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Rentenungleichheit Rentenangleichung - Exklusive Rentenerhöhung für Ost-Rentner nicht zeitgemäß

09.09.2016, 16:25  |  3974   |   |   

Das Thema wird uns noch lange begleiten - auch fast dreißig Jahre nach der Wiedervereinigung. Die Angleichung des Rentenniveaus Ost an West. Aktuell streitet die Große Koalition über die Finanzierung der Rentenangleichung. Doch: ist die Frage noch zeitgemäß?

Nicht, wenn man eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zu Rate zieht. Demnach seien die Unterschiede zwischen Ost und West 26 Jahre nach der Einheit nicht mehr ausschlaggebend. Vielmehr gebe es von Region zu Region Ungerechtigkeiten ‑ auch im Westen selbst, berichten die „Zeitungen der FUNKE MEDIENGRUPPE“ unter Berufung auf die Studie. So erreicht etwa Wolfsburg das bundesweit höchste durchschnittliche Bruttolohnniveau, in demselben Bundesland liegt aber auch Delmenhorst, das bundesweit unter den 402 Städten und Landkreisen den siebtniedrigsten Wert erreicht.

Keine klare Trennlinie zwischen Ost und West

„Die Bedingungen, die zu dem seit 1990 gültigen Rentenrecht geführt haben, gibt es so nicht mehr. Es existiert keine klare Trennlinie zwischen West und Ost was etwa die Einkommensentwicklung oder das Risiko angeht, arbeitslos zu werden“, sagte IW-Chef Michael Hüther. Auch die Kaufkraft und das Armutsrisiko unterschieden sich nicht nur zwischen Ost- und Westdeutschland. „Mit den gleichen Argumenten von damals könnte man heute auch Regionen in Westdeutschland bei der Rentenberechnung hochstufen“, betonte Hüther in der Studie. „Politisch klug ist eine aufwandsneutrale Angleichung des Rentenrechts, nicht eine exklusive Rentenerhöhung für ostdeutsche Rentner.“

Der Ökonom fordert, die Rentenberechnung in Ost und West gleichzuziehen. „Es kann nicht sein, dass etwa ein Erzieher in Leipzig einen höheren Rentenanwartschaft hat als ein Erzieher in Westdeutschland.“  Die von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) geforderten 7,5 Milliarden Euro an Steuergeldern für die Rentenangleichung hält Hüther für überzogen: „Dass Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble nicht noch mal  7,5 Milliarden Euro in den Rententopf geben will, nachdem der Bundeszuschuss eh schon hoch ist, ist verständlich. Das würde meiner Einschätzung nach auch ein  sozialdemokratischer Finanzminister nicht anders sehen.“



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Kommentare

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Snowy58
15.09.16 14:02:02
Ja, auch ich habe die 100 DM Begrüßungsgeld bekommen. :keks:

Ja, auch ich zahle den Soli seit es ihn gibt und auch ich zahle in die Rentenkasse ein.

Ja, mit dem Geld sind viele gute Dinge angeschoben worden aber auch eine Menge dummer Sachen unter dem Begriff "deutsche Einheit" verbucht wie

- Autobahn A9 Berlin-München und einige andere Verkehrsprojekte die nicht nur auf dem Boden der neuen Bundesländer stattfanden,
- die Verlegung des BGS von der innerdeutschen Grenze an die Ostgrenze und der Ausbau der Grenze,
- Aufbau der Bundeswehr, Natostrukturen, Polizei und sonstiger Staatsorgane in den neuen Bundesländern,
- "Buschprämie" an sogenannte Aufbauhelfer West,
- ein neuer Regierungssitz mit allem drum und dran, u.v.m.

Das Meiste davon wurde übrigens schuldenfinanziert. In der Summe über 1 Billion DM. Heute und in Zukunft zahlen wir die Schulden gemeinsam ab.

Meine Bilanz zu dem Thema fällt durchwachsen aus. Da waren auch Populisten unter den Politikern am Werk, die allen eingeredet haben, das ganze Geld würde bei uns im Porte­mon­naie ankommen.

