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Euro-Noten Apropos Bargeld: Schon jetzt immer weniger 500-Euro-Scheine im Umlauf

01.06.2016, 16:27  |  3649   |   |   

Die 500-Euro-Scheine werden knapp. Nein, nein, keine Sorge. Noch haben Sie die Möglichkeit, einen der lila Scheine in die Hände zu bekommen. Doch sukzessive wird der Stapel immer kleiner. Waren Ende 2015 noch 614 Millionen Stück der größten der sieben Euro-Banknoten im Umlauf, sank die Zahl im April bereits auf 588 Millionen Stück, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) mit. (Mehr dazu auch hier.)

Und das wohl gemerkt vor dem öffentlichen Aus für den 500er, das am 4. Mail verkündet wurde. Gegen Ende 2018 soll der lilafarbene Schein nicht weiter ausgegeben werden. Zur gleichen Zeit sollen neue 100- und 200-Euro-Bankonten eingeführt werden. Alle im Umlauf befindlichen 500er behalten zwar ihre Gültigkeit als gesetzliches Zahlungsmittel, werden jedoch nach und nach eingezogen (zur EZB-Pressemitteilung hier lang). Dass nicht auf einmal Schluss ist, dürfte auch die Bargeldbesitzer im Ausland erfreuen. Wie die Nachrichtenagentur dpa-AFX berichtet, befindet sich Schätzungen zufolge etwa die Hälfte der Euro-Banknoten außerhalb des Euroraums. Darunter wird auch der eine oder der andere 500er sein. Insgesamt waren Ende März diesen Jahres Euro-Scheine im Gesamtwert von 1,07 Billionen Euro im Umlauf - eine Verfünffachung seit Einführung des Euro-Bargeldes 2002.

Apropos Bargeld… "Der Produktionsstopp für die 500-Euro-Banknote ist kein Einstieg in die Abschaffung des Bargeldes", betonte die Bundesbank am Montag in Frankfurt. "Die Bundesbank bekennt sich weiterhin klar zum Bargeld." Die Notenbank bekräftigte ihre Zweifel, "ob eine Abschaffung der 500-Euro-Banknoten tatsächlich einen Beitrag zur Kriminalitäts- oder Terrorbekämpfung leisten" kann, wie Befürworter argumentieren. Ihr prominentester Verfechter ist EZB-Chef Mario Draghi. Für ihn sei der 500-Euro-Schein „ein Instrument für illegale Aktivitäten." In diesem Zusammenhang hatten im Vorfeld der Mai-Entscheidung die EU-Finanzminister deutlich gemacht, dass sie von der EZB "angemessene Maßnahmen" mit Blick auf den 500-Euro-Schein erwarteten.

Zuvor hatte aber auch Bundesbankpräsident Jens Weidmann seine Bedenken angemeldet. Er warnte in der Debatte über die Einschränkung von Bargeldzahlungen vor falschen Signalen. "Es wäre fatal, wenn die Bürger den Eindruck bekämen, dass ihnen das Bargeld nach und nach entzogen wird.“ Man „dürfte nicht vergessen, dass Banknoten das einzige gesetzliche Zahlungsmittel sind,“ sagte Weidmann der "Bild-Zeitung". In einem früheren Interview mit der "F.A.Z." fragte Weidmann: „Glauben Sie, dass kriminelle Handlungen deshalb unterblieben, weil es den 500-Euro-Schein nicht mehr gibt?“ Naja, billig kommt das Ganze auch nicht um die Ecke: Selbst im günstigsten Szenario werde die Abschaffung des 500-Euro-Scheins mit weit mehr als 500 Millionen Euro zu Buche schlagen. (Lesen Sie mehr: Abschaffung des 500-Euro-Scheins - Autsch, das wird richtig teuer!)

Die Welt ohne Bargeld - für die einen das Ziel, für die anderen ein Albtraum. Es ist DAS Thema bzw. es sind DIE Themen der Stunde: Bargeld-Obergrenze, Abschaffung des 500-Euro-Scheins und letztlich das Endes des Bargelds. Lesen Sie mehr: Der "Staats-Bitcoin" - Auf dem Weg vom Bargeld zum elektronischen Zentralbankgeld.



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Euro-Noten Apropos Bargeld: Schon jetzt immer weniger 500-Euro-Scheine im Umlauf

Die 500-Euro-Scheine werden knapp. Nein, nein, keine Sorge. Noch haben Sie die Möglichkeit, einen der lila Scheine in die Hände zu bekommen. Doch sukzessive wird der Stapel immer kleiner, wie aktuelle Zahlen der EZB belegen.

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