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Kuka, Metro, Fielmann – kleiner Bruder ganz groß

Gastautor: Daniel Saurenz
09.09.2016, 08:00  |  2322   |   |   

Börse_Bulle_Bär_1Unternehmen aus der zweiten Reihe werden von Anlegern oft vernachlässigt. Dabei ist der MDAX seit Anfang 2000 mehr als 8 Mal so stark gestiegen wie der DAX und eilt von Rekord zu Rekord. Während der DAX rund 2000 Punkte vom Rekord entfernt ist, markierte der MDAX im August bei 21.850 Punkten einen neuen Rekord. Die mittelgroßen deutschen Unternehmen, wie Fielmann und Krones, überzeugen Investoren mit ihren Qualitäten. Geht die Hausse beim MDAX weiter? Wir beschäftigen uns im zweiten Teil unserer Analyse weiter ausführlich mit dem MDAX.

Die jahrelange Rally beim MDAX wird von der hervorragenden Geschäftsentwicklung vieler Unternehmen befeuert. Viele der Unternehmen können sich damit von der schwächelnden Weltwirtschaft abkoppeln, sinken doch die Prognosen für das Wachstum der Weltwirtschaft für 2016 immer weiter.

Zuletzt hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) seinen Ausblick für 2016 nach dem überraschenden Brexit-Votum der Briten auf nur mehr 3,1 Prozent gesenkt. Laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY sind dennoch 56 Prozent der befragten 3.000 mittelständischen Unternehmen aus Deutschland mit der aktuellen Geschäftslage zufrieden. Das ist der höchste Wert seit dem Start der Umfrage im Jahr 2004.

Investmentidee:

Wer simpel und transparent am MDAX partizipieren möchte, kann sich das Index-Zertifikat mit der WKN 741907 ins Depot nehmen. Es bildet die Performance des Index eins zu eins ab und verfügt über keine Laufzeitbegrenzung. In unserer ISIN-Liste finden Sie zum Beispiel eine Aktienanleihe auf Metro mit der WKN PB5PDK oder ein langfristiges Memory-Express Zertifikat auf Airbus mit der WKN SE3W6M. Ausführliche Erklärungen zu allen gängigen Produkten finden Sie hier

Chinesen auf Einkaufstour im MDAX

Kuka auf ein Jahr

Kuka auf ein Jahr

Wegen der erfreulichen Geschäftsentwicklung und dem großen Know-How rücken die Firmen zusehends in den Fokus ausländischer Käufer. „Wir sehen einen deutlichen „West-Trend“ bei weltweiten Fusionen und Übernahmen. Nicht nur die USA gilt als attraktiv, in den letzten Monaten hat sich auch das Interesse insbesondere chinesischer Bieter an Unternehmen in Europa und vor allem Deutschland sehr stark entwickelt.

Mit dem Erwerb von Kraus Maffei durch ChemChina sowie dem Übernahmeangebot von Midea für die Kuka AG wurden neue Höhepunkte erreicht“, sagte Matthias-Gabriel Kremer, Leiter der Praxisgruppe Gesellschaftsrecht/M&A der Anwaltssozietät Freshfields Bruckhaus Deringer in Deutschland. Nachdem sich Midea zuletzt 94,55 Prozent an Kuka gesichert hat, hat der Konzern Mitte Juli seinen Platz im MDAX verlassen und war durch den Großküchenausrüster Rational ersetzt worden.

Hier finden Sie die Aufzeichnung der Finanzmarktrunde mit Joachim Goldberg…

Klare Regeln für Auf- und Absteiger

MDAX auf fünf Jahre

MDAX auf fünf Jahre

Damit nimmt das Karussell mit Ein- und Absteigern aus dem MDAX weiter Fahrt auf. Am 20. Juni war der Autozulieferer Schaeffler in den Index aufgestiegen, nachdem der Hersteller von Geldautomaten Wincor-Nixdorf nach der Übernahme durch den US-Konkurrenten Diebold in den darunterliegenden SDAX abgestiegen war. In den vergangenen zehn Jahren sind durchschnittlich rund fünf Unternehmen pro Jahr im MDAX ausgetauscht worden.

