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DAX-Chartanalyse: Brexit aufgearbeitet, DAX an 200 Tagelinie

DAX-Chartanalyse Brexit aufgearbeitet, DAX an 200 Tagelinie

Gastautor: Andreas Mueller
17.07.2016, 13:23  |  5950   |   |   

Die 200 Tagelinie im Blick und die Notenbanken im Rücken kann der DAX die 10.000 Punktemarke zurück erobern. Doch was steht in der kommenden Handelswoche an? Folgende DAX-Chartanalyse zeigt Ihnen wichtige Marken und Szenarien auf.

Kaum verändert hatten wir den Deutschen Aktienindex am letzten Handelstag der Woche in Erinnerung. Dafür schwankte er jedoch sehr stark innerhalb des Handelstages. Mit mehr als 110 Punkten war zudem ein erneuter Anlauf an die 10.000 Punkte-Marke zu sehen. Diesmal von unten, was zum Wochenstart noch anders aussah. Vor genau einer Woche notierte der DAX noch bei 9.629 Punkten und stand damit genau zwischen einem offenen GAP und einer fortschreitenden Aufwärtsbewegung. Eine Entscheidung musste fallen, für die ich beide Varianten im Chartbild vermerkt hatte. Dies hier als Rückblick aus der Analyse DAX nach der Konsolidierungswoche (klick ->)

Dabei hatte ich mich auf die grüne Variante fixiert, mit den Worten (Zitat aus Vorwoche):

Mein Favorit ist das grüne Szenario, wobei ich hier bei 9.800-Annäherung die Position direkt verkaufen würde und das Verhalten an diesem Widerstand zuerst beobachte. Parallel schaue ich hierbei auf den Dow Jones, ob er den Angriff auf das Allzeithoch tätigt oder sich abwendet. Schaffen die Bullen eine kleine Rallye und der DAX die 9.800 Punkte, treten im weiteren Verlauf die Ziele aus der Vorwochenanalyse in Kraft.

 

Chartbild fortgeschrieben

 

Das aktuelle Chartbild mit selbigen eingezeichnetem GAP und der Aufwärtstendenz habe ich somit geupdatet und als Schaubild noch einmal eingebunden:

Wie vermutet stockte der Markt direkt am GAP bei 9.800 Punkten, nahm dann aber weiter Fahrt auf. Sicherlich auch angestachelt durch die neuen Allzeithochs aus den USA, welche zuerst im S&P500 und später im Dow Jones zu sehen waren. Blicken wir noch einen Kontinent weiter nach Asien, gab es hier zudem eine Senkung der Wirtschaftsprognosen aus Japan. Die japanische Notenbank steuert massiv gegen und lockert ihre Geldpolitik weiter. Dies verhalf dem Nikkei225 bereits zum Wochenstart zu einem Plus von 6,5 Prozent an zwei Handelstagen. Auf den DAX übertragen schrieb ich daher in meinem Facebook-Stream (klick ->) "...das schafft der DAX auch noch" - am Ende der Woche wurden es "nur" etwa 5 Prozent.

Doch zurück zu den Notenbanken eine wichtige Bemerkung noch: Die gefährliche Nebenwirkung dieser neuerlichen Lockerung ist, dass die Bank von Japan bereits jetzt jährlich Staatanleihen und Wertpapiere im Umfang von umgerechnet 678 Milliarden Euro kauft. Eine aktuell sehr gefährliche und vor allem globale Spirale, die mit Skepsis gesehen werden muss!

 

Aktueller Widerstand im DAX

 

Zurück zur Chartanalyse des DAX. Als Wochenhoch fällt ganz klar die Marke von 10.100 ins Auge. Ich vermerke diese im gleichen Chartbild, nur etwas kürzer eingeblendet. 

Warum genau dort? Hier verläuft das Brexit-GAP als Kante, wenn man den 23.06.2016 XETRA-Schlusskurs ansieht. Und diese Marke war auch schon zum Jahresstart 2016 eine GAP-Kante...doch soweit möchte ich hier die Charts nicht zurückrollen.

Interessant ist weiterhin, dass die aktuelle 200 Tagelinie bei 10.06x Punkten verläuft, dem Schlusskurs von Freitag also. Auch wenn es hier nachbörslich zu Abgaben kam und die Unruhen in der Türkei für Verunsicherung am Wochenende sorgten, muss man hier objektiv die Orientierung am Chartbild und nicht in der Gefühlswelt suchen. Vom gezeigten Stundenchart her ist somit die 10.100 eine sehr massive Hürde, welche bei einem Bruch allerdings weiteres Kurspotenzial bis zum Abwärtstrend auf Tagesbasis freisetzen würde.

 

Ausblick auf kommende Handelswoche

 

Auf den Chart bezogen ist der Brexit nun vergessen bzw. aufgearbeitet. Ein weiterer schneller Durchmarsch kann nur von Notenbank-News initiiert werden. Wahrscheinlicher halte ich erste einmal einen weiteren Test der 10.000 Punkte und womöglich ein weiteres Pendeln zwischen dieser Unterstützungszone und den gezeigten Wochenhochs der vergangenen Woche.

 

Einen Ausbruch über/unter diese Marken würde ich dann in der kommenden Handelswoche prozyklisch handeln. Unter 9.970 somit short mit Ziel 9.900 (letztes Verlaufstief) und über 10.105 long mit Ziel...dieses zeige ich dann zeitnah in den Tages-Trading-Chancen (Direktlink zur aktuellen Diskussion ->) auf .

 

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Herzlichen Dank für Eure Unterstützung und viel Erfolg im Eigenhandel wünscht Andreas Mueller (Bernecker1977)

Wertpapier: DAX, Dow Jones, Nikkei 225


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Hinter Bernecker1977 steht der Trader, Referent und Coach Andreas Mueller. Er handelt seit rund 20 Jahren Indizes, Devisen und Rohstoffe an der Börse mit Futures, Derivaten und CFDs. Dabei basiert sein Trading auf Sentimentdaten und Charttechnik. Als studierter Diplom-Kaufmann streut Andreas Mueller seine Erfahrungen auf wallstreet-online bereits seit dem Jahr 2005 in den "Tages-Trading-Chancen" ein und ist dort Ansprechpartner für alle börsenrelevanten Fragen.

Weitere Informationen erhalten Sie in seinem Facebook-Kanal und auf seinem Blog www.bernecker1977.de

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