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Marktkommentar: Walser: Anleihemärkte - EU-Staatsanleihen bleiben attraktiv
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Marktkommentar Walser: Anleihemärkte - EU-Staatsanleihen bleiben attraktiv

Nachrichtenquelle: Asset Standard
10.06.2016, 10:30  |  381   |   |   

Abb. 3: Renditeentwicklung ausgewählter Staatsanleihen gegenüber deutschen Bundesanleihen / Stand: 31.05.2016: Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen

Nach kurzer Konsolidierung im vergangenen Monat tendierten im Mai die meisten Segmente der globalen Anleihemärkte überwiegend freundlich. Vor allem in Euroland rücken dabei die im Februar gesehenen Renditetiefststände wieder recht nahe. Dies erscheint umso interessanter, als zum einen zahlreiche Aktienmärkte weltweit eher im "risk on"-Modus unterwegs sind, und zum anderen die US-Notenbank Fed zwischenzeitlich wieder intensiver über eine weitere Leitzinserhöhung nachdenkt. Besonders Bundesanleihen an der Spitze der Aufwärtsbewegung waren wieder einmal erste Wahl, aber auch Papiere der EU-Peripherie konnten gut mithalten. Bei amerikanischen Staatsanleihen zeigte sich, wie stark die Abhängigkeit der Anleihemärkte von der Notenbankpolitik noch immer ist. Zwischenzeitliche Signale aus dem Umfeld der US-Fed in Richtung eines nahenden Zinsschrittes drückten auf die Stimmung, weshalb sich US-Staatsanleihen zuletzt lediglich gut behaupteten. Im Spreadbereich profitierten Investoren bei Unternehmensanleihen von zu erwartenden künftigen Käufen Anfang Juni. Sogenannte High Yield-Anleihen konsolidierten dagegen nach den teilweise kräftigen Gewinnen in den beiden Vormonaten. Stärker unter Druck standen dagegen Schwellenländeranleihen. Nach vier Monaten mit erfreulichen Kursgewinnen gab es hier vor dem Hintergrund einer möglichen Leitzinserhöhung der US-Notenbank erstmals in diesem Jahr wieder negative Ergebnisbeiträge.

Die Politik der Notenbanken bleibt das dominierende Thema an den globalen Anleihemärkten. Nicht ganz so stark im Fokus stehen dabei aktuell die Notenbanken in Euroland (EZB) und Japan (BOJ). Beide halten an ihrer ultralockerenGeldpolitik unverändert fest, wobei im Falle der EZB die Spannung bezüglich der Umsetzung ihrer letzten Beschlüsse hinsichtlich der Käufe von Unternehmensanleihen wächst. Wir erwarten eine monatliche Größenordnung von 3 bis 5 Mrd. Euro, wobei die EZB aufgrund enger Märkte auch auf Neuemissionen zurückgreifen wird. Erste warnende Stimmen weisen in dem Zusammenhang auf einen - EZB-induzierten - Anstieg der Verschuldungsquoten von Unternehmen in Euroland hin. Scheinbar größere Bedeutung in den Augen vieler Investoren hat aber in diesem Jahr auch wieder die US-Notenbank. Vor dem Hintergrund einiger von führenden Fed-Mitgliedern getätigten Äußerungen schwankte die Wahrscheinlichkeit einer Leitzinserhöhung im Zeitraum Februar bis Mai zwischen null und 50%. Ein erneut vermeintlich schlechter Arbeitsmarktreport kann die Chancen auf einen möglichen Zinsschritt schnell dramatisch sinken lassen. Aktuell reagieren die Märkte noch recht gelassen auf diesen Schlingerkurs der US-Notenbank. Sollte dieser Kurs aber über längere Zeit beibehalten werden, kann sich das durchaus negativ auf die Stimmung der Marktteilnehmer auswirken.

Das extreme Niedrig- bzw. Negativzinsumfeld an den globalen Anleihemärkten bleibt für viele Investoren eine der größten Herausforderungen. Eine Option, die Erträge im Portfolio zu oprimieren, bleiben Beimischungen im Spreadbereich. Allein schon als mögliche Versicherung gegen künftige Risiken bleibt aber auch ein Grundinvestment im "Core-Segment" Staatsanleihen trotz immer höherer "Prämien" unverzichtbar.

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