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TagesInfo Rohstoffe: Brentölpreis auf 2-Monatshoch (19. August 2016)
Foto: www.commerzbank.de

TagesInfo Rohstoffe Brentölpreis auf 2-Monatshoch (19. August 2016)

Gastautor: Eugen Weinberg
19.08.2016, 11:40  |  821   |   |   

Energie: Der Höhenflug der Ölpreise setzte sich gestern den sechsten Tag in Folge fort. Brentöl verteuerte sich um 2% und kletterte am Morgen auf ein 2-Monatshoch von mehr als 51 USD je Barrel. Seit Anfang August ist Brent damit um fast 10 USD gestiegen. WTI legte gestern sogar um 3% zu. Mit knapp 49 USD je Barrel war WTI zwischenzeitlich so teuer wie zuletzt Anfang Juli. Neue preisunterstützende Nachrichten gab es gestern nicht. Es reicht derzeit schon aus, dass es keine preisbelastenden Nachrichten gibt, damit sich der Anstieg fortsetzt. Die CFTC-Daten werden heute Abend zeigen, wie stark der Preisanstieg seit Mitte letzter Woche spekulativ getrieben war. Alles andere als ein deutlicher Anstieg der spekulativen Netto-Long-Positionen bei WTI würde überraschen. Ebenfalls heute Abend veröffentlicht Baker Hughes aktuelle Daten zur Bohraktivität in den USA. Diese war zuletzt sieben Wochen in Folge gestiegen. Einen ununterbrochenen Anstieg über acht Wochen gab es zuletzt vor über zwei Jahren. Der Ölpreisanstieg steht somit auf wackeligen Beinen.
Der nächstfällige Kohle-Future an der ICE notiert derzeit mit über 60 USD je Tonne gut 40% höher als im Rekordtief Mitte Februar auf dem höchsten Niveau seit Anfang 2015. Maßgeblicher Treiber der Preisrally ist die Erholung der chinesischen Kohleimporte, die dem massiven Produktionsrückgang im eigenen Land geschuldet ist. Wir sind allerdings skeptisch, dass das Preisniveau nachhaltig ist. Denn Chinas Importsog könnte wieder nachlassen. Schließlich wächst die heimische Nachfrage immer langsamer und zugleich könnte die staatlich instruierte Produktionsbremse gelockert werden. Zudem hat die Preiserholung eine Aufwertung der Währungen großer Anbieterländer begünstigt, was die Konsolidierung in dem lange Zeit überversorgten Kohlemarkt stoppen könnte.

Produktideen: Classic Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD9QR8 Bull Oil WTI Light Crude Future Oct 2016 Hebel 8,6
CD5SZS Bear Oil WTI Light Crude Future Oct 2016 Hebel 7,4

Edelmetalle: Gold rutscht zum Wochenausklang wieder unter 1.350 USD je Feinunze. Ein etwas festerer US-Dollar und weitere ETF-Abflüsse von 1,3 Tonnen sind dabei wohl die Belastungsfaktoren. Zudem hat sich gestern der Präsident der New York Fed, William Dudley, für eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank ausgesprochen, da ein zu langes Abwarten seiner Meinung nach zu hoher Inflation und Vermögenspreisblasen führen könnte. Dudley gehört eigentlich dem Lager der „Tauben“ an und war bislang eher zurückhaltend. Schlussendlich wird es aber wohl auf die Daten ankommen, wann die Fed das nächste Mal die Zinsen anhebt. Zwar könnte ein sehr starker US-Arbeitsmarktbericht Anfang September schon ausreichen, damit die Fed die Zinsen bereits im nächsten Monat erhöht. Wir halten aber eine Zinserhöhung auf der Dezember-Sitzung für wahrscheinlicher, da dann auch die Daten für das dritte Quartal vorliegen. Silber gibt heute Morgen etwas stärker nach als Gold und handelt bei 19,6 USD je Feinunze. Gestern gab es mit 80,6 Tonnen einen weiteren starken Zufluss in die Silber-ETFs. Die Bestände der von Bloomberg erfassten Silber-ETFs wurden damit seit Monatsbeginn um gut 200 Tonnen aufgebaut. Dem Silberpreis gab dies jedoch keine Unterstützung – im Gegenteil, dieser notiert knapp 4% unter dem Niveau zu Monatsbeginn.

Produktideen: Classic Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD2SUV Bull Gold Hebel 6,5
CD7FDJ Bear Gold Hebel 9,0

Industriemetalle: Anfang der Woche hat das chinesische Land- und Ressourcenministerium die vorübergehende Schließung aller 26 Zink- und Bleiminen in der Hauptabbau-Provinz Hunan bekannt gegeben. Die Schließungen erfolgten demnach aus Sicherheitsgründen und um Arbeitsunfälle zu vermeiden. Laut Angaben des chinesischen Analysehauses SMM ist durch die Maßnahme der Regierung eine Minenproduktion von 150-200 Tsd. Tonnen betroffen, was bis zu 4% der letztjährigen gesamten chinesischen Zinkminenproduktion entspricht. Dies dürfte zur erwarteten Knappheit von Zinkkonzentrat in China beitragen. Schon Ende Juni hatte das staatliche Research-Institut Antaike für 2016 ein Angebotsdefizit von 390 Tsd. Tonnen am chinesischen Markt für Zinkkonzentrat prognostiziert. Die nun erfolgten Minenschließungen könnten dazu beitragen, dass sich auch der Markt für Zinkraffinade weiter anspannt, zumal die chinesischen Zinkschmelzen gemäß Daten des Nationalen Statistikbüros schon in den ersten sieben Monaten des Jahres etwas weniger Zinkraffinade als im Vorjahr produziert hatten. Die Auswirkungen der Minenschließungen auf die Produktion von Blei halten wir dagegen für weniger kritisch. Denn der Bleimarkt scheint gut versorgt, was durch eine im Jahresvergleich um 7% gestiegene Bleiproduktion in China von Januar bis Juli 2016 unterstrichen wird. Zudem haben sich die Bleivorräte in den Lagerhäusern der SHFE seit Jahresbeginn fast vervierfacht, während sie bei Zink gefallen sind.

Produktideen: BEST Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD7GEJ Bull Copper Future Sep 16 Hebel 13,5
CD5VFP Bear Copper Future Sep 16 Hebel 16,4

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Themen: USD, Blei, Zink


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Eugen Weinberg leitet seit März 2007 das Rohstoff-Research-Team bei der Commerzbank. Der Diplom- Wirtschaftsmathematiker ist in Russland geboren, kam im Jahr 1999 für ein MBA-Studium nach Deutschland. Danach war er als Fondsmanager und Rohstoffanalyst bei der BW-Bank in Stuttgart beschäftigt und baute im Anschluss den Bereich Rohstoff-Research bei der DZ Bank in Frankfurt auf. Bei der Commerzbank ist er mit seinem Team maßgeblich für die Erstellung der Prognosen und der Strategien im Rohstoffsektor verantwortlich.

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Eugen Weinberg leitet seit März 2007 das Rohstoff-Research-Team bei der Commerzbank. Der Diplom- Wirtschaftsmathematiker ist in Russland geboren, kam im Jahr 1999 für ein MBA-Studium nach Deutschland. Danach war er als Fondsmanager und Rohstoffanalyst bei der BW-Bank in Stuttgart beschäftigt und baute im Anschluss den Bereich Rohstoff-Research bei der DZ Bank in Frankfurt auf. Bei der Commerzbank ist er mit seinem Team maßgeblich für die Erstellung der Prognosen und der Strategien im Rohstoffsektor verantwortlich.

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