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Prognose 2017: Welche Themen du jetzt auf dem Schirm haben solltest

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
02.09.2016, 11:33  |  776   |   |   
Foto: Pixabay, Sophieja23

Das letzte Jahresdrittel beginnt und das Jahr 2017 kommt so langsam in Sichtweite. Dies ist ein günstiger Zeitpunkt, um sich zu überlegen, welche Themen im nächsten Jahr wichtige Kurstreiber sein könnten. Nichts davon ist sicher, aber zum einen macht es Spaß, solche Szenarien zu entwickeln und zum anderen kann es dir einen Vorsprung vor anderen Investoren verleihen, sobald sich eine Konkretisierung andeutet.

Die folgenden Prognosen zur Bankenlandschaft, zu Brasilien und eine von Japan vorangetriebene Revolution solltest du daher nicht zu ernst nehmen – sonst wird aus dem Fool schnell ein Narr. Aber als Basis für weitere Überlegungen können sie allemal dienen.

Prognose 1: Die Banken-Konsolidierung nimmt weiter Fahrt auf

Es sind keine leichten Zeiten für die europäischen Banken. Viele leiden unter notorischer Ertragsschwäche . Zusammenschlüsse gelten als Mittel der Wahl, um die Überlebenschancen zu erhöhen. Aktuell wollen sich beispielsweise gleich sieben Institute zur Security Bank of Kansas City zusammenschließen. Großfusionen stehen zudem in Abu Dhabi und Indien an.

Derweil sind viele europäische Banken dabei, sich gesund zu schrumpfen, indem sie Risiken abbauen, das Filialnetz ausdünnen und Randbereiche verkaufen. Insbesondere grenzüberschreitende Deals innerhalb des EU-Binnenmarkts könnten jetzt attraktiv sein, um so wieder zu früherer Größe aufzusteigen.

Erste Anzeichen dafür sind bereits erkennbar: Die großen nordischen Bankengruppen Nordea (WKN:911244) und DNB (WKN:939940) legen ihr Geschäft im Baltikum zusammen. Auch in Deutschland gibt es einige Beispiele, darunter die Bildung der Landesbausparkasse Südwest.

Hinter zahlreichen Großbanken stehen daneben einflussreiche Großaktionäre. Arabische Staatsfonds wollen genauso wie amerikanische Investmentvehikel sobald wie möglich wieder vernünftige Renditen sehen. So wird etwa spekuliert, dass der aktive Investor Harris Associates seinen Einfluss auf die Credit Suisse (WKN:876800) geltend machen wird.

Aufgrund all dieser Faktoren sollten wir im kommenden Jahr mit weiterhin turbulenten Entwicklungen im Bankensektor rechnen, aber auch mit guten Einstiegsmöglichkeiten. Insgesamt bin ich nämlich überzeugt, dass eine intensivere Marktbereinigung den Kursen Auftrieb geben würde.

Banken mit starkem Engagement in Brasilien dürfen auf zusätzliche positive Impulse hoffen.

Prognose 2: Ein Comeback von Brasilien steht bevor

Von Krieg wurde das größte Land Südamerikas verschont, aber davon abgesehen erlitt Brasilien eine nahezu beispiellose Serie von Negativereignissen: Korruptionsskandale und Misstrauensvotum, eine desolate Entwicklung wichtiger Rohstoffpreise , 1:7, klimabedingte Ernteausfälle, Zika und eine verheerende Giftschlamm-Umweltkatastrophe.

Auch bei den Olympischen Spielen präsentierte sich Brasilien längst nicht von seiner besten Seite. Geringes Zuschauerinteresse, Organisationsmängel und Ekelwasser wurden vielerseits beklagt und sorgten nicht für Aufbruchstimmung.

Die Lage ist so desolat, dass manch einer vielleicht schon die Hoffnung aufgegeben hat, dass das Land sich jemals wieder aus dem Schlamassel herausziehen könnte. Die Kreditwürdigkeit wurde von den Rating-Agenturen auf ein besorgniserregendes Niveau gesenkt. Die Neue Zürcher Zeitung meint, dass das Land zu Recht mittlerweile mit Griechenland verglichen wird.

