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Aktien Frankfurt Eröffnung DAX rauscht nach unten – Rückkehr der Zinsangst

Gastautor: Jochen Stanzl
12.09.2016, 09:34  |  1160   |   |   

Das Minus von zwei Prozent am Freitag an der Wall Street fühlt sich an wie eine Korrektur um 10 Prozent, da es sich die Aktienmärkte in den vergangenen Wochen in der Sommerpause gemütlich machten und ihnen jegliche Volatilität abhanden gekommen war. Diese Schwankungen aber kommen jetzt mit dem höheren Volumen wieder an die Börse zurück. Die Sommerpause ist spätestens am Freitag zu Ende gegangen.

In der vergangenen Woche noch wurde beim DAX über den Ausbruch aus der oberen Spanne bei 10.800 Punkten spekuliert. Nun ist der Index nach unten rausgefallen. Die Enttäuschung über das Abwarten der EZB hätten die Anleger wohl noch verkraftet. Aber die sich nun dazu gesellende Angst vor einer weiteren Zinserhöhung in den USA ist dann doch eine Sorge zu viel. Die Richtung der Börsen für das letzte Viertel des Jahres dürfte sich damit in diesen Tagen entscheiden.

Es gab noch nie eine Zeit, in der Staatsanleihen und Aktien gleichzeitig so hoch bewertet waren wie heute. Das hätte auch noch lange so weiter gehen können, solange die Zinsen tief bleiben. Am Freitag aber haben die Anleger damit begonnen, die Zinswende in den USA ernst zu nehmen und sich auf höhere Zinsen einzustellen. Die Hoffnung auf tiefe Zinsen für lange Zeit hat sich als Irrglaube herausgestellt.

Das Ignorieren der Zinswende war ein Fehler. Die Federal Reserve nutzte den letzten Tag vor der Schweigeperiode der nächsten Sitzung, um ziemlich konkret auf einen anstehenden Zinsschritt hinzuweisen. Die September-Sitzung wird damit zum bestimmenden Thema in dieser Woche.

Wertpapier: DAX


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Jochen Stanzl ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets in Frankfurt. Davor war er über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Das Minus von zwei Prozent am Freitag an der Wall Street fühlt sich an wie eine Korrektur um 10 Prozent, da es sich die Aktienmärkte in den vergangenen Wochen in der Sommerpause gemütlich machten und ihnen jegliche Volatilität abhanden gekommen war. Diese Schwankungen aber kommen jetzt mit dem höheren Volumen wieder an die Börse zurück. Die Sommerpause ist spätestens am Freitag zu Ende gegangen.

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