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DAX-Chartanalyse: DAX im Sommerloch oder vor Kaufsignal?

DAX-Chartanalyse DAX im Sommerloch oder vor Kaufsignal?

Gastautor: Andreas Mueller
31.07.2016, 11:57  |  7455   |   |   

Signal der Vorwoche wurde am Montag aktiviert und verhalf DAX auf weitere Stufe der Aufwärtstrend-Treppe. Wie stabil diese ist und wo die nächsten Signale liegen, zeigt folgende Chartanalyse von Andreas Mueller auf.

Eine weitere Etage nach oben ging es im Deutschen Aktienindex während der letzten Juliwoche. Schlugen hier zum Monatsende noch einmal die Schnäppchenjäger zu oder fehlten wegen den nun einsetzenden Ferien in den meisten Bundesländern einfach die Verkäufer? Es war auf jeden Fall kein einfacher Anstieg, der in einer aktuellen Lustlosigkeit gipfelte. Doch der Reihe nach...

 

Kaufsignal aus Vorwochen-Analyse

 

Vor einer Woche beschrieb ich in der Analyse "DAX spielt Bäumchen wechsle Dich" (klick ->) zwei Trigger, die bei Ausbruch greifen könnten. Zur Erinnerung noch einmal das alte Chartbild und der Text als Zitat:

Das positive Szenario und damit weiter steigende Kurse mit Kursziel "Vor-Brexit-Abend" tritt spätestens ab Bruch der Wochenhochs auf den Plan. Hier gehe ich sogar noch einen Schritt weiter und zeichne einen ebenfalls seichten Trend ein. Er verbindet die Wochenhochs und wäre um 10.180 getriggert.

Das Kaufsignal wurde gleich am Montag zum Wochenstart aktiviert. 10.180 und damit die rot gepunktete Linie wurden überschritten, sofort danach die 10.200 als Wochenhoch schafften optischen Freiraum für weitere Kursgewinne. Als Daytrader konnte man dieses Signal sehr schön mit engem Stopp handeln, als Positionstrader wurde man jedoch am Nachmittag beim Rücklauf in die Ausbruchszone leider gestoppt. Symptomatisch für den Sommer, doch darauf komme ich gleich noch einmal zurück.

Im weitere Wochenverlauf konnte bereits am Folgetag die Marke von 10.200 zurückerobert und per Schlusskurs etabliert werden. Am Mittwoch ging die Bewegung dann weiter über 10.300, um dann...ja, um dann bis zum Wochenende in einer kleinen Range lustlos ein Sommerloch zu graben. Gründe dafür sind schnell gefunden. Die US-Notenbanksitzung FED änderte am Mittwoch wie vorab prognostiziert nichts an ihrer Nullzinspolitik. Extrem wenig Bewegung im Dow Jones und ein Schlusskurs auf Vortagesniveau waren das Ergebnis aus Sicht der Marktteilnehmer. Immerhin schaffte es der S&P 500 auf ein neues Allzeithoch. Jedoch fehlten bei der geringen Dynamik den anderen Märkten wie dem DAX weitere Impulse im Wochenverlauf.

Den erfolgten Ausbruch aus der Vorwochen-Range (mit Umweg über das Ausbruchsniveau) stelle ich hier im gezoomten Ausschnitt des Stundencharts DAX mit einem grünen Pfeil dar:

 

Zum Sommerloch bzw. der Sommerlethargie an den letzten beiden Handelstagen hatte ich im Facebook-Kanal dieses Bild eingestellt:

Jede vermeintliche Ausbruchsbewegung wurde schnell eingefangen und stellte sich als "Fake" heraus. Hier bedarf es (wie eingangs bereits angedeutet) einer sehr kurzfristigen Strategie, engen Stopps und der Bereitschaft, auch schnelle Gewinne zu realisieren. Denn auf einen starken Trend zu "hoffen" ist oft mit einer Vielzahl an Positionseröffnungen und -schließungen verbunden, bevor wirklich der prognostizierte Trend eintritt. Kurze und schnelle Trades sind des Daytraders Fachgebiet. Er muss aber auch einen Blick auf das übergeordnete Chartbild behalten. Von daher zoome ich an dieser Stelle wieder aus dem Chart heraus und betrachte das große Bild.

 

DAX im großen Bild

 

Auf 20 Monate zusammengeschoben sieht man im DAX ganz deutlich den Abwärtstrend, der mit dem Allzeithoch begann. Während der S&P 500 sein Allzeithoch bereits erreichte und der Dow Jones im Juli auch mehrfach ein neues Allzeithoch markierte, befindet sich der DAX noch immer in der Deckung.

Das Niveau vor der Brexit-Abstimmung wurde bereits wieder erreicht und leicht überschritten. Das klingt erst einmal positiv, doch sind hier die wirtschaftlichen Auswirkungen noch immer nicht gänzlich geklärt und auch der eigentliche Brexit ist noch nicht in die Wege geleitet. Die Engländer selbst stört dies aktuell (!) weniger, denn ihr DAX, auch FTSE genannt, ist bereits 17% über diesem Niveau. Wir sehen also auch hier eine Underperformance des Deutschen Marktes.