Aber man kann es auch aus einem anderen Blickwinkel betrachten: Brasilien hat es trotz aller Widrigkeiten geschafft, den Kopf über Wasser zu halten. Chaos wie etwa in Venezuela ist nicht ausgebrochen.

Der Sieg der Brasilianer im olympischen Fußballfinale könnte ein erster Schritt zu einer Trendwende symbolisieren. Die Rohstoffpreise haben sich weitgehend stabilisiert, die Infrastruktur wurde erheblich verbessert, die schwache Währung treibt die Exporte an und der jahrelange Investitionsstau der Industrie müsste sich irgendwann auflösen.

Auch die deutsche Außenhandelsagentur GTAI gibt sich einigermaßen zuversichtlich, dass nächstes Jahr zumindest ein kleines Wachstum herausspringen könnte. Das heißt aber auch, dass zum 4. Quartal 2017 hin durchaus wieder ansprechende Zuwachsraten denkbar sind, vor allem wenn das Wetter endlich mal wieder mitspielt und das Politiktheater sich beruhigt.

Da hier also eine positive Überraschung möglich ist, solltest du deine Werte mal auf den Brasilieneffekt hin abklopfen. Je stärker sie dort präsent sind, desto eher wird auch der Aktienkurs gegebenenfalls einen positiven Schub erhalten. Dabei denke ich an arg gebeutelte Agrarchemie-Konzerne oder auch Lastwagenhersteller wie AB Volvo (WKN:855689).

Prognose 3: Wasserstoff wird endlich als Energieträger ernst genommen

Nach den Spielen ist vor den Spielen. Kaum ist Rio vorbei, geht es in Tokio in die heiße Phase der Olympia-Planung. Die japanische Hauptstadt soll nicht nur ein großartiger Gastgeber werden, sondern auch ein großes Schaufenster japanischer Ingenieurskunst. Ein wichtiges Thema wird dabei die Wasserstoffwirtschaft sein.

Japanische Autohersteller setzen bevorzugt auf den Hybrid-Antrieb und nun die Brennstoffzelle. Toyota (WKN:853510) hat sogar ein ganzes Patentportfolio freigegeben, um Mitstreiter zu gewinnen.

Dabei geht es nicht nur um die schadstofffreie Mobilität, sondern auch um die dezentrale Energieversorgung von Gebäuden, die ebenfalls elegant mit Brennstoffzellen realisiert werden kann. Deshalb soll nun im Großraum Tokio und darüber hinaus massiv in die passende Infrastruktur und Ausrüstung investiert werden.

Aber auch anderswo sind die Pläne bereits weit vorangeschritten. In Europa werden die Wasserstoff-Allianzen immer mächtiger. Ölkonzerne wie die französische Total (WKN:850727), Industriegasehersteller wie Linde (WKN:648300) und Versorger wie RWE (WKN:703712) sind engagiert, um aus Energie effizient Wasserstoff herzustellen und zu den Verbrauchern zu leiten. Der Volkswagen (WKN:766403)-Konzern konzentrierte im März seine Brennstoffzellen-Entwicklung am Audi (WKN:675700)-Standort Ingolstadt.

Da die Europäer sich bestimmt nicht von den Japanern abhängen lassen wollen, können wir davon ausgehen, dass auch hierzulande bald neue ambitionierte Initiativen gestartet werden.

Vieles spricht dafür, dass die Wasserstoffwirtschaft bereits 2017 große Wellen schlägt. Die größten Chancen bieten spezialisierte Technologie-Lieferanten, wobei dort auch Vorsicht angesagt ist. Sicherer fährst du mit gut positionierten Konzernen.

Fazit

Sicher ist: Auch 2017 wird viele spannende Entwicklungen mit sich bringen. Möglicherweise werden die entscheidenden Weichen für den kommenden Milliardenmarkt Wasserstoffwirtschaft gelegt, während die Bankenlandschaft übersichtlicher aber profitabler wird und Brasilien ein für viele überraschendes Comeback feiert.

Setze nicht Haus und Hof darauf – aber lass solche Überlegungen vielleicht auch nicht unbeachtet bei deiner Aktienbewertung.

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Ralf Anders hält keine Wertpapiere genannter Unternehmen. The Motley Fool empfiehlt Total und Linde.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.



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