Newsletter

Jetzt noch besser informiert!

Abonnieren auch Sie unseren kostenlosen Nachrichten-Newsletter und verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!

  • Das Wichtigste für Sie zusammengefasst
  • Ausgewählte Artikel unserer Gastautoren
  • Eilmeldungen zu wichtigen Marktgeschehnissen

Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!

Jetzt abonnieren
Später
DAX+1,16 % EUR/USD+0,05 % Gold+0,05 % Öl (Brent)-0,78 %
TagesInfo Rohstoffe: Preissprung bei Rohöl zum Wochenauftakt (05. September 2016)
Foto: www.commerzbank.de

TagesInfo Rohstoffe Preissprung bei Rohöl zum Wochenauftakt (05. September 2016)

Gastautor: Eugen Weinberg
05.09.2016, 12:34  |  1053   |   |   

Energie: Die Ölpreise starten mit deutlichen Gewinnen in die neue Handelswoche. Brent legt um mehr als 5% auf gut 49 USD je Barrel zu. Es gibt anscheinend Gerüchte, wonach sich Saudi-Arabien und Russland am Rande des G20-Treffens auf eine Zusammenarbeit verständigt haben. Ob dies wirklich der Fall ist und wie diese Kooperation konkret aussehen soll, ist allerdings unklar. Der Druck auf die Ölproduzenten nimmt allerdings zu, sich zumindest auf Produktionsobergrenzen zu verständigen. Denn momentan steigt die Produktion immer weiter. Einer Bloomberg-Umfrage zufolge ist die Ölproduktion der OPEC im August um 120 Tsd. Barrel pro Tag auf ein Rekordniveau von 33,69 Mio. Barrel pro Tag gestiegen. Insbesondere die Länder der Golfregion waren dafür verantwortlich. Saudi-Arabien erhöhte seine Produktion auf ein Rekordniveau von 10,69 Mio. Barrel pro Tag. Der Irak produziert mit 4,48 Mio. Barrel pro Tag nahezu auf Rekordniveau. Der Iran steigerte seine Ölproduktion auf 3,62 Mio. Barrel pro Tag, was dem höchsten Niveau seit über fünf Jahren entspricht. Eigenen Angaben zufolge produziert der Iran derzeit sogar 3,8 Mio. Barrel pro Tag und könnte seine Produktion binnen 2-3 Monaten auf 4 Mio. Barrel pro Tag erhöhen. Die OPEC produziert damit mehr Rohöl als vom Markt benötigt wird. Nimmt man die Schätzungen der IEA zum Maßstab, so liegt der Bedarf im zweiten Halbjahr 2016 bei 33,3 Mio. Barrel pro Tag. Selbst bei einer Deckelung der OPEC-Ölproduktion auf dem jetzigen Niveau würde der Ölmarkt erst im zweiten Halbjahr 2017 nicht mehr überversorgt sein. Wir sehen daher für höhere Ölpreise aus fundamentaler Sicht keine Rechtfertigung.

Produktideen: Unlimited Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD9Q94 Bull Oil Brent Future Nov 2016 Hebel 9,2
CD7WB5 Bear Oil Brent Future Nov 2016 Hebel 9,7

Edelmetalle: Die schwächeren US-Arbeitsmarktdaten am Freitag haben den Goldpreis beflügelt und um über 20 USD je Unze steigen lassen. Damit ist die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung bei der US-Fed-Sitzung im September, die den Goldpreis belasten könnte, wieder gesunken. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben! Denn nach einem Hin und Her hat der US-Dollar letztlich fester tendiert. Umso beachtlicher ist also die Goldpreisstärke, wobei der Goldpreis in Euro heute mit fast 1.190 Euro pro Unze auf ein 2-Wochenhoch gestiegen ist. Insgesamt dürfte in den kommenden Tagen womöglich mehr Bewegung beim Goldpreis in Euro drin sein. Am Donnerstag trifft sich die EZB und könnte weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen beschließen. Gold dürfte daher angesichts negativer Nominal- und Realzinsen im Euroraum stark nachgefragt bleiben. Die Goldanleger dürften jedoch merken, dass die „Selbstgefälligkeit“ der Finanzmärkte zumindest kurzfristig keinen weiteren starken Preisanstieg bei Gold rechtfertigt. Daher nehmen die Finanzanleger bei den Edelmetallen die Gewinne mit. So haben sie in der Woche zum 30. August die Netto-Long-Positionen bei Gold um 22 Tsd. auf 231,6 Tsd. Kontrakte reduziert, den niedrigsten Stand seit Mitte Juni. Auch bei Silber liegen die Netto-Long-Positionen auf einem 2½-Monatstief. Bei Platin und Palladium ging der zuvor überhöhte Optimismus der Anleger zuletzt ebenfalls zurück, bei Silber sogar die fünfte Woche in Folge.

