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Marktkommentar BLI nach Brexit: Finanzsektor verliert, Fluchtwerte profitieren

Nachrichtenquelle: Asset Standard
29.07.2016, 10:27  |  867   |   |   

Nach dem britischen Referendum zugunsten des Austritts aus der Europäischen Union haben die Aktienmärkte negativ reagiert. Größter Verlierer war der Finanzsektor, während defensive Titel wie Konsum- und Gesundheitswerte von einem Rückzug auf Qualitätstitel profitierten. Darauf verweisen Guy Wagner, Chefanlagestratege der Banque de Luxembourg, und sein Team in der jüngsten Ausgabe der monatlichen "Investment-Highlights'.

Nach dem britischen Referendum für den Brexit haben die Aktienmärkte negativ reagiert. Nach zweitägigen Verlusten stabilisierten sie sich jedoch wieder, weil sie mit der Unterstützung der Zentralbanken rechnen. Letztere scheinen zur Stützung der Finanzmärkte bereit, falls die negative Reaktion anhalten sollte. Größter Verlierer war der Finanzsektor, während defensive Titel wie Konsum- und Gesundheitswerte von einem Rückzug auf Qualitätstitel profitierten. "Auch wenn das britische Votum für einen Austritt aus der Europäischen Union keinen allgemeinen Zusammenbruch der Börsen ausgelöst hat, wird deutlich, dass das Vertrauen eines Großteils der Bevölkerung in die politischen Institutionen immer weiter schwindet", sagt Guy Wagner, Chefanlagestratege der Banque de Luxembourg und Geschäftsführer der Kapitalanlagegesellschaft BLI - Banque de Luxembourg Investments. "Wenn dieser Vertrauensverlust auch die Zentralbanken erfasst, könnten die Aktienmärkte deutlich korrigieren. Bis dahin steigen die Aktien wegen fehlender Alternativen möglicherweise weiter an, auch wenn sich die wirtschaftlichen Fundamentaldaten nicht verbessern." Und weiter: "In einem Umfeld, das weiterhin von Ungewissheit bestimmt ist, schätzen Anleger normalerweise Qualität und Weitsichtigkeit. Auf den Aktienmärkten finden sich diese Eigenschaften normalerweise nicht in zyklischen Sektoren oder im Finanzbereich."

Federal Reserve und EZB lassen ihre Geldpolitik unverändert

Bei der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank im Juni, die wenige Tage vor dem "Brexit"-Referendum stattfand, beließ Fed-Chefin Janet Yellen die Zinsen unverändert. Sie begründete dies damit, dass ein Votum Großbritanniens für einen Austritt aus der Europäischen Union weltweit ungünstige wirtschaftliche und finanzielle Folgen haben könnte. Die Europäische Zentralbank (EZB) reagierte nicht auf das Ergebnis des britischen Referendums. Sie führt ihr Kaufprogramm von öffentlichen Schuldverschreibungen und Unternehmensanleihen der Eurozone wie geplant fort. Die Bank of England kündigte an, ihre Geldpolitik im Sommer lockern zu wollen, um die ungünstigen wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der britischen Volksabstimmung auszugleichen.

Stabiles und gemäßigtes Wachstum der Weltwirtschaft hält an

Unterdessen hält das stabile und gemäßigte Wachstum der Weltwirtschaft an. "In den USA beflügelt der Binnenkonsum weiterhin die Wirtschaftstätigkeit", betont der luxemburgische Ökonom. Die Investitionen der Unternehmen bleiben hingegen schwach. In Europa haben die politischen Unsicherheiten bislang keine Abkühlung der Konjunktur bewirkt, die - wenn auch in geringem Ausmaß - nach wie vor wächst. Auf japanischer Seite zögert die Regierung trotz der anhaltenden konjunkturellen Stagnation mit neuen Ankurbelungsmaßnahmen. "In China führen die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen zu einer sanften Landung des Wirtschaftswachstums auf Kosten einer weiter zunehmenden Verschuldung des Landes."

Staatsanleihen behalten trotz niedriger Renditen ihren Status als Fluchtwert

An den Rentenmärkten gingen die Zinsen im Juni weiter zurück. In Deutschland, Italien, Spanien und in den USA sanken die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen. Guy Wagner: "Aufgrund der zunehmenden politischen Unsicherheiten behalten die Staatsanleihen trotz der niedrigen Renditen ihren Status als Fluchtwert." Selbst bei negativen Renditen scheinen die Anleger ihre Positionen beibehalten oder aufstocken zu wollen. "Da eine weitere Zinserhöhung in den USA immer unwahrscheinlicher wird, dürfte sich die US-Zinskurve weiter abflachen."



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Nach dem britischen Referendum zugunsten des Austritts aus der Europäischen Union haben die Aktienmärkte negativ reagiert. Größter Verlierer war der Finanzsektor, während defensive Titel wie Konsum- und Gesundheitswerte von einem Rückzug auf Qualitätstitel profitierten. Darauf verweisen Guy Wagner, Chefanlagestratege der Banque de Luxembourg, und sein Team in der jüngsten Ausgabe der monatlichen "Investment-Highlights'.

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