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Reform der Erbschaftsteuer Schluss mit Wirrwarr: ifo-Präsident Fuest fordert Steuersatz von zehn Prozent

20.06.2016, 13:36  |  2583   |   |   

Der Koalitionsstreit ist beigelegt, die Erbschaftsteuer nach eineinhalb Jahren zäher Verhandlungen eingetütet. Müssen Firmenerben jetzt zittern? Sie sind wie auch bislang größtenteils von der Erbschaftsteuer, wenn sie das geerbte Unternehmen über längere Zeit fortführen und die Arbeitsplätze erhalten. Nach den Vorgaben des Bundesverfassungsgericht, die eine Neuregelung bis Ende Juni gefordert hatten, gelten jedoch schärfere Regeln. Auch Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen.

Künftig sollen bei größeren Unternehmen Firmenerben nur verschont werden, wenn sie nachweisen, dass sie die Steuer nicht verkraften. Für Kleinbetriebe soll die Bagatellgrenze strenger gefasst werden. Bislang müssen müssen Unternehmensnachfolger generell kaum Steuern zahlen, wenn sie den Betrieb lange genug weiterführen und die Beschäftigung halten. Unabhängig vom Unternehmenswert werden Firmenerben in der bisherigen Regelung bei der Erbschaftsteuer zu 85 oder 100 Prozent verschont, wenn sie das Unternehmen fünf beziehungsweise sieben Jahre fortführen. Mehr zu den Verschonungsregeln finden Sie hier.

Chance verpasst - Wirtschaftlicher Schaden droht

"Die Politik hat erneut die Chance zu einer grundlegenden Reform der Erbschaftsteuer verpasst", kritisiert ifo-Präsident Clemens Fuest. „Die jetzt beschlossene Reform hält  fest an der Kombination aus hohen Steuersätzen und komplexen Ausnahmen für Betriebsvermögen. Bei Steuersätzen bis zu 50 Prozent ist es unvermeidlich, große Ausnahmen für Betriebsvermögen zu gewähren, weil sonst wirtschaftlicher Schaden droht.“

Von Steuergerechtigkeit könne mit der Neuregelung keine Rede sein: „Es ist aber unmöglich, so zu einer gerechten und wirtschaftlich tragbaren Erbschaftsteuer zu kommen. Auch künftig können sehr große Vermögen ganz oder fast unbesteuert übertragen werden, während nicht begünstigte und eventuell kleinere Vermögen bis zu 50 Prozent besteuert werden.“

Der ifo-Chef weiter: „Die Verschonungsauflagen behindern betriebswirtschaftlich notwendige Restrukturierungen. Richtig wäre es gewesen, die Steuersätze deutlich zu senken, zum Beispiel auf 10 Prozent. Dann hätte man auf Verschonungsregeln verzichten können, jenseits verzinslicher Stundung.“



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Kommentare

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_Mitglied_
21.06.16 09:55:00
Jeder der noch ein funktionierendes Gehirn hat (fast niemand), der weiß auch das die Menschheit von einer kleinen Clique terroriesiert wird. Ziel dieser ist: Versklavung, Verarmung, faschistische Diktaktur, Überwachung, Verblödung. Mit einer verblödeten Menschheit kann man alles machen und als nächstes steht die Abschaffung des Bargelds im Raum und die Anbringung eines Chip unter der Haut.

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Reform der Erbschaftsteuer Schluss mit Wirrwarr: ifo-Präsident Fuest fordert Steuersatz von zehn Prozent

Der Koalitionsstreit ist beigelegt, die Erbschaftsteuer nach eineinhalb Jahren zäher Verhandlungen eingetütet. Müssen Firmenerben jetzt zittern? Von Steuergerechtigkeit könne mit der Neuregelung keine Rede sein, kritisiert ifo-Chef Clemens Fuest.

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