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TagesInfo Rohstoffe „Je schlechter, desto besser“ (07. September 2016)

Gastautor: Eugen Weinberg
07.09.2016, 12:49  |  1482   |   |   

Energie: Der Brentölpreis ist dank eines schwächeren US-Dollar wieder auf 47,5 USD je Barrel gestiegen, nachdem er gestern zwischenzeitlich unter 47 USD gefallen war und damit sämtliche Gewinne vom Montag wieder abgab. Die Aussichten für eine Einigung auf Produktionsobergrenzen, welche dem Ölmarkt wirklich hilft, sind denkbar schlecht. Der Iran hat zwar Bereitschaft signalisiert, mit Russland und Saudi-Arabien zusammenzuarbeiten, um den Ölmarkt zu stabilisieren und einen höheren Ölpreis zu erreichen. Der Iran verlangt aber weiterhin gewisse Ausnahmen für sich, bis das Vorsanktionsniveau erreicht ist. Dieses sieht der Iran bei 4 Mio. Barrel pro Tag. Abgesehen vom Iran gibt es weitere Stolpersteine. Einer davon ist Nigeria. Laut dem nigerianischen Vizepräsidenten hat das Land in den letzten sechs Monaten aufgrund der Anschläge auf Ölpipelines rund 1 Mio. Barrel pro Tag an Ölproduktion verloren. Es ist kaum vorstellbar, dass Nigeria freiwillig dauerhaft auf diese Fördermenge verzichtet. Ähnlich ist die Situation in Libyen, wo die Ölproduktion seit Monaten nur einen Bruchteil der möglichen Fördermenge beträgt. Bei einer Stabilisierung der Lage dort würde die Ölproduktion steigen. Allein aus Nigeria und Libyen könnten bis zu 1,5 Mio. Barrel pro Tag zusätzlich an den Markt kommen. Heute Abend gibt die US-Energiebehörde EIA neue Angebots- und Nachfrageschätzungen bekannt. Es ist gut möglich, dass die EIA die Produktionsschätzung für die USA nochmals nach oben revidiert, nachdem es bislang keine hurrikanbedingten Ausfälle gegeben hat. Dies würde das Überangebot weiter erhöhen.

Produktideen: Classic Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD52X4 Bull Oil Brent Future Dec 2016 Hebel 6,2
Bear Bear Oil Brent Future Dec 2016 Hebel 5,9

Edelmetalle: „Je schlechter, desto besser“ könnte man den aktuellen Zusammenhang zwischen den US-Wirtschaftsdaten und den Edelmetallpreisen beschreiben. Nach einer großen Enttäuschung – der US-Dienstleistungsindex ist unerwartet auf 51,4 gefallen, den niedrigsten Stand seit März 2010 – ist der Goldpreis um rund 2% auf über 1.350 USD je Feinunze gestiegen. Wir bleiben zwar angesichts eines extrem hohen Optimismus der spekulativen Finanzanleger in Bezug auf die Nachhaltigkeit der Preiserholung etwas skeptisch. Dennoch kann man angesichts der starken Preisdynamik und der USD-Schwäche weitere Preisanstiege nicht ausschließen. Hinzu kommt, dass die Gold-ETFs erneut starke Zuflüsse verzeichnen. So hat der größte Gold-ETF, SPDR Gold Trust, seit Freitag Zuflüsse von über 14 Tonnen Gold vermeldet. Damit ist allein diesem ETF innerhalb von zwei Tagen mehr Gold zugeflossen als allen von Bloomberg erfassten Gold-ETFs zusammen über den gesamten Monat August. Bei Platin kann man aktuell von einem perfekten Sturm sprechen. Zum einen wird der Preis durch den Goldpreisanstieg unterstützt. Zum anderen hat der südafrikanische Rand zuletzt gegenüber dem US-Dollar wieder zugelegt. Seit Jahresbeginn betrug die Aufwertung rund 10%. Der Kostendruck dürfte damit weiter zunehmen. Denn die wichtige Minengewerkschaft AMCU, deren Streik vor zwei Jahren die Platinminenindustrie für mehrere Monate lahmgelegt hatte, hat am Montag verlauten lassen, dass die seit Juli andauernden Lohnverhandlungen gescheitert seien. Südafrika verantwortet rund 75% der weltweiten Platinminenproduktion.