Wenn ich immer noch 2/3 des Lohnes hier im Osten bekomme, also für gleiche Leistung wie im Westen (und das ist noch eher übertrieben), kommt doch höchstens die Hälfte an Steuern heraus - halt wegen der Steuerprogression.

Darum die Löscher in den Landes- und Kommunalhaushalten und der Finanzausgleich, weil hier immer noch die meisten Billigheimer wohnen.

Im Ausland war ich auch ein paar Jahre zum arbeiten und ich war auch nicht über jeden erzwungenen Arbeitsplatzwechsel glücklich, aber das haben wir alles gemeistert.

Ich bin deshalb zufrieden mit meinem Leben. Ich denke immer, wie würdest du unter den alten Verhältnissen heute dastehen. Da verschwinden jegliche Zweifel.

Deshalb werde ich in ein paar Jahren auch meinen Ruhestand genießen und habe kein schlechtes Gewissen wenn meine Rente vielleicht mit 3,50 € aus dem Westen bezuschusst werden muss.

Sie sollten nicht alles so pauschal und negativ betrachten, im Einzelfall und bei näherer Betrachtung liegt manches ganz anders als es den Anschein hat. Was haben Sie ganz persönlich für Einschnitte und Nachteile in Kauf nehmen müssen?
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prinzregent
15.09.16 11:14:42
1. ja, ich habe 1989 Steuern bezahlt. Und schon 1979 ... usw bis einschliesslich heute.
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hamletberlin33
12.09.16 15:20:10
snowy58, frage ist wohl berechtigt ;)
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hamletberlin33
12.09.16 15:17:31
sry. das ich da mal so direkt sein muß..... was heißt hier unterwandert das ist ja wohl Nonsens hoch vier......
Es gibt wie bei allem Gewinner und Verlieren, im Osten wie auch im Westen..... Wer hat den damals zum Beispiel viele Betriebe und Immobilien aufgekauft die sich Ost-Bürger nicht leisten konnten oder wie sie damals gar kein Kredit für bekommen haben da sie noch zu wenig Einkünfte hatten.......

Und wenn kamen den die ganzen neuen Konsoumenten zu Gute?

und und und und Jobs, das ist Schwachsinn....... genau jetzt zu sagen Flüchtlinge nehmen "uns" diese weg..... mehr Menschen bringen auch wieder mehr Jobs...... Jobs klauen doch letztendlich auch wir Aktionäre, in dem wir immer höhere Renditen und Dividende wollen und genau wie das ganzen ständigen shorten gegen Firmen die sich zu etablieren versuchen die wieder Menschen entlassen müssen damit die Quartalsberichte und Finanzdaten den Aktionär zufrieden stimmen.....




Im übrigen:
Anwartschaften sind - z.B. durch Beitragszahlung - erworbene Werte, die zum Zeitpunkt der Leistungsgewährung zum Anspruch werden.

Die Rente kann nur gezahlt werden, wenn eine gewisse Anwartschaft besteht. Derjenige, der bereits für 60 Monate Pflicht- oder freiwillige Beiträge gezahlt hat, hat damit eine Anwartschaft auf die Regelaltersrente mit 65 Jahren erworben. Er erhält diese Leistung aber erst dann, wenn er 65 Jahre alt ist und die Regelaltersrente beantragt.


Ist also Schwachsinn pauschal zu sagen der Erzieher im Osten bekommt mehr wenn er höhere beiträgen bezahlen muß!
Avatar
Snowy58
12.09.16 11:16:59
Nur eine Frage: haben Sie 1989 schon Steuern gezahlt?

Disclaimer

Rentenungleichheit Rentenangleichung - Exklusive Rentenerhöhung für Ost-Rentner nicht zeitgemäß

Die Angleichung des Rentenniveaus Ost an West begleitet uns auch fast dreißig Jahre nach der Wiedervereinigung. Aktuell streitet die Große Koalition über die Finanzierung der Rentenangleichung. Doch: Ist die Frage noch zeitgemäß?

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