Produktideen: Classic Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD7GBB Bull Gold Hebel 5,8
CD8BS5 Bear Gold Hebel 5,8

Industriemetalle: Die Metallpreise starten weitgehend unverändert in die neue Handelswoche. Mit Ausnahme von Nickel, das heute Morgen leicht unter dem Schlusswert vom Freitag bei 10.025 USD je Tonne notiert, legen Aluminium, Zink, Zinn und Blei marginal zu. Kupfer notiert weiterhin nahe seines 2-Monatstiefs von letzter Woche. Zurückzuführen ist dies wohl auf die zunehmend pessimistische Einschätzung der Marktteilnehmer bezüglich der fundamentalen Marktsituation bei Kupfer. Der Kupfermarkt ist derzeit gut versorgt. Auch wenn es in der vergangenen Woche immer wieder Nachrichten zu kurzfristigen Minenschließungen im Zuge von Arbeiterstreiks in Chile gab, so waren diese jedoch bislang unbedeutend für das globale Kupferangebot. Im Gegenteil: Seit Mitte August 2016 sind die LME-Kupferbestände nahezu ununterbrochen auf inzwischen fast 330 Tsd. Tonnen gestiegen (Grafik des Tages). Zudem trübt sich die Stimmung der spekulativen Finanzanleger bei Kupfer zunehmend ein. Gemäß Daten der CFTC zur Marktpositionierung vom Freitag gab es in der Woche zum 30. August einen Anstieg der Netto-Short-Positionen um fast 21 Tsd. auf knapp 27 Tsd. Kontrakte. Zurückzuführen ist dies auf einen massiven Aufbau von Short-Positionen um gut 17,5 Tsd. Kontrakte beziehungsweise knapp 36% im Vergleich zur Vorwoche. Gleichzeitig sanken die Long-Positionen um fast 3,3 Tsd. Kontrakte. Damit hat diese Anlegergruppe wohl zum Preisrückgang bei Kupfer in der Beobachtungsperiode beigetragen.

Produktideen: BEST Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CR74RD Bull Copper Future Dec 16 Hebel 4,8
CN6YY5 Bear Copper Future Dec 16 Hebel 5,1

Sie haben Interesse an monatlichen Trends und Neuigkeiten von den weltweiten Kapitalmärkten? Mit Experteninterviews, Technischen Analysen, Aktien-, Währungs- und Rohstoffstrategien? Dann informieren Sie sich jetzt per Post oder E-Mail mit dem ideas-Magazin der Commerzbank. Hier kostenlos bestellen!

Themen: Rohöl, Öl, Gold, Kupfer


Verpassen Sie keine Nachrichten von Eugen Weinberg

Eugen Weinberg leitet seit März 2007 das Rohstoff-Research-Team bei der Commerzbank. Der Diplom- Wirtschaftsmathematiker ist in Russland geboren, kam im Jahr 1999 für ein MBA-Studium nach Deutschland. Danach war er als Fondsmanager und Rohstoffanalyst bei der BW-Bank in Stuttgart beschäftigt und baute im Anschluss den Bereich Rohstoff-Research bei der DZ Bank in Frankfurt auf. Bei der Commerzbank ist er mit seinem Team maßgeblich für die Erstellung der Prognosen und der Strategien im Rohstoffsektor verantwortlich.

Abonnieren Sie jetzt Ihren Lieblingsautor
Ich habe die Allgemeinen Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung gelesen und stimmt diesen zu.
Autor abonnieren
Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!
Verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!
Newsletter kostenlos abonnieren

Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer

TagesInfo Rohstoffe Preissprung bei Rohöl zum Wochenauftakt (05. September 2016)

Energie: Die Ölpreise starten mit deutlichen Gewinnen in die neue Handelswoche. Brent legt um mehr als 5% auf gut 49 USD je Barrel zu. Es gibt anscheinend Gerüchte, wonach sich Saudi-Arabien und Russland am Rande des G20-Treffens auf eine …

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.

Abbrechen

Gastautor

Eugen Weinberg leitet seit März 2007 das Rohstoff-Research-Team bei der Commerzbank. Der Diplom- Wirtschaftsmathematiker ist in Russland geboren, kam im Jahr 1999 für ein MBA-Studium nach Deutschland. Danach war er als Fondsmanager und Rohstoffanalyst bei der BW-Bank in Stuttgart beschäftigt und baute im Anschluss den Bereich Rohstoff-Research bei der DZ Bank in Frankfurt auf. Bei der Commerzbank ist er mit seinem Team maßgeblich für die Erstellung der Prognosen und der Strategien im Rohstoffsektor verantwortlich.

RSS-Feed Eugen Weinberg

Weitere Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel