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TagesInfo Rohstoffe: Ölpreise weiter im Aufwind  (17. August 2016)
Foto: www.commerzbank.de

TagesInfo Rohstoffe Ölpreise weiter im Aufwind (17. August 2016)

Gastautor: Eugen Weinberg
17.08.2016, 12:35  |  1279   |   |   

Energie: Die Ölpreise bleiben im Aufwind. Brent verteuerte sich gestern um knapp 2% und erreichte mit 49,3 USD je Barrel zwischenzeitlich ein 6-Wochenhoch. Der Preisrückgang zwischen Anfang Juni und Anfang August wurde damit zu etwa 70% wieder rückgängig gemacht. Mehrere Faktoren dürften den Preisanstieg unterstützt haben. Zu nennen ist die anhaltende Debatte um eine Einigung auf Produktionsobergrenzen wichtiger Ölproduzenten, welche gestern durch Kommentare aus Russland neue Nahrung erhielt. Demnach stünden Russland und die OPEC in einem anhaltenden Dialog miteinander, welcher bei einem Treffen im Oktober fortgesetzt werden soll. Wir erachten die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Produktionsober¬grenzen kommen wird und diese auch umgesetzt werden, als gering. Ein weiterer preisunter¬stützender Faktor war gestern der schwache US-Dollar (siehe Edelmetalle unten). Hinzu kommt die Nähe zur psychologisch wichtigen Marke von 50 USD je Barrel, welche kurzfristig orientierte Finanzanleger zurück in den Ölmarkt gelockt haben dürfte. Bereits in der letzten Berichtswoche kam es laut ICE zu einem merklichen Anstieg der spekulativen Netto-Long-Positionen bei Brent um 33,5 Tsd. Kontrakte. Das API berichtete gestern Abend einen Abbau der US-Rohölbestände um 1 Mio. Barrel. Dem standen Anstiege der Benzin- und Destillatevorräte um jeweils mehr als 2 Mio. Barrel gegenüber, was die Ölpreise heute etwas belastet. Das US-Energieministerium veröffentlicht die offiziellen Daten heute Nachmittag.

Produktideen: Classic Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD1AW6 Bull Oil WTI Light Crude Future Sep 2016 Hebel 3,1
CD5SZK Bear Oil WTI Light Crude Future Sep 2016 Hebel 3,9

Edelmetalle: Ein schwacher US-Dollar, der zeitweise gegenüber dem Euro auf ein 7-Wochentief abwertete, hat den Edelmetallpreisen gestern vorübergehend deutlichen Auftrieb gegeben. Gold stieg in der Spitze auf fast 1.360 USD je Feinunze, gab nach der Veröffentlichung von US-Konjunkturdaten am Nachmittag jedoch einen Großteil der Gewinne wieder ab. Heute Morgen fällt es weiter auf rund 1.340 USD zurück. Der schwache US-Dollar führt dazu, dass Gold in Euro gerechnet am Morgen bei 1.190 EUR je Feinunze auf einem 4-Wochentief notiert. In den USA ist die Kerninflationsrate im Juli im Vergleich zu Juni leicht auf 2,2% zurückgegangen. Vor einem Jahr lag sie noch bei 1,8%. Sie bleibt damit in einem schrittweisen Aufwärtstrend. Auch wurden positive Daten zur US-Industrieproduktion berichtet (siehe Industriemetalle auf Seite 2), was eine Zinserhöhung der US-Notenbank Fed in den Augen der Marktteilnehmer wieder wahrscheinlicher gemacht hat. Laut Fed Fund Futures ist die Wahrscheinlichkeit dafür noch in diesem Jahr auf gut 50% gestiegen, was dem höchsten Niveau seit Ende Juli entspricht. Heute Abend könnte das Protokoll der letzten FOMC-Sitzung vom 26./27. Juli Aufschluss über die weiteren Absichten der Fed geben. Aus den in dieser Woche veröffentlichten Pflichtmitteilungen der US-Börsenaufsicht SEC geht hervor, dass die Zuflüsse in den weltgrößten Gold-ETF, SPDR Gold Trust, von gut 4 Mio. Unzen im zweiten Quartal nahezu ausschließlich auf die berichtspflichtigen Großanleger wie Investmentgesellschaften, Banken und Hedgefonds zurückzuführen waren. Dadurch kommt eindrucksvoll die gestiegene Wertschätzung dieser Anlegergruppe gegenüber Gold zum Ausdruck.

