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MiFID II Banken hinken bei Umsetzung hinterher

18.08.2016, 14:18  |  947   |   |   

Telefonaufzeichnung, Beratungsprotokolle, Geeignetheitsprüfung oder auch Performance-Reports – auf die Finanzbranche kommt mit MiFID II ein erheblicher Mehraufwand zu. Noch scheint das aber nicht bei allen Kreditinstituten angekommen zu sein.

Das jedenfalls zeigt der MiFID II-Readiness-Index der PPI AG an. Er soll den aktuellen Stand der Umsetzung widerspiegeln. Dazu wurden bereits zum vierten Mal MiFID-II-Verantwortliche aus 50 Kreditinstituten befragt. Die Befragung von Mai 2016 macht deutlich: Banken lassen sich Zeit. Derzeit liege der Readiness-Index bei 27 Prozent, so der „Bank-Blog“. Und damit nur leicht über dem Wert von September 2015. „Jedes vierte Institut pausiert mit dem gesamten Umsetzungsprozess, 63 Prozent nehmen sich generell mehr Zeit für die strategische Ausrichtung der Geschäftsmodelle sowie die Anpassung der IT und Prozesse.“ Zwar habe sich der Starttermin der Richtlinie um ein Jahr verschoben, dennoch seien Banken damit von dem Soll-Wert von 55 Prozent Readiness weit entfernt. Nur zwölf Prozent der Befragten geben an, alle Maßnahmen trotz Verschiebung wie geplant umzusetzen.  

Dabei sollten sich Institute nicht allzu lange ausruhen. Denn eine nochmalige Verschiebung der Finanzmarktrichtlinie hält Dr. Markus Lange, Rechtsanwalt und Partner bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG für ausgeschlossen.

(TL) 

Themen: Banken, Wirtschaft, FI


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Teresa Laukötter hat den M. Sc. in Volkswirtschaft der Universität Maastricht. Als Redakteurin und Content-Managerin bei €uro Advisor Services GmbH ist sie zuständig für die Top-Themen auf www.fundresearch.de.

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