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Immobilien 3 Ideen, wie Anleger mit kleinen Summen in Immobilien investieren können

14.06.2016, 08:00  |  5623   |   

Risikoaverse Anleger möchten immer mehr in Immobilien investieren. Der Hauptgrund sind die niedrigen Zinsen, wodurch risikoarme Anlagen wie Bundesanleihen immer unattraktiver werden. Die Immobilienanlage wird im Gegenzug für Privatanleger immer interessanter, weil es mittlerweile Produkte gibt, bei denen sich Anleger bereits mit kleinen Summen beteiligen können. Wir stellen drei Ideen vor, bei denen Anleger mit kleinem Budget in Immobilien investieren können.

Idee 1: Immobilien-Crowdfunding

Ein relativ junges Investment-Vehikel in Deutschland ist Immobilien-Crowdfunding. Dabei beteiligen sich Anleger meist über ein Nachrangdarlehen an einem ausgewählten Immobilienprojekt. Der Anleger gibt dem Immobilienentwickler ein Mikrodarlehen und bekommt im Gegenzug einen festen Zins. Je nach Plattform liegt die Mindestanlagesumme bei 250 Euro. Der große Vorteil: Anleger zahlen keinerlei Gebühren. Es gibt also keine Ausgabeaufschläge oder Management-Fees, die die Rendite schmälern.

Mit einem Fundingziel von 1 Million Euro gehört die Wohnimmobilie CENTRAL BERLIN auf der Plattform iFunded.de zu den größten Immobilienprojekten, in die Anleger aktuell in Deutschland investieren können. Die Verzinsung liegt bei 5% pro Jahr, die Laufzeit beträgt 18 Monate und die Zinsen werden halbjährlich ausgezahlt. Es handelt sich um eine Bestandsimmobilie mit laufenden Mieteinnahmen. Die eingesammelten Gelder werden für die Sanierung der historischen Fassade, dem Gemeinschaftseigentum und den leerstehenden Wohnungen verwendet. Nach der Sanierung werden alle Wohnungen einzeln verkauft und daraus die Zinszahlungen für die Anleger finanziert. Das Anlegerinteresse ist groß. Bereits in der Early-Bird-Phase vor dem offiziellen Start wurde die Fundingschwelle von 100.000 Euro überschritten (weitere Informationen gibt es hier: CENTRAL BERLIN ).

Idee 2: Offene Immobilienfonds

Offene Immobilienfonds stellten über viele Jahrzehnte die einzige Möglichkeit für Privatanleger dar, mit kleinen Summen in Immobilien zu investieren und waren entsprechend beliebt. Im Zuge der Finanzkrise mussten einige Fonds eingefroren und später sogar liquidiert werden, so zum Beispiel der Morgan Stanley P2 Value. Anleger hatten durch Abwertungen bis zu 52% verloren.

Die Rendite von offenen Immobilienfonds war 2015 im Schnitt nur bei 1,4%. Anders als beim Immobilien-Crowdfunding werden Gebühren fällig. Ausgabeaufschläge von 5% und jährliche Gebühren von 0,7% sind üblich. Der große Vorteil: Anleger beteiligen sich am Sondervermögen, das rechtlich vom Vermögen der Investmentgesellschaft getrennt ist. Bei Insolvenz des Emittenten sind die verbleibenden Anlegergelder somit geschützt.

Idee 3: REIT-Fonds

Bis zur Krise bei den offenen Immobilienfonds führten REIT-Fonds ein Schattendasein. Ein wesentlicher Unterschied liegt darin, dass REIT-Fonds nicht direkt in Immobilien investieren, sondern in börsennotierte Unternehmen, die Immobilien halten, welche idealerweise in der Rechtsform eines REITs strukturiert sind. Da es in Deutschland nur sehr wenige Real Estate Investment Trusts (REITs) gibt, sind diese Fonds international aufgestellt. Wer von den Chancen am deutschen Immobilienmarkt profitieren möchte, wird bei REIT-Fonds somit nicht fündig. Anders als beim Immobilien-Crowdfunding und den offenen Immobilienfonds wird die Rendite auch von der Entwicklung der Aktienmärkte bestimmt. Wie bei anderen Investmentfonds fallen für den Anleger Gebühren an und es gibt keine festen Zinsversprechen.

Foto: Central Berlin



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