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Commerzbank und Deutsche Bank mit US-Rückenwind

Gastautor: Daniel Saurenz
07.09.2016, 07:00  |  483   |   |   

DeutscheBank_Werbung_1Sehr viel wurde in den vergangenen Tagen über die Zins-Aussichten diskutiert. Obwohl die Wortwahl fast unverändert blieb, reagierten die zinssensitiven Sektoren heftig. Die wichtigen Bankaktien beschleunigten ihren Aufwärtstrend und der Goldsektor kam mächtig unter die Räder. Mittlerweile handelt der Goldpreis jedoch aus Sicht der P & F Technik auf einem sehr aussichtsreichen Niveau. Im DAX hingegen bleiben die Bullen vorerst klar im Vorteil. Dazu schauen wir uns eine Analyse von Klaus Buhl an.

Nach etwa drei Wochen in einer ungewöhnlich geringen Handelsspanne der globalen Märkte nimmt die Spannung jetzt wieder zu. Einige Investoren denken sogar an die berüchtigte „Ruhe vor dem Sturm“. Möglicherweise liegt dies an der Rede von Janet Yellen am vergangenen Freitag. Grundsätzlich ist wirklich nicht viel Neues gesagt worden und wir tappen nach wie vor im Dunkeln, ob die Zinsen erhöht werden, wann die Zinsen erhöht werden – oder es eine erneute Rolle rückwärts geben wird.

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S&P 500 auf ein Jahr

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Trotzdem haben die vergangenen Handelstage gezeigt, daß sich das Pendel ein wenig in die Richtung einer früher als erwarteten Zinsanhebung geneigt hat. Die FED-Präsidentin hat deutlich auf die gute Entwicklung bei der Beschäftigung und den positiven allgemeinen Zustand der Wirtschaft verwiesen. Grundsätzlich bin ich ja der Meinung, dass die Zinsen frühestens nach der US Präsidentschaftswahl angehoben werden, also nicht mehr im September sondern erst im Dezember. Trotzdem halte ich die US-Wirtschaft reif für einen Zinsschritt, zumal immer deutlicher wird das die geringen Zinsen keine positiven Auswirkungen auf die Kreditnachfrage von Unternehmen und Konsumenten haben. Ganz im Gegenteil tippe ich darauf, daß die Menschen von den Notenbanken verunsichert sind und ihre Sparquoten erhöhen, um trotz der Minizinsen ihr Sparziel zu erreichen.

Eine Realtime-Übersicht der wichtigsten Indizes, Rohstoffe und Währungen finden Sie hier

Nun sieht es aber so aus, als ob die maßgeblichen Handelsteilnehmer dazu eine ganz andere Meinung haben. Denn praktisch seit dem Ende der Rede von Frau Yellen stehen die zinssensitiven Sektoren der US-Börse deutlich unter Druck: Rohstoffe, Gold und Edelmetalle, der gesamten Minensektor und die Grundstoffe. Auf der anderen Seite erholen sich aktuell überraschend der Finanz- und Versicherungssektor sowie die Bankaktien, die traditionell von steigenden Zinsen profitieren.

Gold: Aufwärtstrend in Gefahr?

Goldpreis auf ein Jahr

Goldpreis auf ein Jahr

Das gelbe Edelmetall reagiert traditionell sehr heftig auf mögliche Zinsveränderungen. Da Gold keine Zinsen abwirft, konkurriert es mit denjenigen Anlagen, die Zinsen einbringen und wird daher weniger attraktiv bei möglicherweise steigenden Zinsen. Obwohl sich aus der Wortwahl von Frau Yellen höchstens graduelle Änderungen ergeben haben, wann wir mit einer Zinsanhebung zu rechnen ist, hat der Goldpreis eine Konsolidierung aufgenommen. Wahrscheinlich lag dies aber auch am vorhergehenden Preisanstieg und dem sehr großen Optimismus. Möglicherweise aber auch daran, dass einige potentielle Krisenherde ihren Schrecken verloren haben und diejenigen Investoren, die „nur“ einen Krisenschutz suchen, Positionen aufgelöst haben.

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Trotz der genannten Belastungen hat der Goldpreis seinen Aufwärtstrend der P & F Technik verteidigt. Wie Ihnen die gelassene Chartform zeigt, ist die wichtige und nach wie vor aufsteigende Trendgerade völlig intakt. Ebenfalls wird aber deutlich, daß für die Bullen nicht mehr viel Spielraum besteht bevor ein Verkaufssignal generiert und der gültige Aufwärtstrend attackiert wird.