Produktideen: Classic Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD9K1B Bull Gold Hebel 19,8
CD42L6 Bear Gold Hebel 15,7

Industriemetalle: Gute Daten zur US-Industrieproduktion haben den Metallpreisen gestern keinen Auftrieb gegeben. Die Industrieproduktion stieg im Juli im Vergleich zum Vormonat deutlich stärker als erwartet um 0,7%. Dies war zum einen auf eine wesentlich höhere Autoproduktion von zurückzuführen. Zum anderen trug auch der Bergbausektor positiv zu dieser Entwicklung bei, der mittlerweile anscheinend einen Boden gefunden hat. Ein wieder erstarkendes verarbeitendes Gewerbe dürfte generell zu einer soliden Nachfrage nach Rohstoffen beitragen. Im Metallbereich ist die USA hinter China der weltweit zweitgrößte Konsument. BHP Billiton, eines der größten Minenunternehmen der Welt, hat sich im Rahmen seiner gestrigen Gesamtjahresberichterstattung vorsichtig optimistisch zu den Aussichten am Rohstoffmarkt geäußert und geht von einer Stabilisierung der Preise aus. Der globale Kupfermarkt dürfte demnach wegen der Ausweitung der Produktion kurz- bis mittelfristig zwar noch gut versorgt sein, längerfristig erwartet das Unternehmen aber Angebotsdefizite. Hierbei spielt der Rückgang der Erzgehalte eine wesentliche Rolle. Daneben geht BHP Billiton von einer soliden Kupfernachfrage Chinas und einer beachtlichen Nachfragesteigerung in anderen Schwellenländern aus. Weniger rosig fällt die Einschätzung für Eisenerz aus. In den nächsten Jahren wächst das Angebot laut Unternehmensangaben stärker als die Nachfrage, da weiterhin neues, kostengünstiges Material an den Markt gebracht wird.

Produktideen: Classic Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD4GY3 Bull Copper Future Sep 16 Hebel 7,9
CD4GY8 Bear Copper Future Sep 16 Hebel 5,8

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Eugen Weinberg leitet seit März 2007 das Rohstoff-Research-Team bei der Commerzbank. Der Diplom- Wirtschaftsmathematiker ist in Russland geboren, kam im Jahr 1999 für ein MBA-Studium nach Deutschland. Danach war er als Fondsmanager und Rohstoffanalyst bei der BW-Bank in Stuttgart beschäftigt und baute im Anschluss den Bereich Rohstoff-Research bei der DZ Bank in Frankfurt auf. Bei der Commerzbank ist er mit seinem Team maßgeblich für die Erstellung der Prognosen und der Strategien im Rohstoffsektor verantwortlich.

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Energie: Die Ölpreise bleiben im Aufwind. Brent verteuerte sich gestern um knapp 2% und erreichte mit 49,3 USD je Barrel zwischenzeitlich ein 6-Wochenhoch. Der Preisrückgang zwischen Anfang Juni und Anfang August wurde damit zu etwa 70% wieder …

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Eugen Weinberg leitet seit März 2007 das Rohstoff-Research-Team bei der Commerzbank. Der Diplom- Wirtschaftsmathematiker ist in Russland geboren, kam im Jahr 1999 für ein MBA-Studium nach Deutschland. Danach war er als Fondsmanager und Rohstoffanalyst bei der BW-Bank in Stuttgart beschäftigt und baute im Anschluss den Bereich Rohstoff-Research bei der DZ Bank in Frankfurt auf. Bei der Commerzbank ist er mit seinem Team maßgeblich für die Erstellung der Prognosen und der Strategien im Rohstoffsektor verantwortlich.

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