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Konjunktur Deutsche Industrieproduktion sendet Warnsignal – USA, hoppla …

Gastautor: Folker Hellmeyer
07.09.2016, 19:16  |  1668   |   |   

Per Berichtsmonat Juli sank die deutsche Industrieproduktion unerwartet im Monatsvergleich um 1,5%. Die Prognose lag bei 0,2%. Damit wurde die größte negative Veränderungsrate seit August 2014 markiert. Der Vormonatswert wurde von 0,8% auf 1,1% revidiert.

Schleppende globale Absatzmärkte werden vom Bundeswirtschaftsministerium als Hintergrund thematisiert.

Die Baubranche lieferte im Monatsvergleich einen Anstieg um 1,8% und die Energiebranche eine Zunahme um 2,6%.

Im Kernsektor der deutschen Wirtschaft rumpelte es recht erheblich. Bei Investitionsgütern kam es zu einem Rückgang um 3,6%, bei Konsumgütern zu einem Minus in Höhe von 2,6% und bei Vorleistungen ergab sich ein Rückgang um 0,8%.

Die Daten sind ein Warnschuss. Die Sanktionspolitik der EU spielt bei der Teilhabe an dem Wachstumsprojekt „One Road –One Belt“ eine Rolle, die die deutsche Wirtschaft nicht die Entfaltungsmöglichkeiten gibt, die möglich wären.

Monokausalität lehnen wir hier ab. Der Verweis auf die vergangenen, aber vor allen Dingen die zukünftigen Folgen der Sanktionspolitik ist aber angebrachter denn je!

© Reuters

Volkswagen hat immer noch Lust auf den US-Markt. Gestern wurde eine gut 16% Beteiligung mit dem US-Lastkraftwagenbauer Navistar vereinbart.

Ob der Zeitpunkt bezüglich der Lage am US-Truck-Markt weise ist, könnte man diskutieren. Das wollen wir an dieser Stelle aber nicht, den nicht Mikro-, sondern Makroökonomie ist unser Thema.

Darum werfen wir einen Blick auf die Entwicklung der Absätze der Class 8 Truck Auftragseingänge, die ein Indikator nicht nur für diese Branche, sondern für die US-Gesamtwirtschaft sind (Flächenland, Transporterfordernis).

Per August waren die Auftragseingänge um 25% geringer als im Vorjahr. Seit 18 Monaten ergeben sich negative Jahresvergleichsraten.

Mithin liefert dieser Index ein lautes Warnsignal bezüglich der US-Konjunktureinschätzungen des Mainstreams, des US-Establishments und der Vertreter der US-Zentralbank.

„Food for a lot of thought!“

© Zerohedge

Der Dienstleistungssektor der US-Wirtschaft ist ein elementarer Kontributor der US-Wirtschaft und steht für 88% der US-Wirtschaft.

Der gestern veröffentlichte ISM-Dienstleistungsindex per Berichtsmonat August war schlicht weg und ergreifend massiv ernüchternd. Das galt für den Gesamtindex als auch die Subindices.

Der ISM-Dienstleistungssektor brach im Monatsvergleich von zuvor 55,5 auf 51,4 Punkte ein. Die Prognose lag bei 55,0 Zählern. Damit markierte der Index den niedrigsten Stand seit Februar 2010. Mehr noch war es der stärkste Einbruch seit dem Jahr 2008!

© Reuters

Subindices:

Business Activity 51,8 nach 59,3

Beschäftigung 50,7 nach 51,4

Auftragsindex 51,4 nach 60,3

Gestern wurde jedoch noch ein wichtiger Index, der Labor Market Indicator, der angeblich von der Federal Reserve eng verfolgt wird, veröffentlicht.In sieben der letzten acht Monate kam es zu einem Rückgang.

© Zerohedge

Fazit:

Die Einlassungen seitens der Gouverneure der Federal Reserve und des US-Establishments bezüglich der Konjunkturlage (und der Strukturlage) haben mit Realitätssinn wenig gemein.

Wer aus dieser Konstellation erhöhte Risikoprofile für historisch hoch bewertete US-Aktienmärkte erkennen will, könnte richtig liegen …

Aktuell ergibt sich ein Szenario, das den Euro gegenüber dem USD favorisiert. Ein Unterschreiten des Unterstützungsniveaus bei 1.0950 – 1.0970 dreht den Bias.

Viel Erfolg!

 



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Folker Hellmeyer begann seine Karriere bei der Deutschen Bank im Devisenhandel in Hamburg und London. Seit 1995 ist Hellmeyer im Landesbankensektor tätig. 1997 begann seine Karriere als Chefanalyst bei der Helaba, die er ab 2002 bei der Bremer Landesbank fortsetzte. Die Analysen Hellmeyers bewegen sich häufig außerhalb des Mainstreams. Sie sind regelmäßig nicht politisch korrekt. Die großen Wendungen in Ökonomie und Märkten hat Hellmeyer zumeist im Vorwege erkannt und thematisiert (u.a. im Buch „Endlich Klartext“).

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