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Regierungskoalitionen Schluss mit Groko? "Ich halte Schwarz-Grün für eine attraktive Option"

19.08.2016, 11:05  |  932   |   |   

Schwarz-Grün im Bund geht nicht? Geht doch! So sieht es der hessische Ministerpräsident und stellvertretende CDU-Vorsitzende Volker Bouffier. Die schwarz-grüne Koalition in Hessen habe sich „für beide Seiten gelohnt“, so Bouffier gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. „Schwarz-Grün war eine gute, richtige Entscheidung.“ Warum dann nicht den nächsten Schritt wagen? „Ich halte Schwarz-Grün für eine attraktive Option“, sagte er mit Blick auf die Bundestagswahl im nächsten Jahr.

Doch das sehen nicht alle im Regierungslager so. Vor allem aus den Reihen der CSU kommt Widerstand. Jüngst hatte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt ein schwarz-grünes Regierungsbündnis erneut und ausdrücklich ausgeschlossen. Doch Bouffier will nicht locker lassen: „Wir haben beide viel voneinander gelernt.“ Bei manchen Themen habe er heute einen anderen Blick als früher. „Wenn wir etwa über Ernährung reden, über Verbraucherschutz oder das Tierwohl. Wir halten solche Themen nicht mehr für spinnerte Geschichten.“

Man respektiere sich gegenseitig, so das Erfolgsrezept seiner schwarz-grünen Koalition. Vor allem auch die Eigenständigkeit beider Parteien. Damit sei auch die CDU für die Grünen ein attraktiver Regierungspartner. „Das ist ein wesentlicher Unterschied dazu, wie die Sozialdemokraten die Grünen behandelt haben. Die SPD hat noch immer den Eindruck, die Grünen seien ein abgefallener Teil ihrer selbst – und behandelt sie gelegentlich auch so.“

Und wie steht es mit den eigenen Plänen, wurde doch Bouffier hinter vorgehaltener Hand als schwarz-grüner Kandidat Nachfolger von Joachim Gauck als Bundespräsident gehandelt? „Zum einen muss man sich nicht schämen, wenn andere einem etwas zutrauen“, sagte er dem Nachrichtenmagazin. „Zum anderen ist der Ausgangspunkt solcher Spekulationen der Umstand, dass CDU und Grüne in Hessen regieren und das sehr gut läuft. Dass das ein gewisses Interesse am zuständigen Ministerpräsidenten auslöst, kann ich verstehen.“ 



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