar fallen hier nochmal Kapitalertragssteuern sowie Soli an, doch bleiben unterm Strich 148,23 Euro, die auf der Haben-Seite als Extra zu verbuchen sind.

0,5 Prozent Zinsen pro Monat, also sechs Prozent pro Jahr - wo gibt's denn so was? Bei der "Schäuble-Bank"!



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Kommentare

Leider wird uns immer nur die halbe Wahrheit erzählt und dann befindet man sich schnell im Märchenwald.
Bei einer aktuell realen Inflation von 5% (rechnen Sie selbst, was der Euro seit seiner Einführung verloren hat) haben wir einen Kaufkraftverlust von 234,08 €. Dabei sind natürlich die 53 Monate zu berücksichtigen. Wo bleibt da eine Rendite?

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