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DAX bereitet das Ende der Baisse vor – Technische Analyse Spezial vom 03. August 2016
Foto: www.commerzbank.de

DAX bereitet das Ende der Baisse vor – Technische Analyse Spezial vom 03. August 2016

Gastautor: Achim Matzke
03.08.2016, 12:04  |  722   |   |   

MDAX weiterhin in der Seitwärtspendelbewegung
Während die Weltleitbörse in der New Yorker Wall Street und der S&P 500 ihren seit März 2009 laufenden Hausse-Zyklus zuletzt mit neuen All-Time-Highs fortgesetzt haben und ausgewählte europäische Schwergewichte mitgezogen wurden, stehen am deutschen Aktienmarkt aus technischer Sicht zunächst andere Themen im Fokus. Mit Blick auf den DAX steht das Verlassen des (Zwischen-)Baisse-Trends, der zurzeit bei ca. 10600 Punkten liegt, auf der technischen Tagesordnung. Der MDAX sollte noch viele Wochen mit der 16-monatigen, gestaffelten Resistance-Zone von 21600 bis 21700 Punkten zu kämpfen haben. Der TecDAX kommt mit einer Zeitverzögerung auch wieder in das technische Schlepptau der technologielastigen US-Aktienindizes.

DAX: 16-monatiger Baisse-Trend liegt bei 10600 Punkten
Aus langfristiger technischer Sicht befindet sich der DAX sowohl in einem Hausse-Zyklus als auch in einer (Zwischen-)Baisse. Der Hausse-Zyklus, der im März 2009 bei ca. 3589 Punkten startete, wird von einem zentralen Hausse-Zyklus-Trend, der zurzeit bei ca. 8800 Punkten liegt, begrenzt. Da sich das aktuelle DAX-Niveau – bei Berücksichtigung des Performance-Charakters des Index – auf dem Level von Anfang 2014 befindet, hat dieser Hausse-Zyklus deutlich an langfristigem Aufwärtsmomentum verloren. Im April 2015 und ausgehend von dem bisherigen All-Time-High bei ca. 12390 Punkten startete der DAX eine technische (Zwischen-)Baisse, wobei das bisherige Baisse-Low bei ca. 8699 Punkten (Februar 2016; neuer Support) entstanden ist. Diese (Zwischen-)Baisse wird von einem Baisse-Trend, der bei ca. 10600 Punkten liegt, begrenzt. Im DAX hat sich damit in den letzten drei Jahren eine ausgeprägte, breite Support-Zone herausgebildet. Diese umfasst die Kursbereiche von 8700 (Februar 2016), 8800/9000 (Ukraine-Problematik im Jahr 2014) und 9200/9325 Punkten (aus 2015 mit der Wirtschaftsabschwächung in China und dem VW-Dieselskandal; Brexit-Diskussion 2016). Aktuell fehlen die technischen Hinweise, dass der Index in den kommenden Wochen in bzw. durch diese Zone nach unten gedrückt wird, sodass eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass das Kursniveau von 8700 Punkten im Februar 2016 das Kurslow dieser (Zwischen-)Baisse war. Im Gegenteil, die technische Marktbreite im DAX hat sich in den letzten Wochen verbessert. Mittlerweise gibt es drei DAX-Titel, die zuletzt neue All-Time-Highs erreicht und weitere drei DAX-Werte, die neue Hausse- bzw. Jahres-Tops geliefert haben. Nach der mittelfristig überverkauften Lage im ersten Quartal 2016 ist die Kurserholung im DAX in den letzten Wochen in eine volatile Trading-Range mit der Support-Zone um 9500 Punkte und der gestaffelten Resistance-Zone von 10400 bis 10500 Punkte gemündet. Diese Trading-Range wurde trotz der Brexit-Belastung verteidigt. Zuletzt hat die Rekordfahrt an der Wall Street den DAX bis in die Resistance-Zone (10400 – 10500 Punkte) und in eine kurzfristig überkaufte Lage geführt. Einerseits sollte es nicht überraschen, wenn es im DAX im Umfeld dieser Resistance-Zone zu einer Konsolidierung kommt, andererseits arbeitet der Index bereits an der Kursetablierung oberhalb der waagerecht verlaufenden 200-Tage-Linie (aktuell bei ca. 10080 Punkten). Die technische Gesamtlage signalisiert, dass der DAX in den kommenden Wochen-/Monaten am Verlassen dieser Trading-Range (nach oben) arbeitet, wobei dann gleichzeitig ein Abschluss des (Zwischen-)Baisse-Trends ansteht.

