Newsletter

Jetzt noch besser informiert!

Abonnieren auch Sie unseren kostenlosen Nachrichten-Newsletter und verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!

  • Das Wichtigste für Sie zusammengefasst
  • Ausgewählte Artikel unserer Gastautoren
  • Eilmeldungen zu wichtigen Marktgeschehnissen

Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!

Jetzt abonnieren
Später
DAX-1,89 % EUR/USD-0,05 % Gold+0,28 % Öl (Brent)+0,74 %

EUR/USD Deutscher Export bricht vierten in Folge ein – muss die EZB im Dezember liefern?

Gastautor: Jens Klatt
09.09.2016, 14:23  |  1333   |   |   

(JK-Trading.com) – Die EZB hat am Donnerstag keinerlei Veränderungen ihres geldpolitischen Kurses auf den Weg gebracht. Überraschendweise reagierte der Euro zum US-Dollar nicht signifikant bullish, stabilisierte sich unterhalb der 1,13er Marke.

 

In der Nachbetrachtung lässt sich in meinen Augen in den Worten Draghis bzw. der Zurückhaltung der EZB bzgl. weiterer Stimuli erkennen, dass man mehr und mehr auch seitens der Euro-Mitgliedsstaaten Veränderungen erwartet, man im erweiterten Sinne die Message sendet: „Unsere Geldpolitik allein, ohne fiskalpolitische Unternehmungen eurerseits, wird nicht die gewünschten Effekte auf den Weg bringen.“

 

In meinen Augen könnte die EZB allerdings schon zeitnah erneut gezwungen werden das Ruder wieder in die Hand zu nehmen und geldpolitisch auf den Plan zu treten.

 

Der Grund: am Freitagmorgen wurden unter anderem Daten zur deutschen Handelsbilanz veröffentlicht und diese zeigten auf, dass der deutsche Export im Vergleich zum Vorjahr um 10% eingebrochen ist, die Handelsbilanz den vierten Monat in Folge geschrumpft ist, etwas was wir zuletzt 1992 zu sehen bekommen haben:

 

Quelle: Reuters | Jamie McGeever

 

Umformulieren ließe sich diese Entwicklung wie folgt: wir wissen um die Wichtigkeit des Exports für die deutsche Wirtschaft. Und ein starker Euro steht einem guten Export entgegen. Und da Deutschland legitim als Wirtschaftslokomotive der Euro-Zone bezeichnet werden darf und in Verbindung mit einer sich am 21.09. eventuell bezüglich weiterer Zinsanhebungen ebenfalls zurückhaltenden FED, wäre denkbar, dass der EUR/USD sich, mit etwas Verzögerung, in den kommenden Wochen auf den Weg in Richtung und über die 1,14er Region bewegt und seine Jahreshochs um 1,1600 ansteuert.

 

Hieraus erwächst dann wiederum die Gefahr, dass die deutsche Wirtschaft ausgehend vom Export weiter an Fahrt verliert.

 

Das Resultat: die EZB könnte sich gezwungen sehen im Dezember die gestern ausgebliebenen geldpolitischen Stimuli mit der Intention den Euro nachhaltig zu schwächen und die Gefahr einer konjunkturellen Abkühlung in Deutschland abzuwenden, auf den Weg bringen.

 

Man erkennt aber bereits: diese Entwicklung benötigt mit Sicherheit Zeit und werden mit Sicherheit nicht in der kommenden Woche auf den Weg gebracht.

 

Da der Wirtschaftsdatenkalender im EUR/USD relativ dünn ist, nur zum Ende der Woche Inflationszahlen aus den USA anstehen, gehe ich davon aus, dass die Price Action dünn und unspektakulär bzw. bewegungsarm bleiben dürfte.

 

Die technisch relevanten Level liegen auf der Oberseite um 1,1370 bzw. 1,1400/1420, auf der Unterseite um 1,1100/1120 bzw. 1,1050/1070.

 

Chart erstellt mit dem MetaTrader4 von JFD

 

Analyse geschrieben von Jens Klatt, Geschäftsführer von Jens Klatt Trading exklusiv für JFD Brokers  

 

 

Wertpapier: EUR/USD


Verpassen Sie keine Nachrichten von Jens Klatt

Jens Klatt ist Gründer und Geschäftsführer von Jens Klatt Trading (www.jk-trading.com). Dort findet der Trading-Interessierte Marktnachrichten und Analysen, alles rund um das Thema Trading-Ausbildung. Zudem fungiert Jens Klatt als Vermögensverwalter und Trader. 

Er ist Autor des deutschsprachigen Trading-Bestsellers "Forex-Trading: Grundlagen, Strategien und Methoden für den erfolgreichen Devisen-Trader" und seit mehr als 10 Jahren als Analyst und Trader in der Finanzbranche tätig.

Klatt hat nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann Mathematik und Volkswirtschaftslehre studiert und währenddessen den Börsenhandel von der Pike auf bei einem großen Börsenmakler erlernt. Ausgehend von seiner langjährigen Expertise an den Finanz- und besonders Devisenmärkten ist er zudem ein gern gesehener Interview-Gast im deutschen Fernsehen (N24, DAF, etc.).

Abonnieren Sie jetzt Ihren Lieblingsautor
Ich habe die Allgemeinen Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung gelesen und stimmt diesen zu.
Autor abonnieren
Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!
Verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!
Newsletter kostenlos abonnieren

Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer

EUR/USD Deutscher Export bricht vierten in Folge ein – muss die EZB im Dezember liefern?

(JK-Trading.com) – Die EZB hat am Donnerstag keinerlei Veränderungen ihres geldpolitischen Kurses auf den Weg gebracht. Überraschendweise reagierte der Euro zum US-Dollar nicht signifikant bullish, stabilisierte sich unterhalb der 1,13er Marke.

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.

Abbrechen

Europas größte ETP-Plattform

Erfahren Sie alles zum Thema Investieren in ETPs. Informieren Sie sich auf etfsecurities.com

Zum Leitfaden

Weitere Nachrichten des Autors