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Feldbetten, Fast Food und eimerweise Kaffee Der Handelskrieg beginnt: Letzte Brexit-Vorbereitungen bei den Banken

23.06.2016, 13:27  |  3099   |   |   

Für Aktien- und Devisenhändler mit Sitz in London wird die kommende Brexit-Nacht kein Zuckerschlecken. Je nach Wahlausgang kann das Ergebnis entweder zu Gewinnen oder Verlusten in Milliardenhöhe führen. An Schlaf ist bei den Wenigsten zu denken. 

Britische Kaffeeproduzenten und Fast-Food-Ketten dürfen sich schon mal freuen. Für sie ist das Brexit-Referendum ein Ereignis, was definitiv zu höheren Umsatzzahlen führt, rüsten sich doch fast alle Banken mittlerweile mit massenweise Koffein und Zucker für die Nacht danach aus. 

Denn diesmal will jeder vorbereitet sein. Man will es gar nicht erst zu solch verheerenden Folgen, wie nach der Franken-Abkopplung, der Lehman-Pleite oder dem Black Wednesday kommen lassen. Weil im Falle eines tatsächlichen Brexits mit einer Abwertung des Pfunds von bis zu 20 Prozent und einem Einbruch der Aktienmärkte um bis zu 15 Prozent gerechnet wird, bringt sich daher jedes Bankenhaus in Position, um den Schaden so klein wie möglich zu halten. 

McDonald's - dein Freund und Helfer.

Die Vorbereitungen sehen dabei unterschiedlich aus. Während manch ein Institut wie JP Morgan Chase schon in der letzten Woche Hotels und Cateringfirmen gebucht hat, werden woanders einfache Feldbetten in die Büros geräumt. Bei Barclays müssen sich die Mitarbeiter mit Schlafsäcken begnügen. Auf den Speiseplänen stehen Sushi, Pizza, Chinapfanne und Hamburger. "Wir werden die ganze Nacht lang beobachten und handeln. Auf der anderen Straßenseite ist bei uns ein 24-Stunden McDonald's", sagte RBS-Senior-Ökonom Ross Walker dem Nachrichtenportal "Bloomberg". 

Gemeinsam wird den Händlern wohl der überhöhte Koffeinkonsum sein. "Ich werde sicherstellen, dass es bei uns jede Menge frischgebrühten Kaffee gibt, damit wir es auch durch die ruhigen Momente schaffen, wo die Ergebnisse noch nicht feststehen", so der Senior-Devisenhändler Enda Homan von der Dubliner Allied Irish Bank. Die Wahllokale schließen um 23:00 Uhr (deutsche Zeit). Erste Ergebnisse soll es gegen Mitternacht geben, ab 3:30 Uhr mehr als die Hälfte der Stimmen ausgezählt sein. Spätestens 7:00 Uhr, so der Zeitplan, sollen auch die letzten Wahlzettel erfasst sein. 

Nachtschicht für alle

"Die meisten Handelaktivitäten werden kurz vor knapp, also ein oder zwei Stunden vor den ersten Ergebnissen stattfinden. Man wird also eng mit den Kollegen in Asien zusammenarbeiten, wo die Märkte zu der Zeit gerade offen sind, um sämtliche aufrechzuerhaltende Hedges zu rollen oder korrigieren zu können", erklärte Javier Paz, Senior-Analyst bei der Consulting-Firma Aite Group gegenüber "Bloomberg". 

Nicht nur Devisen- auch die Aktienhändler werden in dieser Nacht kaum ein Auge zu bekommen. Zwar öffnet die Londoner Börse erst um 8:00 Uhr Ortszeit, viele werden aber schon lange davor in ihren Startlöchern stehen. "Das gesamte Team wird um 2:00 Uhr erscheinen, um sich schon mal einen Eindruck über den wahrscheinlichen Ausgang zu verschaffen", sagte Ben Kumar, Investmentmanager bei Seven Investment Management, der allein für eine Summe von rund 15 Milliarden US-Dollar zuständig ist. "Zum Teil ist es auch bloße Neugier. So oder so werden wir alle die ganze Nacht lang wach sein. Wir müssen unseren Klienten zeigen, dass wir vorbereitet und für konkrete Auskünfte verfügbar sind." 

In der Ruhe vor dem Sturm wurden viele Banken-Mitarbeiter am heutigen Tag nach Hause geschickt. Sie sollen fit sein für den bevorstehenden Handelsmarathon. Wohl dem, der jetzt noch schlafen kann.



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Für Aktien- und Devisenhändler mit Sitz in London wird die kommende Brexit-Nacht kein Zuckerschlecken. Je nach Wahlausgang kann das Ergebnis entweder zu Gewinnen oder Verlusten in Milliardenhöhe führen. An Schlaf ist bei den Wenigsten zu denken.

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