Die Zusammensetzung des Index wird zweimal im Jahr (März und September) überprüft. Dabei gilt die 60/60-Regel, es können also nur Werte aufgenommen werden, die hinsichtlich Marktkapitalisierung und Börsenumsatz jeweils zu den 60 größten hinter dem DAX zählen. Hingegen steigen Werte aus dem Index ab, wenn sie eine der beiden Kriterien stark oder über eine längere Zeit verfehlen.

Eine Realtime-Übersicht der einzelnen MDAX-Werte  finden Sie hier

Zusätzlich findet jeweils in den verbleibenden Quartalsendmonaten eine Überprüfung der Indexzusammensetzung auf Basis der sogenannten „Fast-Entry“ und „Fast-Exit“-Regeln statt. Dazu kann es kommen, wenn es beispielsweise Börsengänge gibt, oder der Free Float eines Unternehmens beispielsweise durch eine Übernahmen drastisch sinkt.

Laut der „Fast-Exit“-Regel steigt eine Aktie aus dem MDAX ab, wenn sie sich in einem der beiden Kriterien nicht mehr unter den Rängen 65 im MDAX befindet. Ein Aufsteiger muss bei beiden Kriterien jeweils mindestens Rang 55 erreichen. Laut der „Fast-Entry“-Regel steigt eine Aktie in den Index auf, wenn sie bei beiden Kriterien mindestens Rang 45 erreicht. Im Gegenzug steigt eine Aktie ab, die in mindestens einem der beiden Kriterien schlechter als Rang 55 ist.

Weltmarktführer im MDAX

Etliche Unternehmen aus dem MDAX sind Weltmarktführer, wie der Hersteller von Getränkeabfüllanlagen Krones, der Großküchenausrüster Rational und der Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub. Die Unternehmen haben sich eine bedeutende Marktnische erobert und glänzen mit hohen Gewinnmargen. Die Firmen repräsentieren mit ihrem Know-How und vielen Patenten den Qualitätsstandard “Made in Germany” weltweit.

Die Unternehmen sind sehr exportorientiert und entwickeln sich grade auf Grund ihrer Qualität und Wettbewerbsfähigkeit deutlich stärker als der jeweilige Branchendurchschnitt. Entsprechend lassen sich mit den Aktien gute Renditen erzielen.

Wer die trendstärksten Basiswerte schnell und einfach herausfiltern möchte, dem können wir den Trendradar ans Herz legen…

Fielmann_1Die langfristig hervorragende Geschäftsentwicklung etlicher MDAX-Unternehmen führen viele Experten zudem darauf zurück, dass etliche der Firmen Familienunternehmen sind. Die Unternehmen planen langfristiger, halten sich bei der Verschuldung eher zurück und bevorzugen eine vorausschauende, nachhaltige Geschäftspolitik.

Zu den familiengeführten Unternehmen gehören die Optikerkette Fielmann, bei der die Familie mehr als 70 Prozent der Aktien kontrolliert, ebenso wie Krones (51,67 Prozent), der Autozulieferer Dürr (28,8 Prozent), der Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub (51,7 Prozent) und Wacker Chemie (60,39 Prozent).

Familienunternehmen überzeugen mit langfristiger Planung

Die Aktien der obigen Unternehmen waren in den vergangenen Jahren auf Höhenflug. „Ich bin der festen Überzeugung, dass sich der MDAX weiter besser entwickeln wird als der DAX“, sagte Björn Glück, Fondsmanager des Lupus alpha Smaller German Champions. „Das Ergebniswachstum ist bei Unternehmen des MDAX höher und die Firmen sind in der Regel Markführer in ihrer Nische“, fügte der Finanzprofi hinzu. „Die kleineren Firmen sind in der Regel flexibler und passen sich besser und schneller an neue Umstände und Marktsituationen an.“ Zudem würden viele Unternehmen von den Gründern geführt, die großen Wert auf nachhaltiges Wachstum legen würden.

Im dritten und letzten Teil unserer Analyse, werden wir weiter auf die Perspektiven der einzelnen MDAX-Werte eingehen…



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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Kuka, Metro, Fielmann – kleiner Bruder ganz groß

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