Quelle: stockcharts.com

Quelle: stockcharts.com

Wie Sie an der rechten und nach unten wandernden 0-Achse erkennen, hat sich der Goldpreis im August (Ziffer 8) von 1.370 auf etwa 1.320 reduziert. Unterhalb 1.320 würde sich ein Verkaufssignal ereignen, da dann die aktuelle 0- Spalte unter die vorhergehende wandern würde. Auf diesem Niveau wäre dann der aktuelle Verkaufsdruck größer als noch vor einigen Tagen. Auf der anderen Seite notieren wir derzeit in unmittelbarer Nähe der bereits angesprochenen Trendgeraden. Aktuell ist der Goldpreis also auf doppelte Weise unterstützt, weshalb wir jetzt möglicherweise eine attraktive Einstiegsgelegenheit erleben.

Vorsichtige Anleger sollten aber auf jeden Fall abwarten, ob der Preis nicht doch noch unterhalb das Niveau von 1.300 bis 1.310 US-Dollar fällt. Sollte sich der Preis des gelben Edelmetalls auf dem jetzigen halten können, wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die heftige Korrektur im Sektor der Goldminenaktien beendet. Da ich, wie oben angedeutet dazu tendiere, daß die Zinsen frühestens im Dezember angehoben werden, gehe ich von einer guten Einstiegsgelegenheit aus.

Bankaktien überraschend fest

Sehr überraschend für die Investoren und fast unbemerkt von der Öffentlichkeit werden die US-Banken seit Wochen von der Nachfrage gelenkt. Dieser Trend hat sich seit der Rede der FED-Präsidentin sogar noch verstärkt, was ebenfalls auf früher als erwartet steigenden Zinsen deutet. Vor wenigen Tagen hat der Banksektor sogar einen wichtigen dreifachen Widerstand der P & F Technik geknackt und notiert auf dem höchsten Stand seit einem halben Jahr. Achten Sie also bitte auf den ehemaligen Widerstand bei 72, der nun zur Unterstützung werden könnte.

Quelle: stockcharts.com

Quelle: stockcharts.com

Zu Beginn des Jahres hatte sich im für die gesamte Börse wichtigen Bankensektor eine sehr dynamische und negative 0-Spalte gebildet. Darin spiegelte sich nicht nur die wegen der tiefen Zinsen desolaten Verfassung der Banken wider, sondern auch die Angst vor einer Rezession und dem damaligen Abwertungswettlauf von Yen und Yuan.

EZB erkennt Tiefzinsproblem der Banken an – US-Banken haben weniger Probleme -Hier gehts zum Video…

Doch wieder einmal typisch für die launische Börse hat sich die Stimmung im Sektor plötzlich gedreht, als kaum noch jemand einen Cent auf den Aufschwung der Bankaktien wetten wollte. Der Sinneswandel der Investoren kann mit der sich erholenden Konjunktur begründet werden, aber auch mit der Aussicht auf steigende Zinsen. (wovon die Banken grundsätzlich stark profitieren). Gestern hat sich sogar ein neues und dreifaches Kaufsignal gebildet, als die aktuelle X – -Spalte über die beiden vorher-gehenden stieg. Aus irgendwelchen Gründen ist heute die Nachfrage nach Bankaktien größer als in der jüngeren Vergangenheit. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang die große Bedeutung des bei etwa 71 Punkten überwundenen Widerstands, der nun zur wichtigen Unterstützung wird. Falls nach einem etwaigen Rücktest der Region von 71 der Sektor weiter freundlich tendiert, wonach es heute aussieht, wäre dies ein positives Signal für den gesamten Aktienmarkt.

DAX-Bullen bleiben im Vorteil

Wie Ihnen der gelassene P & F Chart zeigt, handelt der DAX nach wie vor komfortabel oberhalb der Unterstützung bei 10.450 Punkten, aber innerhalb der eingezeichneten Seitwärtsbegrenzung unterhalb von 10.800. Insofern ist in den vergangenen Tagen nicht besonders viel passiert, obwohl die Aufregung in den Medien groß ist. Bitte erinnern Sie sich in diesem Zusammenhang auch daran, daß der mächtigste Indikator für den Aktienmarkt der Preis ist. Solange wir oberhalb der wichtigen Unterstützung von etwa 10.450 Punkten handeln, gibt es keinen Grund sich Sorgen zu machen und die Bullen sind eindeutig im Vorteil.

Quelle: stockcharts.com

Quelle: stockcharts.com

Kritisch wird es erst unterhalb von 10.450. Hier wurde ein mehrfaches Verkaufssignal generiert und wir müssten mit einem Test der aufsteigenden Unterstützungsgeraden rechnen. Im sehr positiven Fall und falls die Käufer den Widerstand bei etwa 10.800 knacken würden, käme das Zwischenhoch bei etwa 11.400 relativ schnell ins Zielvisier der Bullen.

Unsere Webinare in dieser Woche:

Mittwoch, 07.09, 18 Uhr: Die Finanzmarktrunde – Hier gehts zur Anmeldung…

Donnerstag, 08.09, 18.30 Uhr: OpernTurm- September 2016 – harte Zeiten für den DAX?Hier gehts zur Anmeldung…

Quelle: Klaus Buhl, Libra Invest

Themen: Gold, DAX, Zinsen


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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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