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Marktkommentar: Union Marktticker KW20
Foto: www.assetstandard.de

Marktkommentar Union Marktticker KW20

Nachrichtenquelle: Asset Standard
31.05.2016, 10:19  |  419   |   |   

Die US-Notenbank Fed bringt wieder eine baldige Zinserhöhung ins Spiel. Die Anzahl der dort stimmberechtigen Mitglieder, die sich im Juni oder im Juli eine weitere Anhebung vorstellen kann, steigt nach der Interpretation des in der Woche veröffentlichten Protokolls der letzten Sitzung. Die Aktien- und die Rentenmärkte zeigten sich verhalten, teils waren leichte Einbußen zu beobachten.

Aktien Auf und ab an den globalen Märkten

Die globalen Aktienmärkte waren erneut von einer gewissen Unsicherheit geprägt. So ging der MSCI World um 0,5 Prozent zurück. Die Anzeichen für eine Zinserhöhung der USamerikanischen Notenbank verdichteten sich. Der S&P 500 zeigte sich davon allerdings weitgehend unbeeindruckt und gewann 0,5 Prozent. Die Sorge um den "Brexit" drückte zudem auf die Stimmung der europäischen Börsen. Der Austritt der zweitgrößten Volkswirtschaft des Kontinents hätte weitreichende Folgen für die europäische Wirtschaftsunion. Der EuroStoxx 50 sank im Zuge dessen um 0,1 Prozent. Und auch die mehrheitlich guten Zahlen der ausklingenden Berichtssaison konnten den Dax nicht vor einem Verlust von 0,6 Prozent bewahren.

Fed sorgt für Unsicherheit

In den USA begann die Handelswoche freundlich. Doch mit der Veröffentlichung des Protokolls der US-Notenbank Fed kam die Unsicherheit zurück. Die Fed setzt für eine Zinserhöhung die Verbesserung von Konjunkturdaten voraus (siehe RentenText). Diese scheinen mit robusteren Zahlen etwa von den Baugenehmigungen, der Industrieproduktion und der Inflation inzwischen gegeben. Eine Zinserhöhung würde die Attraktivität von Aktien gegenüber Anleihen senken. Unterdessen gab der Einzelhandelsriese Wal-Mart positive Zahlen bekannt. Der Konzern konnte auf seinem Heimatmarkt von der anhaltenden Konsumfreude der US-Amerikaner profitieren und steigerte seinen Gesamtumsatz im ersten Quartal um 0,9 Prozent. Analysten waren von einem Rückgang ausgegangen. Der Titel gewann im Wochenvergleich 7,4 Prozent.

Deutsche Berichtssaison klingt aus

In Deutschland präsentierte Merck ein gutes Zahlenwerk. Der Pharma- und Chemiekonzern profitierte stark von der Übernahme von Sigma-Aldrich, die seit November 2015 Berücksichtigung in den Zahlen findet. So steigerte Merck im ersten Quartal 2016 seinen Umsatz um mehr als 20 Prozent. Derweil startete Henkel mit steigenden Gewinnen und einem neuen Konzernchef in das neue Geschäftsjahr. Hans Van Bylen will den profitablen Kurs seines Vorgängers Kasper Rorsted weiterverfolgen und sieht sich nach Übernahmechancen um. Bei RWE kehrt nach der starken Vorwoche hingegen Ernüchterung ein. Eine Bonitätsherabsetzung von der Ratingagentur Moody's ließ die Kurse des Stromriesen sinken. Als Gründe für die Bewertung werden niedrigere Strompreise und der Atomausstieg genannt. Damit liegt RWE nur noch eine Bonitätsstufe über "Ramschniveau". Phillips kündigte unterdessen für den 27. Mai den Börsengang seiner Lichtsparte an. Als Marktführer mit historisch gewachsenem Zugang zu Vertriebswegen werden ihr beste Voraussetzungen prophezeit, den Umstieg vom Glühlampen- zum LED-Geschäft zu meistern.

Übernahmegerüchte um Monsanto bestätigt

Bayer teilte diese Woche offiziell sein Übernahmeinteresse für Monsanto mit. Es wurde ein vertrauliches Angebot unterbreitet, das derzeit vom US-Konzern geprüft wird. Bayer wolle damit seine Position im Agrargeschäft stärken und weiter ausbauen. Monsanto hat aktuell mit Umsatzeinbrüchen zu kämpfen, zudem ist der Ausgang der politischen Debatte um das Pflanzengift Glyphosat ungewiss. Die auslaufende Zulassung des Herbizids, mit dem Monsanto rund 4,7 Milliarden US-Dollar Umsatz generiert, soll möglicherweise nicht verlängert werden.

Renten

Sondereffekte sorgen für geringeres Ölangebot

Zu Wochenbeginn kam es am US-Rentenmarkt zu leicht steigenden Renditen. Ursache hierfür war ein überraschender Ölpreisanstieg. Die verheerenden Waldbrände in Kanada haben die dortige Ölindustrie zwar weitgehend verschont, die Lieferwege waren aber dennoch blockiert. Zusammen mit weiteren Produktionsausfällen in Afrika, insbesondere in Nigeria, hatte sich somit das bislang vorhandene Überangebot am Rohstoffmarkt deutlich abgebaut und für steigende Notierungen gesorgt. Als stützend erwies sich zudem eine Studie von Goldman Sachs, die unerwartet optimistisch ausfiel. In diesem Umfeld näherte sich der Ölpreis (Brent) der Marke von 50 USDollar, womit letztlich Inflationsbefürchtungen verbunden waren.

