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Bilanzen geschönt Betrug enthüllt: US-Börsenaufsicht belohnt Ex-Monsanto-Mitarbeiter mit 22,5 Millionen Dollar

31.08.2016, 11:01  |  2711   |  26   |   

Nachdem es ihm bei Monsanto irgendwann zu bunt wurde, hatte sich ein Finanzmanager an die US-Börsenaufsicht gewandt. Für seine Hinweise über die irregulären Buchhaltungsmethoden des Konzerns erhielt er mehr als ein Viertel der Bußgeldsumme.

22,5 Millionen Dollar und ein reines Gewissen. Das ist die Prämie, die der ehemalige Monsanto-Mitarbeiter mit nach Hause nehmen darf, nachdem er der US-Börsenaufsicht SEC half, betrügerische Buchhaltungsvorgänge beim Agrarchemiekonzern aufzudecken.

Mithilfe seiner Insiderinformationen gelang es der Aufsicht, dem Unternehmen eine künstliche Aufblähung der Bilanzgewinne nachzuweisen. Demnach habe Monsanto laut Informationen des "Spiegel" in den Jahren 2009 bis 2011 seine Umsätze und Kosten im Zusammenhang mit dem umstrittenen Pflanzenschutzmittel Glyphosat falsch verbucht. 

Dem Anwalt des Hinweisgebers zufolge habe sein Mandant zunächst versucht, die Missstände intern zu beseitigen. Weil seine Bemühungen jedoch ins Leere liefen, habe er sich in einem zweiten Schritt an die SEC gewandt. 

Diese sprach ihm für sein Verhalten ein Lob aus: "Ohne den Mut, die Unterstützung und die Informationen des Whistleblowers wäre es für die Gesetzeshüter extrem schwierig gewesen, den Betrug aufzudecken", sagte Jane Norberg, die bei der SEC für den Whistleblower, dessen Namen sie nicht nannte, zuständig ist.

Aufgrund der zu hoch ausgewiesenen Gewinne mussten der CEO, Hugh Grant, und der CFO, Carl Casale insgesamt knapp vier Millionen Dollar an Boni zurückzahlen. Daneben wurden drei Monsanto-Managern Bußgelder in Höhe von 30.000 bis 55.000 Dollar auferlegt. Die Belohnung für den Informaten entspricht etwas mehr als einem Viertel der gesamten Bußgeldsumme (80 Millionen Dollar), die Monsanto nun zu zahlen hat. 

Im Vergleich zum jüngsten Übernahmeangebot vonseiten Bayers könnte diese Geldstrafe durchaus als Posten für die Portokasse verbucht werden. 64 Milliarden Dollar ist der Gigant dem Leverkusener Pharmahersteller wert. Gemeinsam wollen sie zum größten Agrochemiekonzern der Welt aufsteigen. Trotz rechtlicher Hürden glauben Insider an eine baldige Einigung über den Kaufpreis. 



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Kommentare

Da das Management bereits der Übernahme zugestimmt hat, hängt es jetzt nur noch an 3 Punkten:

1. Den Monsanto-Aktionären---das dürfte das kleinste Problem werden, denn in den USA genügt eine 50% + 1 Stimme Mehrheit damit die Übernahme angenommen wird. Ich denke fast alle Monsanto-Aktionäre dürften wissen was passiert, wenn Sie nicht mit Ja stimmen---eher starke Kursverluste für ihr Investment und bei einem Ja gibts eben aktuell nochmal ca 22-25% Aufschlag---das dürfte somit kein Problem werden.

2. Die Kartellbehörden.......ich wüsste nicht was hier dagegen sprechen sollte-----Bayer/Monsanto hätte keine Marktbeherschende Kontrolle oder ähnliches...es könnte vielleicht zu kleineren Auflagen für Bayer kommen was Nischenbereiche betrifft.

Sobald hier die ersten Anzeichen von einem "JA" von den Kartellbehörden kommt, wird der Aktienkurs stark ansteigen.
Weiss hier jemand, ab wann man ca mit einer Entscheidung von den Behörden rechnen könnte (ab wann werden diese überhaupt tätig ?) - wenn Bayer hier einen entsprechenden Antrag einreicht zur Genehmigung der Übernahme? ...oder wie läuft das ?

3. Die Politik : einige Politiker haben sich hier ja bereits skeptisch geäussert (vor allem aus dem "grünen Lager") ....es müsste aber schon ein enormer Druck aus der Politik kommen damit Bayer seine Pläne nochmal umwirft.

Ich schätze die Chancen eines gelingens bei ca 70% und würde deshalb die Monsanto-Aktie als klaren Kauf sehen. Wer sich absichern will, der kann einen Bayer Call-OS kaufen, denn sollte der Deal scheitern, dürfte Bayer in einer ersten Reaktion stark steigen....
Du hast gestern die wichtigesten Meldungen bekommen, so dass ich auf einzelne Punkte hiermit nicht mehr eingehen muss. Da die Aktionäre von Monsanto mit 50 Prozent + 1 Aktie ihre Zustimmung bei einer außerordentliche HV abgeben müssen, passt aktuell keine Hausse in Monsanto. Die Kartellbehörden werden unter gewissen Auflagen (Verkäufe von einzelnen Beteiligungen ) m.E. ihre Zustimmung geben Das Szenario hat Bayer schon durchgespielt.

Nun kannst Du überlegen, ob Du die Position für die Zukunft weglegst, mit einem Kursziel von ca 114 EUR bzw. 128 USD bis spätestens Ende 2017. Nach unten ist m.E. das Niveau abgesichert.
Dazu erhälst Du noch pro Quartal eine Ausschüttung. Einen besser abgesicherte Position findest Du aktuell nicht. Zwischendurch besteht sogar die Möglichkeit, durch Nachrichteneinfluss, schön höhere Kurse zu erzielen.

Das Du die Putoption gezogen hast, ist natürlich Pech. Ich habe Dir schon mit meinen Optimismus mitteilen wollen, dass diese Investition Dir keine Freude machen wird.

Aber wir wollen nach vorne schauen. Da muss man Monsanto haben!
Ohweia meine lieben,

ohje, da hätten die mal lieber "nein!" gesagt, dann hätte bei Monsanto mein Put wenigstens gegeriffen.

Hat glaub ich mehrere Gründe warum Monsanto nicht anspringt:

1. Die Wahnsinnslange Zeit bis es Ende 2017 Knete geben wird
2. Das Risiko das die Kartellbehörden zu diesem Deal Nein sagen (Der Druck aus der Politik wird groß sein, denn ich hab noch keinen Politiker gehört der für die Übernahme ist.)
3. Die Welt ist aktuell so unberechenbar, bis Ende 2017 kann soviel passieren


Das Hedge Fonds Erfolg brauchen stimmt, aber Monsanto bringt ihnen diesen in diesem Jahr mal sicher nicht mehr.


Schade, hätt mehr erwartet von dem ganzen, aber nun heisst es eine neue Sau suchen die dann durchs Dorf gejagt wird. Die Hatz auf Monsanto ist erstmal vorbei.


Gruß

Fortuna3
Einige Hedge-Fonds benötigen Erfolge in diesem Jahr.

Die werden die Story heute dankend von Bayer vs Monsanto aufnehmen, um ohne Risiko endlich einmal wieder Geld zu verdienen. Ab 15:30 h wird es sehr spanndend!!

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