Im Chartbild sehen wir ganz deutlich die Wichtigkeit des aktuellen Bereichs. Denn von 10.300 bis 10.500 Punkte ist ein aktueller Widerstand etabliert, an dem der DAX bereits im Mai und Juni mehrfach gescheitert ist. Er begann bereits im September 2015 als obererer Konsolidierungsbereich nach dem massiven Ausverkauf infolge chinesischer Sorgen. Daher halte ich diese Zone im Chartbild fest und kombiniere sie mit dem Abwärtstrend ab Allzeithoch:

 

Ableitungen für die kommende Handelswoche

 

Die positive Ableitung daraus ist im Chart schon mit vermerkt. Kann sich der DAX durch diese dicke Widerstandszone kämpfen und damit auch den Abwärtstrend brechen, ist der Weg nach oben recht frei. Eine Aufhol-Rallye gegenüber den anderen internationalen Indizes wie dem FTSE, Dow Jones und S&P 500 wäre damit sehr wahrscheinlich, da sehr viele große Marktteilnehmer auf diese Marken schauen und entsprechende Orders dort liegen haben.

Wie weit diese Bewegung letztlich trägt, beantwortet übrigens Mick Knauff in folgendem Video die Frage "Welches Potential hat DAX noch?"

Das Chartbild trübt sich meines Erachtens erst bei Bruch der Lethargie-Zonen-Unterseite (Donnerstag/Freitag) ab 10.270 Punkten ein. Dann wäre die "Treppe" als weitere Stufe im Aufwärtstrend der letzten Wochen kaputt. Und wie das einmal beim Laufen auf einer Treppe ist: kommt man ins Stolpern, ist mit dem Fallen oftmals der Rückweg vorprogrammiert...

Zur Visualisierung nutze ich das Chartbild 1 weiter und gebe der aktuellen Stufe die blaue Farbe und den Trigger an der Unterkante, für das bärische Szenario.

 

Es gilt also in der kommenden Woche erneut auf die Verlaufshochs und -tiefs und die Dynamik an diesen Stellen zu achten. Vielleicht liegt der Vorteil in der kommenden Woche dann bei den Ausbruchstradern?

Ich wünsche natürlich jedem Trader, Anleger und Investor maximale Gewinne und freue mich über entsprechendes Feedback. Um immer zeitnah informiert zu werden, abonniert mich oder entsprechend auch andere Autoren. Ihr findet den Button oben rechts, wie bereits 138 andere auch...

Herzlichen Dank für Eure Unterstützung und viel Erfolg im Eigenhandel wünscht Andreas Mueller (Bernecker1977)

Wertpapier: DAX, Dow Jones, S&P 500


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Hinter Bernecker1977 steht der Trader, Referent und Coach Andreas Mueller. Er handelt seit rund 20 Jahren Indizes, Devisen und Rohstoffe an der Börse mit Futures, Derivaten und CFDs. Dabei basiert sein Trading auf Sentimentdaten und Charttechnik. Als studierter Diplom-Kaufmann streut Andreas Mueller seine Erfahrungen auf wallstreet-online bereits seit dem Jahr 2005 in den "Tages-Trading-Chancen" ein und ist dort Ansprechpartner für alle börsenrelevanten Fragen.

Weitere Informationen erhalten Sie in seinem Facebook-Kanal und auf seinem Blog www.bernecker1977.de

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Kommentare

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BullBearRider
31.07.16 17:30:53
Gefällt mir nicht, dass alle von einem Bruchbrechen der Anwärtstrendlinie sprechen, dann steigt die Wahrscheinlichkeit eines Abpralls an der Marke ;)
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Bernecker1977 [VIP]
31.07.16 15:42:15
Hallo Alexander111,

das ist wohl richtig, wenn die Notenbanken über Liquiditätsprogramm Nachfrage generieren, dann steigen die Kurse. Genau das sieht man dann aber auch im Chart, denn der steigt ebenfalls und wird somit eine Triggerlinie wie ein Wochenhoch oder den gezeigten Abwärtstrend brechen. Die Kausalkette lautet aus meiner Sicht immer "Wenn .... (Linie gebrochen)...Dann...(Einstieg)" und nicht umgekehrt. Ich hoffe dies kam auch so rüber ;)

Beste Grüße,
Andreas Mueller
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Alexander111
31.07.16 12:44:20
Ja wo sind denn hier die Aufkäufe der EZB ?
Ja wenn die kaufen geht nichts runter kann man bei den Charts gerne mit rein malen dann stimmt es wohl noch mehr, weil die EZB hällt sich einfach nicht an Linien Smile........

Disclaimer

DAX-Chartanalyse DAX im Sommerloch oder vor Kaufsignal?

Weiter nach oben ging es im DAX während der letzten Juliwoche. Nun warten jedoch große Herausforderungen im Chartbild und ein möglicher Sprung als Aufhol-Rallye gegenüber anderen internationalen Indizes.

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