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FC Bayern - Winterkorn Winterkorn ist ein „toller Mensch und Freund“ und bleibt Bayern-Aufsichtsrat

18.08.2016, 15:06  |  1721   |   |   

Vor Kurzem berichtete wallstreet:online über die Comeback-Pläne des früheren VW-Chefs Martin Winterkorn. Dieser trat bekanntlich im Zuge der Abgasaffäre im September 2015 zurück und konnte sich mit seinem neuen Leben wohl nicht so ganz anfreunden. Wie es heißt, wolle er weiter eine bedeutende Rolle in der Wirtschaft spielen und liebäugelt unter anderem mit einem Aufsichtsratsposten in DAX-Konzernen (mehr dazu hier).

Laut Winterkorn trage er keine persönliche Schuld am Diesel-Skandal und an den Machenschaften, die hinter seinem Rücken abgelaufen sind. Demzufolge müsste auch das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen ihn eingestellt werden. Dann wäre der Weg frei. Für einen seiner Posten ist er es bereits - ohne Wenn und Aber: Seinen Posten als Aufsichtsrat bei Bayern München wird Winterkorn behalten. „Wir arbeiten beim FC Bayern sehr gut mit ihm zusammen, sein Rat ist uns wichtig“, sagte Uli Hoeneß in einem Interview des „manager magazins“. Für die Bayern-Spitze mit Karl-Heinz Rummenigge, Karl Hopfner und ihn selbst sei daher immer klar gewesen: „Martin Winterkorn ist gewählt bis 2018, und er wird das Mandat erfüllen.“ Hoeneß ergänzte, Winterkorn sei ein „toller Mensch“ und für ihn ein „persönlicher Freund“.

Winterkorn war wegen des Skandals um Millionen Autos mit manipulierten Abgaswerten vor knapp einem Jahr zurückgetreten. Hoeneß war in einer ähnlichen Situation: Er hatte den FC Bayern seit 1979 in verschiedenen Funktionen geführt. Dann musste er eine Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung verbüßen und legte 2014 alle Clubämter nieder. Inzwischen kündigte er allerdings an, im November erneut für das Amt des Vereinspräsidenten zu kandidieren.

Hoeneß riet Winterkorn in dem „manager-magazin“-Interview, „er sollte sich nicht verstecken“. Er selbst habe das auch nicht gemacht, wenn er am Wochenende Hafturlaub hatte. „Ich bin mit meiner Familie ins Restaurant gegangen, war auch Golf spielen.“ Winterkorn habe erst recht keinen Grund, sich zurückzuziehen. Hoeneß ergänzte, er könne sich auch vorstellen, dass Winterkorns Rat noch anderswo gefragt sei als beim FC Bayern. „Das muss ja kein Autounternehmen sein.“
 

Hintergrund - VW-Dieselskandal:

Im September hatte der VW-Konzern eingestanden, bei Abgas-Tests auf dem Prüfstand mithilfe einer Software die Ergebnisse für Dieselwagen manipuliert zu haben. Danach verging nahezu kein Tag ohne neue Nachrichten zum VW-Abgas-Skandal: Rücktritte, Betrugsermittlungen, eine Gewinnwarnung, teure Rückrufaktionen, Entschuldigungen, Transparenzoffensiven, das Zittern der Bundesliga vor einem Rückzug des Großsponsors Volkswagen. Dann brachte ein Whistleblower neue VW-Enthüllungen ans Licht. Zum Dieselgate gesellte sich das Benzingate. Und die Prüfinstitute standen nun selbst auf dem Prüfstand. Neben Ausgaben für dir und 11 Millionen Rückrufe drohen dem Konzern erhebliche Kosten, etwa für Klagen und möglichen Schadenersatz (lesen Sie mehr dazu hier).

In der Folge des VW-Abgasskandals fuhr der Volkswagenkonzern auch zum ersten Mal seit 20 Jahren einen Quartalsverlust ein. Die Zahlen waren sogar noch schlechter als befürchtet. Das Dieselgate hatte dem Konzern zum Oktober nach Bekanntwerden des Skandals einen Verlust von 3,5 Milliarden Euro vor Zinsen und Steuern (Ebit) eingebrockt. Auch unter dem Strich präsentierte sich das Ergebnis mit minus 1,7 Milliarden Euro tiefrot (mehr dazu hier). 



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Kommentare

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T_R81
25.08.16 14:07:26
Winterkorn, Hoeness: eine Schande für unser Land. Beide. Genauso wie unser inakzeptabler "Justizminister" von der SPD, der öffentlich einer linksextremen Musikergruooe applaudiert, welche Hasslieder gegen Deutschland singt :

Textbeispiel : "Deutschland ist scheiße, Deutschland ist Dreck! Gib mir ein "like" gegen Deutschland!
(...)Deutschland verrecke das wäre wunderbar!"

Heiko Maas, die Oberschande für Deutschland. Wie tief muss dieses Land noch sinken ?
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T_R81
25.08.16 13:56:39
Volkswagen = Millionenfacher Betrug. Und dafür, für diese hochkriminellen Machenschaften trägt Winterkorn keine persönliche Schuld? Was für ein persönliches Armutszeugnis und was für ein Schaubild wohin Deutschland absackt, was für ein trauriger Zustand wenn Kriminelle sich in der Öffentlichkeit so zur Schau stellen.
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RainerLippke
19.08.16 06:10:58
Hat es nur für mich einen schlechten Geschmack, wenn Hoeneß Winterkorn ein Leumundszeugnis erstellt? Wenn ein Betrüger an der Allgemeinheit einem Betrüger an der Allgemeinheit die saubere Weste attestiert? Wenn beide sich die Hände reichen und weitermachen, als ob nie etwas geschah? Als ob beide niemals betrogen hätten? Für Hoeneß gilt, daß er seine Strafe, wenn auch sehr gemildert, verbüßt hat. Aber für Winterkorn? Entweder der unfähigste, doch bestbezahlteste Manager aller Zeiten oder aber ein gnadenloser Betrüger.
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ms_73
18.08.16 20:23:10
Gangster's Paradise :-)
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unnerfrangge
18.08.16 18:36:40
Hoeness&Winterkorn.Gleich&gleich gesellt sich gern.Pfui FCB!

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FC Bayern - Winterkorn Winterkorn ist ein „toller Mensch und Freund“ und bleibt Bayern-Aufsichtsrat

Uli Hoeneß legt sich für den früheren VW-Chef Martin Winterkorn ins Zeug. Dieser war wegen des Skandals um Millionen Autos mit manipulierten Abgaswerten vor knapp einem Jahr zurückgetreten. Hoeneß war in einer ähnlichen Situation und im Knast.

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