Fed-Sitzungsprotokoll überrascht

In der zweiten Wochenhälfte wurde dann das Sitzungsprotokoll der letzten US-Notenbanksitzung veröffentlicht. Unmittelbar nach dem Treffen hielt sich die Fed noch alle Wege offen und argumentierte einerseits für, gleichzeitig aber auch gegen einen baldigen Zinsschritt. Laut Protokoll sprach sich nun aber wohl eine Mehrheit innerhalb des Gremiums für einen Zinserhöhung im Juni aus. Dies löste unmittelbar im Anschluss weiter steigende Renditen am US-Rentenmarkt aus.

Gleichzeitig wurde aber deutlich, dass es weiterhin verschiedene Meinungslager gibt. Auf der einen Seite jene Mitglieder, die befürchten, durch weiteres Zuwarten zu spät zu handeln. Auf der anderen Seite eine Gruppe, die nach wie vor ein klares Übergewicht an Abwärtsrisiken sieht und daher eine abwartende Haltung einnimmt.

Wir halten einen Zinsschritt auf der Sitzung am 14./15. Juni nicht für ausgeschlossen, aber auch nicht für sonderlich wahrscheinlich. Auf ihrer jüngsten Rede nannte die FedVorsitzende Janet Yellen eine Vielzahl an Gründen, weshalb man gegenwärtig nicht an der Zinsschraube weiterdrehen wolle. Optimistischer äußerte sich gestern Abend der Chef der New Yorker Notenbank, William Dudley, der die Voraussetzungen für eine Zinserhöhung inzwischen für erfüllt hält. Die nächste Sitzung findet eine Woche vor dem Brexit-Referendum statt. Wir glauben aber nicht, dass dies für die Fed ein Grund für ein Aufschieben wäre, wenn die Währungshüter glauben sollten, ein Zinsschritt sei auf Basis des wirtschaftlichen Datenkranzes gerechtfertigt. Was aber dagegen spricht: Zinserhöhungen passen vielleicht für die USA aus einer rein nationalen Sicht. Sie passen aber dezidiert nicht zu einem internationalen Umfeld von mauem Wachstum und zu niedriger Inflation. In einer globalisierten Wirtschaft produziert ein nationaler geldpolitischer Alleingang schließlich vor allem starke Kapital- und Wechselkursbewegungen.

Die Kursverluste der US-Staatsanleihen sorgten auch bei Papieren aus Kerneuropa für leichte Einbußen. Schuldverschreibungen aus den Peripherieländern zeigten sich aber erneut von der freundlichen Seite und legten leicht zu.

Unternehmen bieten höhere Neuemissionsprämien

Am Neuemissionsmarkt für Unternehmensanleihen blieb die Aktivität auf rekordverdächtig hohem Niveau. Viele Platzierungen waren allerdings sehr teuer gepreist, sodass die weitere Entwicklung am Markt zu wünschen übrig ließ. Die Emittenten reagierten entsprechend und gestalteten die Konditionen im Wochenverlauf für die Anleger wieder etwas attraktiver, um das Interesse an neuen Papieren hoch zu halten.

Ausblick

Einmal mehr stehen in der kommenden Handelswoche die Frühindikatoren im Blickpunkt. In einer ganzen Reihe von Staaten werden entsprechende Indizes und Umfrage-Ergebnisse veröffentlicht. Den Anfang machen die europäischen Einkaufsmanager. Am Montag geben neue Daten Aufschluss über die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor. Für die Eurozone erwarten die Analysten weitere leichte Verbesserungen. Auch die Lage der französischen Industrie wird wieder etwas optimistischer eingeschätzt. Dennoch dürfte der Index - nicht zuletzt aufgrund der Hängepartie um die Arbeitsmarktreform - weiter unter der Wachstumsschwelle von 50 Indexpunkten verharren.

Zusätzliche Einblicke in die Lage Deutschlands liefern die ZEWKonjunkturerwartungen (Dienstag) sowie das IfoGeschäftsklima und das GfK-Konsumklima (beide Mittwoch). Insgesamt dürfte dabei die positive Grundstimmung überwiegen. Sowohl die Finanzexperten als auch die Unternehmen hatten zuletzt eine robustere Entwicklung vermeldet. Die deutschen Privathaushalte sehen dagegen voraussichtlich weniger Luft nach oben. Die Marktexperten gehen von einem stabilen Konsumklima auf hohem Niveau aus.

Ein weiteres Kapitel um die griechische Schulden-Thematik wird am Dienstag aufgeschlagen, wenn die Finanzminister der Euroländer in Brüssel zusammenkommen. Es geht vor allem um die Frage, ob Hellas sämtliche Voraussetzungen für die Auszahlung neuer Hilfen erfüllt hat und ob und wie die weitere Beteiligung des Internationalen Währungsfonds (IWF) aussieht. Deutschlands Finanzminister Schäuble ist sich zumindest in einem Punkt sicher: "Wir werden nicht eine neue Krise in und um Griechenland bekommen."

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