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Das Wochenende als die Fed das Lehman-Schicksal besiegelte

13.09.2016, 05:05  |  429   |   |   

Am Sonntag beging die Welt den 15. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001. Ein Datum, das die Welt veränderte. Vor acht Jahren geschah ähnlich weltveränderndes: Über das Wochenende vom 12. bis zum 14. September 2008 besiegelte die US-Notenbank Fed in einem einzigartigen Sitzungsmarathon das Ende der Investmentbank Lehman Brothers.

Erinnern Sie sich noch an die verrückten Zeiten der amerikanischen Immobilienkrise 2007/2008? Damals brachte jeder Tag neue Hiobsbotschaften vom Häusermarkt, besonders von den Subprime genannten Schrottanleihen. Bei den weltweiten Banken sorgte das für wachsende Unruhe. Aber während die überschuldeten Immobilien zum Teil einfach verlassen wurden, waren bei Banken einfache Lösungen nicht möglich.

In Folge der Subprime-Krise wurden zahlreiche kleinere Institute verstaatlicht bzw. abgewickelt. Nach der Übernahme (und damit der Rettung) der bedeutenden Investmentbank Merrill Lynch durch die Bank of America, glaubten viele Anleger, dass eine solche Rettung auch bei anderen großen Instituten erfolgen würde.

Aber im Fall der 158 Jahren alten Investmentbank Lehman Brothers konnten oder wollten die Fed und die anderen beteiligten Banken nicht mehr.

Die Folgen dieser Entscheidung sollten die Finanzwelt verändern.

Als die Börsen am Montag, es war inzwischen der 15. September, öffneten, war das Schicksal von Lehman Brothers, deren Aktionären, Mitarbeiter und Kunden besiegelt: Die erste große Bank der neueren Geschichte ging pleite (bzw. beantragte Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Konkursrechts).

Die Folgen waren verheerend. Kursstürze waren dabei nur die sichtbaren Folgen. Unsichtbar dagegen verlief der Zusammenbruch des Interbankenmarktes. Nachdem die erste Bank pleite ging, vertraute kein Institut mehr dem anderen – schließlich konnte jedes Institut das nächste sein. Als Ergebnis davon war die Finanzkrise geboren. Die folgenden Jahre sollten die gesamte Finanzbranche verändern. Sowohl personell als auch finanziell konnten die Banken nicht mehr an die Zeit davor anknüpfen. Die angestoßene Regulierung ist noch heute ein Bremsklotz für viele Banken. Von den Altlasten, unter denen viele Häuser noch heute leiden nicht zu reden.

Für Privatanleger stellt die Finanzkrise eine Zäsur dar. Zum ersten Mal wurde der Begriff Emittentenausfallrisiko mit Leben gefüllt. Inhaber von Lehman-Zertifikaten gingen leer aus. Seither schauen Anleger auch immer auf die Bonität eines Emittenten. Insofern hat die Finanzkrise auch ihr Gutes gehabt.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg bei der Geldanlage

Ihre dieboersenblogger.de-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Wertpapier: DAX


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Christoph Scherbaum M.A. und Diplom-Betriebswirt Marc Schmidt sind die Gründer von dieboersenblogger.de. Der Social-Börsenblog wurde Ende 2008 im Zeichen der Finanzkrise von den zwei Finanzjournalisten gegründet und hat sich seither fest in der Börsenmedienlandschaft etabliert. Heute schreibt ein gutes Dutzend Autoren neben Christoph Scherbaum und Marc Schmidt über Aktien, Geldanlage und Finanzen. Weitere Informationen: www.dieboersenblogger.de.

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Das Wochenende als die Fed das Lehman-Schicksal besiegelte

Am Sonntag beging die Welt den 15. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001. Ein Datum, das die Welt veränderte. Vor acht Jahren geschah ähnlich weltveränderndes: Über das Wochenende vom 12. bis zum 14. September 2008 besiegelte die US-Notenbank Fed in einem einzigartigen Sitzungsmarathon das Ende der Investmentbank Lehman Brothers.

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