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TagesInfo Rohstoffe: Ölpreise auf Tauchstation (22. August 2016)
Foto: www.commerzbank.de

TagesInfo Rohstoffe Ölpreise auf Tauchstation (22. August 2016)

Gastautor: Eugen Weinberg
22.08.2016, 11:44  |  995   |   |   

Energie: Die Ölpreise starten mit Verlusten in die neue Handelswoche. Brent und WTI geben um jeweils 2% auf 50 USD bzw. 47,5 USD je Barrel nach. Am Freitag war Brent zwischenzeitlich auf ein 2-Monatshoch von 51,2 USD je Barrel gestiegen. Vom Tief zu Monatsbeginn bedeutete dies ein Plus von mehr als 20%. Der Preisrückgang im Juli wurde somit innerhalb von zwei Wochen vollständig wieder wettgemacht. Nach einem solch fulminanten Anstieg ist ein Rücksetzer völlig normal. Wir sehen weiteres Korrekturpotenzial. Argumente dafür gibt es reichlich. So vermeldete der Öldienstleister Baker Hughes am Freitag nach Handelsschluss in den USA den achten Wochenanstieg der Bohraktivität in Folge. Eine derartige Serie gab es zuletzt vor mehr als zwei Jahren, als die Ölpreise noch oberhalb von 100 USD notierten. Seit dem Tief Ende Mai ist die Zahl der aktiven Ölbohrungen in den USA um 90 gestiegen. Sie liegt damit auf einem 6-Monatshoch, was auf eine Stabilisierung der US-Schieferölproduktion hindeutet. Deren Rückgang war für die um 1 Mio. Barrel pro Tag gesunkene US-Rohölproduktion seit Mitte 2015 maßgeblich verantwortlich gewesen. Auch aus China kommen am Morgen preisbelastende Nachrichten. Laut der dortigen Zollbehörde stiegen die chinesischen Netto-Exporte von Benzin und Diesel im Juli auf ein Rekordniveau von 2,5 Mio. Tonnen. Davon entfielen gut 1,5 Mio. Tonnen auf Diesel, was ebenfalls einem Rekordniveau entsprach. Bei Diesel haben sich die Ausfuhren im Jahresvergleich nahezu verdreifacht, bei Benzin mehr als verdoppelt. Damit trägt China zum Überangebot bei Ölprodukten bei.

Produktideen: Unlimited Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD9RN2 Bull Oil Brent Future Oct 2016 Hebel 11,2
CD7AJ6 Bear Oil Brent Future Oct 2016 Hebel 11,2

Edelmetalle: Die Edelmetallpreise stehen wie der gesamte Rohstoffsektor zum Wochenauftakt unter Druck. Belastet werden sie offenbar durch den festen US-Dollar, steigende Anleiherenditen und deutlich gestiegene Zinserwartungen in den USA. Laut Fed Fund Futures liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der US-Notenbank Fed in diesem Jahr jetzt wieder bei über 60%. Der Markt interpretiert offenbar eine gestrige Rede von Fed-Vize Stanley Fischer als „hawkish“. Gold fällt auf ein 2-Wochentief von gut 1.330 USD je Feinunze und handelt in Euro gerechnet nur noch bei rund 1.180 EUR je Feinunze, dem niedrigsten Stand seit dem Brexit-Referendum Ende Juni. Besonders auffällig ist die Preisschwäche von Silber. Das überwiegend in der Industrie verwendete Edelmetall fällt heute Morgen um 2,5% auf 18,8 USD je Feinunze und damit auf ein 7-Wochentief, nachdem es am Freitag schon um über 2% nachgegeben hatte. Das Gold/Silber-Verhältnis ist daraufhin erstmals seit Ende Juni wieder über 70 gestiegen. Auch Platin und Palladium stehen unter Abgabedruck, halten sich aber noch knapp über den Marken von 1.100 USD bzw. 700 USD je Feinunze. Die von Bloomberg erfassten Platin-ETFs verzeichneten am Freitag mit 26 Tsd. Unzen den höchsten Tagesabfluss seit fünf Wochen. Diesmal waren die Platin-ETFs des Fondsanbieters ETF Securities hierfür verantwortlich. Die Bestände der Platin-ETFs insgesamt wurden damit seit Jahresbeginn um 123 Tsd. Unzen abgebaut.

