DAX+0,57 % EUR/USD-0,48 % Gold-0,95 % Öl (Brent)+0,58 %

Nach gescheiterten Doha-Gesprächen Russischer Energieminister: Wir drosseln hier gar nichts!

20.07.2016, 12:55  |  5772   |   |   

Der russische Energieminister Alexander Novak hat die Hoffnung aller Anleger auf eine rasche Erholung der Ölpreise zunichte gemacht. Seiner Meinung nach wird es nicht zu einem Anstieg über die 50-Dollar-Marke vor 2017 kommen. Die Vorräte seien einfach zu groß. An etwaigen Drosselungsvorhaben will man sich nicht beteiligen. 

Es ist schon paradox. Das Land, welches mit am meisten unter den niedrigen Ölpreisen zu leiden hat, will sich aus jedweden Kürzungsplänen der OPEC raushalten. Zwar hatte Russland seine Fördermengen im Februar kurzzeitig konstant gehalten, das war aber eher ein Wink mit dem Zaunpfahl für andere Förderländer. Schon im März wurde die Produktion wieder hochgeschraubt (mehr dazu auf "Reuters").

Auch im April konnte man sich bei einem Treffen mit den OPEC-Mitgliedern (Russland gehört nicht dazu) in Doha nicht auf ein Ende der Ölschwemme einigen. Hauptspielverderber war Saudi-Arabien, seines Zeichens produktionsstärkstes Mitgliedsland im Ölkartell. Der Grund: Mit einer Drosselung könnte man dem unliebsamen Hauptkonkurrenten Iran ungewollt zu einem Marktvorteil verhelfen. No go! Die darauffolgenden Gespräche im Juni verliefen abermals im Sande

Der nächste Versuch startet im November in Wien. Unabhängig davon, ob es dem zerstrittenen Kartell jemals wieder gelingen sollte, sich auf bestimmte Quoten zu einigen, stellte Russlands Energieminister Alexander Novak eine Sache nun endgültig klar: An möglichen Drosselungsplänen werde man sich nicht beteiligen. In einem Interview mit "Reuters" erklärte er: "Wir diskutieren keine koordinativen Aktionen zwischen Russland und der OPEC. Da uns die nötigen Werkzeuge und Mechanismen fehlen, können wir Förderkürzungen nicht zustimmen." 

Die voraussichtliche Gesamtproduktion russischen Öls werde Novak zufolge in diesem Jahr bei 542 bis 544 Millionen Tonnen liegen. Damit wäre das 30-Jahres-Hoch aus dem Vorjahr von 534 Millionen Tonnen erneut übertroffen. In seinem jüngsten Länderbericht hatte der IWF Russland empfohlen, sich nicht weiterhin von Öl- und Energieexporten abhängig zu machen. Sollte das Land die notwendigen Strukturreformen ergreifen können, so könne es mit einer Wiederkehr des wirtschaftlichen Wachstums ab 2017 rechnen. 

An einen vorherigen Anstieg der Ölpreise glaubt Novak ohnehin selbst nicht. Seiner Meinung nach wird es bis Jahresende bei einem Niveau von 40 bis 50 US-Dollar pro Fass bleiben. Je nach Entwicklung der Nachfrage könnte es auch weniger werden. Bis zu einem Abbau der weltweiten Überschüsse werde es so oder so noch lange dauern. Aktuell seien insgesamt 500 Millionen Barrel zu viel auf dem Markt. 

 

Wertpapier: Öl (Brent), Öl (WTI)

Themen: Öl, Anleger, Energie


Verpassen Sie keine Nachrichten von Redaktion w:o
Abonnieren Sie jetzt Ihren Lieblingsautor
Ich habe die Allgemeinen Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung gelesen und stimmt diesen zu.
Autor abonnieren
Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!
Verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!
Newsletter kostenlos abonnieren

Schreibe Deinen Kommentar

 

Kommentare

Borazon Du tust mir Leid, schwafelst den selben Mist wie der Rest der Bildzeitungsleser.

Aber merke: Warum ist die Bildzeitung eines der auflagestärksten Blätter??

Der Verlag hat sich nur der sinkenden Intelligenz im Volk angepasst um Geld zu verdienen.

Wäre es anders fände man da nur intelligent Beiträge, aber mit den paar Lesern kannste kein Geld verdienen.

:laugh::laugh::laugh:
Was bist du denn für ein Spezialwissenschwafler?
Sozialist, Schwundgeld/Vollgeld-Fetischist, Goldie?
Was mit Sterntalern?
Oder was ganz anderes?
Gibt ja so viele Märchen ...
:rolleyes:
Mach mal, so einen Müll hab ich selten gehört.
Wenn 1990 nicht die Wende und die schnelle Übernahme der DDR sprich 17 Millionen Neukunden
gekommen wäre was glaubst Du wo hätte die BRD gestanden?

Seit den 80 igern war dort die Wirtschaft gesättigt und man hatte damals schon von der Substanz gelebt.
Die Übernahme hat das Siechtum nur verlängert.
Ja. Genau.
Weil es in Russland so schön ist, seid ihr Landschaftsfetischisten nach Deutschland gekommen.
Nicht wegen der fetten Spätaussiedlerrente.
Jeder Spack ein Doktor oder Facharbeiter.
Nicht wegen der Sicherheit seid ihr hier her gekommen.
Schon gar nicht wegen der fetten Westrente.
Denn sicher und supi ist es nur in Putinistan.
Jedem steht es frei, zurück zu gehen!
Ich möchte euch dabei unterstützen!
:keks:
Sehr gut nur nicht einschüchtern lassen, alle betreiben Doping und krumme Geschäfte
nur der Osten hat verloren obwohl er gewonnen hat.

Weiter so dann wird sich die Weilt ändern

Grüße von mir persönlich an Putin

Disclaimer

Weitere Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel