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Aktien Europa: Deutliche Verluste vor Notenbanktreffen - Ifo-Index enttäuscht
Foto: wallstreet:online - 123rf.com

Aktien Europa Deutliche Verluste vor Notenbanktreffen - Ifo-Index enttäuscht

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
25.08.2016, 10:58  |  655   |   |   

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - An den europäischen Börsen hat sich die Stimmung am Donnerstag wieder deutlich eingetrübt. Händlern verwiesen als Belastung unter anderem auf die leichten Verluste an den Börsen in Asien, die auch diesseits des Atlantiks noch negativ nachwirkten. Hinzu komme die Zurückhaltung der Anleger vor dem Treffen der Notenbanker im US-amerikanischen Ort Jackson Hole.

Am späten Vormittag fiel der EuroStoxx 50 um 1,14 Prozent auf 2974,42 Punkte. Zur Wochenmitte hatte der Leitindex der Eurozone noch an seine Vortagesgewinne angeknüpft. Der französische CAC-40-Index büßte 1,24 Prozent auf 4380,59 Punkte ein. Für den britischen Leitindex FTSE 100 ging es um 0,76 Prozent auf 6783,73 Punkte nach unten.

Die Anleger erhoffen sich von einer Rede der Notenbankchefin Janet Yellen am Freitag Hinweise auf den künftigen Kurs der Geldpolitik. Die US-Notenbank Fed hatte im Dezember als einzige führende Notenbank erstmals seit der Finanzkrise den Leitzins angehoben. Nun steht die Frage im Raum, wann die Fed weiter an der Zinsschraube dreht. Eine zu scharfe Gangart der Währungshüter könnte die weltweite Konjunktur abwürgen.

Auch jüngste Konjunkturdaten verunsicherten die Anleger: Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hatte sich im August überraschend eingetrübt. Das Ifo-Geschäftsklima fiel zum Vormonat um 2,1 Punkte auf 106,2 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte.

Angesichts des weiterhin hohen Niveaus des Ifo-Geschäftsklimaindex seien Wachstumszweifel zwar nicht angebracht, schrieb Analystin Viola Julien von der Landesbank Halaba. Eine Zunahme der konjunkturellen Dynamik sei aber ebenso wenig zu konstatieren.

Aus Branchensicht gerieten Pharmawerte europaweit am stärksten unter Druck. Der entsprechende Subindex im breiten Stoxx 600 Europe fiel um 2,16 Prozent. Die Konzerne litten unter der Aussage der US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, die Medikamentenausgaben in den USA zukünftig begrenzen zu wollen, sagte Händler Andreas Lipkow von Kliegel & Hafner.

Insofern fielen die Aktien von Novartis trotz guter Unternehmensnachrichten mit einem Minus von knapp 2 Prozent an das Ende des Schweizer Leitindexes SMI . Der Pharmakonzern erzielte positive Studienergebnisse für sein Multiple-Sklerose-Medikament Siponimod.

Auch die auslaufende Berichtssaison lieferte noch Impulse. So stiegen die Aktien der seit kurzem fusionierten Supermarktkette Ahold Delhaize um rund 1,5 Prozent. Der Gewinn des neuen Einzelhandelsriesens hatte positiv überrascht.

In London sorgte der Baustoffhersteller CRH mit seinen Geschäftszahlen für Freude: Die Papiere gewannen gut 2 Prozent. Das Unternehmen habe von der anhaltenden Stärke des Geschäfts in Amerika profitiert, schrieb Analyst Barry Dixon von Davy Research./la/das

Wertpapier: E-Stoxx 50, CAC 40, FTSE 100


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