Produktideen: BEST Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD0SAA Bull Gold Hebel 5,2
CZ1XHV Bear Gold Hebel 5,0

Industriemetalle: Unerwartet schwache Daten zum US-Dienstleistungssektor (siehe Edelmetalle auf Seite 1) und in Folge dessen ein schwächerer US-Dollar haben den Metallpreisen heute Morgen Auftrieb gegeben. Kupfer verteuert sich auf ein 2-Wochenhoch von 4.680 USD je Tonne, während Aluminium leicht auf 1.600 USD je Tonne anzieht. Allerdings gehen wir von keiner nachhaltigen Bewegung aus. Denn die chinesische Zollbehörde wird wohl in der kommenden Nacht für August enttäuschend niedrige Kupferimporte des mit Abstand wichtigsten Konsumentenlands melden. Darauf deuten zumindest die außerhalb Chinas stark gestiegenen LME-Kupfervorräte hin. Zwar sind die LME-Lagerbestände bei Aluminium seit März 2014 um gut 60% von 5,435 Mio. auf 2,212 Mio. Tonnen gefallen. Dies deutet dennoch nicht zwangsläufig auf eine Markteinengung hin. Denn bei den aktuellen Verhandlungen in Japan zeichnet sich ab, dass die physischen Prämien im vierten Quartal weiter fallen werden (siehe TagesInfo vom 02.09.). Die ersten Prämien-Kontrakte lägen wohl schon mit 75 USD je Tonne deutlich unter dem Niveau für das 3. Quartal mit 90-93 USD/Tonne. Auch in Europa und in den USA fielen die physischen Prämien auf ein Mehrjahrestief. Damit zahlen wohl die Lagerhalter die Zeche, nachdem sie in den Jahren 2013-2015 durch eine künstliche Verknappung und einen eingeschränkten Zugang zu den LME-Lagerbeständen die physischen Prämien auf teilweise über 500 USD je Tonne steigen ließen.

Produktideen: Unlimited Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CN2B5F Bull Copper Future Dec 16 Hebel 6,5
CN8JAK Bear Copper Future Dec 16 Hebel 7,1

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Eugen Weinberg leitet seit März 2007 das Rohstoff-Research-Team bei der Commerzbank. Der Diplom- Wirtschaftsmathematiker ist in Russland geboren, kam im Jahr 1999 für ein MBA-Studium nach Deutschland. Danach war er als Fondsmanager und Rohstoffanalyst bei der BW-Bank in Stuttgart beschäftigt und baute im Anschluss den Bereich Rohstoff-Research bei der DZ Bank in Frankfurt auf. Bei der Commerzbank ist er mit seinem Team maßgeblich für die Erstellung der Prognosen und der Strategien im Rohstoffsektor verantwortlich.

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Energie: Der Brentölpreis ist dank eines schwächeren US-Dollar wieder auf 47,5 USD je Barrel gestiegen, nachdem er gestern zwischenzeitlich unter 47 USD gefallen war und damit sämtliche Gewinne vom Montag wieder abgab. Die Aussichten für eine …

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Eugen Weinberg leitet seit März 2007 das Rohstoff-Research-Team bei der Commerzbank. Der Diplom- Wirtschaftsmathematiker ist in Russland geboren, kam im Jahr 1999 für ein MBA-Studium nach Deutschland. Danach war er als Fondsmanager und Rohstoffanalyst bei der BW-Bank in Stuttgart beschäftigt und baute im Anschluss den Bereich Rohstoff-Research bei der DZ Bank in Frankfurt auf. Bei der Commerzbank ist er mit seinem Team maßgeblich für die Erstellung der Prognosen und der Strategien im Rohstoffsektor verantwortlich.

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