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Marktkommentar: HRK Marktkommentar Mai 2016: Solide Wachstumszahlen sorgen für etwas Beruhigung an den Kapitalmärkten
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Marktkommentar HRK Marktkommentar Mai 2016: Solide Wachstumszahlen sorgen für etwas Beruhigung an den Kapitalmärkten

Nachrichtenquelle: Asset Standard
13.06.2016, 12:35  |  413   |   |   

Die Sorgen der Anleger um die Verfassung der Weltwirtschaft haben sich im Mai etwas reduziert. Zur Beruhigung beigetragen haben solide Wachstumszahlen aus Europa und für China zeichnet sich ein stabiles zweites Quartal ab. Die USA hingegen kann die hohen Erwartungen hinsichtlich eines sich beschleunigenden Aufschwungs weiterhin nicht erfüllen. Vielmehr würde uns eine deutliche Abschwächung im zweiten Halbjahr dort nicht überraschen. In normalen Zeiten entstehen Rezessionen vor dem Hintergrund steigender Inflationsraten, die dann durch die Zentralbanken mit einer restriktiven Politik bekämpft werden. Aber im gegenwärtigen Umfeld kann ein Wirtschaftsabschwung in strukturschwachen Volkswirtschaften schlicht durch ein zu hohes Schuldenniveau ausgelöst werden. Hochverschuldete Staaten zeigen also nicht die früher typischen Überhitzungserscheinungen und können darüber hinaus aufgrund monetärer und fiskalpolitischer Interventionen sehr lange mit sehr niedrigen Wachstumsraten das Rezessionsrisiko gering halten. Von uns erfordert dieses neue Umfeld aber eine erhöhte Wachsamkeit und Flexibilität in der Analyse, da eine weitere Abschwächung der Weltwirtschaft die Rezessionsrisiken in einigen Ländern deutlich erhöhen würde.

Anleihenmärkte:

An den weltweiten Rentenmärkten pendeln die Renditen der zehnjährigen US-Treasuries seit Februar in einer Handelsspanne zwischen 1,7% und 2,0%. In Europa nimmt die Brexit-Thematik großen Raum ein, was in Verbindung mit der jüngsten Aufstockung der monatlichen EZB-Anleihekäufe zu zunehmender Nachfrage nach Bundesanleihen führte. Die anhaltende Suche nach Sicherheit vor politischen Risiken sollte auf kurze Sicht die zehnjährigen Bundrenditen auf sehr niedrigem Niveau verankern. Auch wenn im Sommer bei einem Pro-EU Referendum in Großbritannien die Risikoaversion wieder abflauen und die Renditeniveaus steigen sollten, bleiben wir bei unserer Empfehlung für qualitativ hochwertige Anleihen. Rücken die deflationären Kräfte die Rezessionsrisiken nämlich wieder in den Vordergrund, sollten die Ausfallrisiken schwacher Emittenten wieder mehr beachtet werden. Auf der Suche nach Rendite haben sich viele Anleger sehr stark in Hochzinsbereich positioniert, obwohl dort die Renditen aufgrund des Niedrigzinsumfelds bereits wenig attraktiv waren.

Aktienmärkte:

Die internationalen Aktienmärkte tendierten im Mai überwiegend seitwärts. Unsere Präferenz in der Titelselektion bleibt unverändert bei Unternehmen mit stabilen, defensiven Geschäftsmodellen und nachhaltiger Dividendenkontinuität. Die seit Februar stattfindende Erholungsrally ist bereits sehr weit fortgeschritten, könnte aber, aufgrund der überwiegend negativen Stimmung unter den Anlegern noch einige Zeit andauern. Neue Höchststände bei den großen US-Indizes dürften neues Kapital anziehen, bevor es zu einer weiteren Korrekturbewegung kommen sollte. Weil es den Aktienmärkten weltweit an Gewinndynamik fehlt, ist es aus unserer Sicht unwahrscheinlich, dass diese in naher Zukunft ein dauerhaft höheres Kursniveau erreichen und halten können. Allerdings werden die großen international tätigen Anleger die Aktienquoten aufgrund mangelnder Alternativen nicht deutlich reduzieren, solange nicht grundsätzlich etwas schiefläuft im globalen Finanzsystem.

Rohstoffmärkte: Die Rohstoffmärkte sind geprägt von einer deutlichen Erholung der Rohölpreise. Produktionsausfälle in Canada und Nigeria haben zu einem weiteren Anstieg der Rohölpreise in den Bereich knapp unter 50 USD geführt. Als zusätzliche Preistreiber erwiesen sich die sinkenden Erzeugungsmengen sowie positive Nachfragedaten aus den USA, Indien und China. Trotz gravierender Förderausfälle, solider Nachfragedynamik und inzwischen wieder fallender US- und OECD-Lagerbestände rechnen wir dennoch nicht damit, dass die seit Mitte Januar anhaltende Rohöl-Rallye mit ungebremstem Tempo weitergeht.

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