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Frage der Sondereffekte: Rocket Internets Schreckensmeldung, die keine ist
Foto: Jens Kalaene - dpa

Frage der Sondereffekte Rocket Internets Schreckensmeldung, die keine ist

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
05.09.2016, 12:23  |  1864   |   |   
Foto: Pixabay, fudowakira0

Die Medien waren letzte Woche voll mit Meldungen zu Rocket Internets (WKN: A12UKK) Riesenverlust und der Aktienkurs der Startup-Schmiede ist in den Keller gefallen.

Wer allerdings denkt, das war ein Verlust wie jeder andere, überschätzt, wie schwerwiegend diese Nachricht wirklich ist.

Der Verlust, der keiner ist

Zumindest die Art der Nachrichtenüberbringung klingt sehr merkwürdig. Am ersten September berichtet Rocket Internet um genau zwanzig Minuten vor Mitternacht auf seiner Internetseite über die Sondereffekte, die das Konzernergebnis im ersten Halbjahr stark belastet haben.

Die Details der Nachricht klingen tatsächlich erst einmal besorgniserregend. Insgesamt musste Rocket Internet im ersten Halbjahr einen Verlust in Höhe von 617 Millionen Euro verbuchen. Der Großteil davon war auf Abschreibungen der Global Fashion Group zurückzuführen.

Diese Unternehmensgruppe soll das kapitalintensive Geschäftsmodell des internetbasierten Modeversands, ähnlich wie Zalando (WKN: ZAL111), auf der ganzen Welt etablieren. Sie hat allerdings beachtliche 383 Millionen Euro zu dem Verlust beigetragen, vor allem da sie in der letzten Finanzierungsrunde deutlich niedriger als vorher bewertet wurde.

Deshalb verstehen die Medien Rocket Internet falsch

Genau an dieser Stelle fangen die Medien an, den Verlust von Rocket Internet misszuverstehen. Die großen Verluste des Berliner Unternehmens sind anders als die von gewöhnlichen Unternehmen.

Rocket Internet besitzt in erster Linie Anteile an weiteren Unternehmen, welchen sie eine Bewertung zuschreiben. Oftmals kann die Bewertung des Unternehmens von der letzten Finanzierungsrunde abgeleitet werden. Je nachdem zu welchen Preisen und Anteilen ein Unternehmen Eigenkapital aufnimmt, ergibt sich daraus eine aktuelle Bewertung, vergleichbar mit der Marktkapitalisierung welche sich bei börsennotierten Unternehmen errechnen lässt.

Der Verlust heißt also gar nicht, dass Rocket Internet dieses Geld tatsächlich verloren hat, sondern dass die Bewertung einiger Beteiligungen in letzter Zeit gesunken ist. Bei vielen Unternehmen ist es tatsächlich bedenklich, wenn sie riesige Verluste einfahren, weil dies heißt, dass die Einnahmen deutlich niedriger als die Ausgaben ausgefallen sind. Nach diesem Maßstab darf ein Unternehmen wie Rocket Internet allerdings nicht beurteilt werden, da es vor allem über Beteiligungen und nicht über Umsätze verdient.

Wieso es keine Überraschung war

Die Frage ist außerdem, wieso man überhaupt so überrascht reagiert hat, als diese Meldung kam. Schließlich war sowohl klar, wie die Global Fashion Group neu bewertet wurde, wie auch in welcher Höhe Rocket Internet investiert war. Wer aufmerksam die Nachrichten zu Rocket Internet verfolgt hatte, wusste schon vorher, was passieren würde.

Es ist wahr, dass Rocket Internet keine erfreulichen Nachrichten gemeldet hat, aber wer zwischen den Zeilen liest, merkt, dass sich am Potential der Beteiligungen, in Zukunft zu profitablen Konsumgiganten zu werden, nicht viel geändert hat.

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Marlon Bonazzi besitzt Aktien von Rocket Internet. The Motley Fool empfiehlt Zalando.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.



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Kommentare

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Jogibaer1964
05.09.16 15:32:10
Tja, nun schlägt eben auch noch der Reversal-Post-Manni zu - und dabei wird es neben massivem Cashburning bei der Rakete bzw. deren Beteiligungen eben nicht bleiben! :-)

Disclaimer

Frage der Sondereffekte Rocket Internets Schreckensmeldung, die keine ist

Die Medien waren letzte Woche voll mit Meldungen zu Rocket Internets Riesenverlust und der Aktienkurs der Startup-Schmiede ist in den Keller gefallen. Wer allerdings denkt, das war ein Verlust wie jeder andere, überschätzt, wie schwerwiegend diese Nachricht ist.

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