Produktideen: Classic Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD7FE7 Bull Gold Hebel 6,0
CD8BS6 Bear Gold Hebel 5,7

Industriemetalle: Von der Schwäche im Rohstoffsektor bleiben auch die Industriemetalle nicht verschont. Diese geben zum Start in die neue Handelswoche in der Breite nach. Nickel als größter Verlierer fällt unter 10.200 USD je Tonne auf ein 5-Wochentief. Trotz der rückläufigen Preise setzt die philippinische Regierung ihren Reformkurs im Bergbausektor unvermindert fort. So soll das seit 1995 bestehende Minengesetz im Eilverfahren geändert werden. Laut Aussagen des Vorsitzenden des Rohstoff-Ausschusses wird sogar ein Exportverbot von unbehandelten Erzen nach indonesischem Vorbild in Erwägung gezogen. Die Regierung will damit einen Paradigmenwechsel in der Minenindustrie bewirken und erzwingen, dass die abgebauten Erze auf den Philippinen verarbeitet werden. Damit würde ein größerer Teil der Wertschöpfungskette im Land selbst verbleiben. 2014 war ein solcher Versuch an der mangelnden Unterstützung im Parlament gescheitert. Die Überprüfung der Minen des Landes, ob diese internationale Umweltstandards erfüllen, soll Ende des Monats abgeschlossen werden. Bis dahin ist möglicherweise mit weiteren Minenschließungen zu rechnen. Dies hat wohl vor allem Auswirkungen auf den Nickelmarkt, da die Philippinen der weltweit größte Exporteur von Nickelerzen sind. Gemäß Daten der International Nickel Study Group war der globale Nickelmarkt im ersten Halbjahr 2016 bereits mit 36,8 Tsd. Tonnen unterversorgt. Zur gleichen Zeit im Vorjahr bestand noch ein Angebotsüberschuss von 42,5 Tsd. Tonnen.

Produktideen: BEST Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CR74RC Bull Copper Future Sep 16 Hebel 5,2
CN4NA0 Bear Copper Future Sep 16 Hebel 5,1

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Themen: Öl, USD, Nickel


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Eugen Weinberg leitet seit März 2007 das Rohstoff-Research-Team bei der Commerzbank. Der Diplom- Wirtschaftsmathematiker ist in Russland geboren, kam im Jahr 1999 für ein MBA-Studium nach Deutschland. Danach war er als Fondsmanager und Rohstoffanalyst bei der BW-Bank in Stuttgart beschäftigt und baute im Anschluss den Bereich Rohstoff-Research bei der DZ Bank in Frankfurt auf. Bei der Commerzbank ist er mit seinem Team maßgeblich für die Erstellung der Prognosen und der Strategien im Rohstoffsektor verantwortlich.

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Energie: Die Ölpreise starten mit Verlusten in die neue Handelswoche. Brent und WTI geben um jeweils 2% auf 50 USD bzw. 47,5 USD je Barrel nach. Am Freitag war Brent zwischenzeitlich auf ein 2-Monatshoch von 51,2 USD je Barrel gestiegen. Vom Tief …

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Eugen Weinberg leitet seit März 2007 das Rohstoff-Research-Team bei der Commerzbank. Der Diplom- Wirtschaftsmathematiker ist in Russland geboren, kam im Jahr 1999 für ein MBA-Studium nach Deutschland. Danach war er als Fondsmanager und Rohstoffanalyst bei der BW-Bank in Stuttgart beschäftigt und baute im Anschluss den Bereich Rohstoff-Research bei der DZ Bank in Frankfurt auf. Bei der Commerzbank ist er mit seinem Team maßgeblich für die Erstellung der Prognosen und der Strategien im Rohstoffsektor verantwortlich.

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