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Marktkommentar: Brexit-Kommentar von Benjamin Melman (EdR): Keine systemischen oder gravierenden Liquiditätsrisiken
Foto: www.assetstandard.de

Marktkommentar Brexit-Kommentar von Benjamin Melman (EdR): Keine systemischen oder gravierenden Liquiditätsrisiken

Nachrichtenquelle: Asset Standard
29.06.2016, 14:51  |  475   |   |   

Der Sieg des "Out"-Lagers beim britischen Referendum zum Austritt aus der Europäischen Union (EU) hat größere Schockwellen auf den Finanzmärkten verursacht als in den Umfragen erwartet, so Benjamin Melman, Leiter Asset Allocation und Sovereign Debt bei Edmond de Rothschild Asset Management, in seinem jüngsten Kommentar.

Das liegt vor allem daran, dass viele Anleger ursprünglich mit einem Verbleib in der EU gerechnet haben. Dieses Ergebnis könnte laut dem Experten aus dem Hause Edmond de Rothschild Asset Management die politische und wirtschaftliche Agenda Europas in viele mögliche Richtungen führen.

Laut dem Anlagespezialisten wird die kurzfristige, wirtschaftliche Dynamik für die Eurozone erstmal negativ sein: Da der tatsächliche Austritt vermutlich erst in zwei Jahren erfolgen dürfte, wird Großbritannien bis dahin von einer wettbewerbsfähigen Währung beim Export in die Eurozone profitieren, was die Profitabilität der Unternehmen in der Eurozone wiederum negativ treffen würde.

Allerdings ist für Edmond de Rothschild Asset Management die wirtschaftliche und politische Lage langfristig nicht ganz so alarmierend, und dies aus unterschiedlichen Gründen:- Da Großbritannien nicht Teil der Währungsunion ist, wird der Austritt aus der EU keine systemischen Risiken für die Eurozone darstellen. Die Notenbanken haben schon am Vormittag des 24. Juni 2016 ihre Bereitschaft gezeigt, den Märkten massive Summen zur Verfügung zu stellen, was heißt, dass es nicht zu großen Liquiditätsstörungen kommen wird.- Während Analysten mit einem Absturz von 1 bis 7 Prozent der Wachstumsraten in Großbritannien rechnen, dürfte der Einfluss des Entscheids auf die Wirtschaft in der Eurozone eher bescheiden ausfallen. Langfristig könnte sich auch der Standortwechsel einiger Unternehmen aus dem Vereinigten Königreich in die Eurozone positiv auswirken.- Großbritannien hat stets eine bremsende Rolle bei den sukzessiven Integrationsetappen der EU eingenommen. Der Austritt dürfte daher den Ländern der Eurozone in naher Zukunft mehr Dynamik verleihen.

"Zwar war Europa noch nie so anfällig wie heute, aber exzessiver Pessimismus ist unangemessen. Die EU hat alle nötigen Ressourcen parat, um sich von dieser Krise zu erholen und die wirtschaftliche Lage dürfte stabil bleiben, trotz möglicher politischer Risiken wie die Wahlen in Spanien oder das Referendum in Italien", meint Benjamin Melman.

"Seit Anfang 2015 investieren wir sehr stark in europäische Aktien und Anleihen", erklärt der Edmond de Rothschild-Spezialist, "und wir sind nun umso mehr auf der Suche nach kurzfristigen Hebelmöglichkeiten."

Den vollständigen Marktkommentar auf Englisch finden Sie hier:

http://www.multimanagergmbh.de/as_documents/PP_doc/EdmondDeRothschild/PostBrexit.pdf

Gerne vermitteln wir Ihnen ein Gespräch mit Herrn Melman oder leiten Ihre Fragen an ihn weiter.



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Der Sieg des "Out"-Lagers beim britischen Referendum zum Austritt aus der Europäischen Union (EU) hat größere Schockwellen auf den Finanzmärkten verursacht als in den Umfragen erwartet, so Benjamin Melman, Leiter Asset Allocation und Sovereign Debt bei Edmond de Rothschild Asset Management, in seinem jüngsten Kommentar.

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