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EU-Referendum - Brexit Brexit-Dominoeffekt: Der Anfang vom Ende der Europäischen Union?

10.06.2016, 13:51  |  5477   |   |   

Die Uhr tickt. Der 23. Juni rückt unaufhörlich näher und die Spannung steigt. Kehrt Großbritannien nach 43 Jahren Mitgliedschaft der Europäischen Union den Rücken? Das Pendel schlägt mal in die eine und mal in die andere Richtung. Zurzeit scheinen die Brexit-Befürworter die Nase einen Hauch vorn zu haben. Beide Lager mobilisieren nochmal alle Kräfte. Doch bereits das EU-Referendum zeigt: Die EU steht vor einer Zerreißprobe.

Bexit-Referendum schon jetzt ein Weckruf…

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) lehnt für den Fall, dass Großbritannien für einen EU-Ausstieg stimmt, eine weitere Vertiefung der Union ab. „Wir könnten als Antwort auf einen Brexit nicht einfach mehr Integration fordern“, sagte Schäuble im Gespräch mit dem Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“. Und ergänzt: „Das wäre plump, viele würden zu Recht fragen, ob wir Politiker noch immer nicht verstanden haben.“ Auch wenn die Briten mit knapper Mehrheit gegen den Brexit stimmten, „müssen wir das als Mahnung und Weckruf verstehen, nicht einfach so wie bisher weiterzumachen“.

Alle mögliche Brexit-Szenarien…

Schäuble warnte die Briten, sie könnten unter den wirtschaftlichen Folgen eines Brexit leiden. Das Land sei eng mit den Partnerstaaten verflochten. „Da wäre es doch ein Wunder, wenn ein Ausscheiden Großbritanniens ohne ökonomische Nachteile bliebe.“ Der Austritt des Landes könne zudem negative Folgen für die Partnerländer haben. „Aber meine Amtskollegen in der Eurozone und ich werden alles tun, um diese Folgen zu begrenzen. Wir bereiten uns auf alle möglichen Szenarien vor, um die Gefahren einzudämmen,“ so Schäuble im „Spiegel“.

„Ein Brexit wäre für alle Beteiligten ein schwerer Nachteil“, sagte der neue ifo-Präsident Clemens Fuest. „Deutschland wäre der größte Verlierer, weil Großbritannien ein sehr großer Markt für unsere Exportprodukte ist. Außerdem würden wir in der EU einen bedeutenden Mitstreiter für Freihandel verlieren. Für Großbritannien wäre ein Brexit eine Selbstbeschädigung, denn auch die EU ist wiederum sein größter Markt.“ Doch jüngsten Umfragen zufolge wächst in der britischen Wirtschaft die Zustimmung zu einem Austritt Großbritanniens aus der EU. (Mehr dazu hier.)

Wenn das Schule macht…

Schäuble hält es für möglich, dass das britische Beispiel Schule machen könnte und weitere Länder aus der EU austreten. „Das kann man nicht ausschließen“, sagte er. „Wie würden zum Beispiel die Niederlande reagieren, die traditionell sehr stark mit Großbritannien verbunden sind?“ Bleibe es dagegen nur beim Ausstieg Großbritanniens, fürchtet Schäuble nicht um den Bestand der EU. „Europa wird zur Not auch ohne Großbritannien funktionieren.“ Schäuble schließt aus, dass das Vereinigte Königreich nach einem möglichen Ausscheiden weiter die Vorzüge des europäischen Binnenmarkts genießen könne wie zum Beispiel Norwegen oder die Schweiz. „Dazu müsste sich das Land an die Regeln eines Klubs halten, aus dem es gerade austreten will.“ Ein Brexit sei eine Entscheidung gegen den Binnenmarkt. „In is in, out is out“, so Schäuble gegenüber dem „Spiegel“.

Doch ein Brexit könnte durchaus Schule machen: Laut einer landesweit in Dänemark durchgeführten repräsentativen Umfrage stimmten 30 Prozent der Befragten Dänen für ein Verbleib des Landes in der Europäischen Union. Aber: Mit 27 Prozent stimmte jedoch nur knapp drei Prozent weniger für einen EU-Austritt, falls die Briten die Gemeinschaft verlassen würden. Zum ersten Mal halten sich damit beide Lager nahezu die Wage. Zuvor lang das Verhältnis der EU-Befürworter und EU-Aussteiger bei 2:1. Lesen Sie mehr: BREXIT als Stein des Anstoßes - DANEXIT könnte folgen, wer noch?

Da wären auch noch die Briten im europäischen Ausland: Die einen haben ihren Altersruhesitz an der französischen Küste, die anderen in der EU geheiratet oder arbeiten fernab der Insel. Für Briten, die im europäischen EU-Ausland leben, beginnt die Uhr inzwischen ganz laut zu ticken. Ihnen gemein ist die große Sorge: Was passiert, wenn es am 23. Juni heißt: Good Bye EU? Lesen Sie mehr:  Die Brexit-Angst geht um: Good Bye EU? Für Briten im EU-Ausland tickt die Uhr - Run auf Auslandspässe steigt.

Wertpapier: DAX


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Kommentare

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ite280239
13.06.16 10:44:18
Let them go!

Die Tommies haben doch IMMER alle Bemühungen gestoppt, um z.B. den Lissabon–Vertrag umzusetzen.
Ausserdem würde der Brexit einen Sinneswandel in Richtung Reform mehr Transparenz in der EU herbeiführen.

Ausserdem: sollten sie bleiben, würden man ihnen noch weiter den Verbleib versüssen wollen, um die "loosers" zu trösten. Die CDU denkt ja doch leider bereits in dieser Kategorie.
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OlafKo
11.06.16 12:48:27
"Europa wird zur Not auch ohne Großbritannien funktionieren."

Aber GR mußte man unbedingt in der EU halten, weil sonst ein Auseinanderbrechen drohte.
Politiker dürfen offenbar jeden Bullshit verbreiten.

Disclaimer

EU-Referendum - Brexit Brexit-Dominoeffekt: Der Anfang vom Ende der Europäischen Union?

"In is in, out is out!" Kehrt Großbritannien nach 43 Jahren Mitgliedschaft der Europäischen Union den Rücken? Die EU-Länder bereiten sich auf alle möglichen Szenarien vor, um die Gefahren eines Brexit einzudämmen. Doch: Wenn das Schule macht, was dann?

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