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Aktien Asien: Keine klare Tendenz - Fed-Aussagen kommen unterschiedlich gut an
Foto: Wu Hong - dpa

Aktien Asien Keine klare Tendenz - Fed-Aussagen kommen unterschiedlich gut an

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
29.08.2016, 09:56  |  698   |   |   

TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY/MUMBAI (dpa-AFX) - An den asiatischen Aktienmärkten hat sich zu Wochenbeginn keine einheitliche Richtung durchgesetzt. Nach den jüngsten Aussagen von Notenbankern aus den USA waren die Kurse am Montag davon abhängig, ob sich der erstarkte US-Dollar regional gut oder schlecht auf die jeweilige wirtschaftliche Entwicklung auswirkt. In Australien ging es wegen nachgebender Rohstoffpreise abwärts, in Japan dagegen profitierten Exportwerte vom schwächeren Yen. Für den kontinentalen, aber stark japanlastigen Sammelindex Stoxx 600 Asia/Pacific ging es folglich um 0,45 Prozent auf 164,95 Punkte nach oben.

Der japanische Leitindex Nikkei-225 rückte am Montag um 2,30 Prozent auf 16 737,49 Punkte vor und egalisierte damit seine Verluste aus der Vorwoche. Hintergrund war, dass die Notenbanker aus den USA ihre heimische Wirtschaft weiter im Aufschwung sehen und so die Spekulationen um eine weitere Leitzinserhöhung anheizten. Der kräftige Schub für den US-Dollar belastete im Umkehrschluss den Yen, den japanischen Export erleichtert.

Große Profiteure dieser Entwicklung waren die Aktien aus der japanischen Auto- oder Elektronikindustrie. Toyota und Toshiba legten jeweils um rund 4 Prozent zu, Mazda und Casio kamen sogar auf Kursgewinne im Größenbereich von circa 6 Prozent. Zusätzlichen Rückenwind verlieh eine Aussage des Gouverneurs der Bank of Japan, Haruhiko Kuroda, der im eigenen Land weiteren Spielraum für geldpolitische Lockerungen in Japan sieht.

In China kamen die Kurse dagegen nicht recht vom Fleck: Der CSI-300-Index, der die Entwicklung der 300 größten in Shanghai und Shenzhen notierten Aktien abbildet, verabschiedete sich mit einem hauchdünnen Plus von 0,02 Prozent bei 3307,78 Punkten aus dem Handel.

An den übrigen asiatischen Börsen dominierten dagegen die roten Vorzeichen: In Hongkong verlor der Hang-Seng-Index zuletzt 0,40 Prozent auf 22818,26 Punkte. Prada-Aktien konnten sich dort dem Marktumfeld entziehen, nachdem das Quartalsergebnis besser ausgefallen war als erwartet. Der Sprung nach oben um rund 13 Prozent wurde am Markt mit der Hoffnung begründet, dass der Luxusgüterkonzern mit seinen Geschäften den Wendepunkt erreicht hat.

In Australien, einem der rohstoffreichsten Länder der Welt, wurden etwas höhere Verluste unter anderem mit fallenden Gold- und Kupferpreisen begründet, die ebenfalls eine Folge des erstarkten Dollars waren. Der Leitindex ASX 200 sank in Sydney um 0,84 Prozent auf 5469,22 Punkte. In Mumbai stand der indische Sensex-Index kurz vor Handelsende kaum verändert bei 27 791,97 Punkten./tih/das

Themen: Aktien, Dollar, Japan


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