MDAX: 16-monatige Resistance von 21500 bis 21700 im Fokus
Der MDAX befindet sich seit 30 Jahren in einer sehr langfristigen Hausse-Bewegung, die technische Hausse-Zyklen und technische Baissen beinhaltet. Seit März 2009 (Start: ca. 4120 Punkte) liegt wieder ein Hausse-Zyklus vor, wobei sich ab November 2012 (Kurse um 10960 Punkte) ein Hausse-Trend (Trendlinie aktuell bei ca. 19000 Punkten) ergeben hat. Nach der Aufwärtsbeschleunigung zum Jahreswechsel 2015/2016 bis auf die neue All-Time-Highs um 21680 Punkte hatte sich eine überkaufte Lage ergeben. In den Folgemonaten ergab sich eine Seitwärtspendelbewegung, die sich begleitet von der Gesamtmarktbaisse zu einer technischen Korrektur ausgeweitet hat. Hierbei liegt in den vergangenen 16 Monaten eine Trading-Range vor (Kernhandelsspanne: Support: 18000 bis 19000 Punkte; Resistance-Zone: 21600 bis 21700 Punkte). Zwar ist die mittelfristig überkaufte Lage längst in eine neutrale Position abgearbeitet worden, jedoch reichte die Rallye der letzten Wochen nur aus, um den MDAX von der unteren zur oberen Begrenzung der Handelsspanne zu führen. Da die Marktbreite im MDAX einen Ausbruch (bedeutet Sprung über 21600 bis 21700 Punkte) noch nicht vorbereitet hat, sollte der Index in den nächsten Wochen zunächst mit dieser Resistance-Zone kämpfen.

TecDAX: Mittelfristige technische Verbesserung

Der TecDAX bewegt sich seit Oktober 2011 in einem Hausse-Trend (Lows im Oktober 2011 bei 616 Punkten; im Oktober 2014 bei 1090 Punkten; im Juni 2016 bei 1490 Punkten). Dieser Trend liegt zurzeit bei ca. 1530 Punkten. Nach der Aufwärtsbeschleunigung im 1. Quartal 2015 konnte der TecDAX im weiteren Jahresverlauf seine relative Stärke im deutschen Indexvergleich bis zum Setzen des Hausse-Tops bei 1889 Punkten (neue Resistance-Zone) im Dezember 2015 durchhalten. Danach rutschte auch der TecDAX in eine (Zwischen-)Baisse, die aber insgesamt in einer volatilen Seitwärtspendelbewegung ablief. Hierbei ergab sich eine mittelfristige, gestaffelte Support-Zone von 1464 bis 1500 Punkten. Zuletzt bewegte sich der TecDAX noch zusätzlich in einer Kernhandelsspanne unterhalb des Resistance von 1680 bis 1720 Punkten. In den letzten Handelstagen ist der TecDAX mit einem Trading-Kaufsignal aus dieser Handelsspanne herausgelaufen und hat zusätzlich die 200-Tage-Linie gecrosst. Einerseits liegt eine mittelfristige technische Verbesserung vor und der Index hat eine Chance in Richtung 1800 Punkte weiterzusteigen, andererseits fehlen aber die Hinweise, dass der TecDAX wieder eine mittelfristige relative Stärke zum DAX oder MDAX aufbaut.

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Achim Matzke leitet den Bereich Technische Analyse & Index Research bei der Commerzbank. Nach dem Mathematik- und BWL-Studium startete er 1990 seine berufliche Karriere bei der Commerzbank. Er ist mit seinem Team maßgeblich für die Technische Analyse sowie die Erstellung von Prognosen und Strategien mit dem Schwerpunkt auf deutsche und europäische Aktien und Aktienindizes verantwortlich. 2014 wurde Achim Matzke von Thomson Reuters Extel Surveys erneut zum besten Analysten des Jahres für deutsche Aktien gewählt.

Achim Matzke ist in Printmedien (z.B. FAZ, Handelsblatt) ebenso als kompetenter Kolumnist tätig wie im TV als Interviewpartner bei ARD, CNBC und natürlich regelmäßig bei ideasTV.

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