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High-Speed-Internet: Speed für alle - EU-Kommission drückt auf die Tube
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High-Speed-Internet Speed für alle - EU-Kommission drückt auf die Tube

13.09.2016, 10:03  |  1264   |   |   

EU-Digitalkommissar Günther Oettinger will den zögerlichen Ausbau des Hochgeschwindigkeits-Internets durch neue Investitionsanreize vorantreiben. Der Deutsche setzt dabei vor allem auf die Konkurrenten der ehemaligen Staatsmonopolisten.

Anders als von der Deutschen Telekom seit Jahren gefordert, will der EU-Kommissar die ehemaligen Staatsbetriebe nicht weitgehend von der strikten Netzregulierung ausnehmen, sondern vor allem die Position der Konkurrenten stärken und diese entlasten. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (F.A.Z.) unter Berufung auf einen Entwurf für das Telekompaket der Kommission. Demnach sollen bis 2025 so alle Haushalte in Europa mit Anschlüssen mit Übertragungsraten von mindestens 100 Megabit je Sekunde versorgt werden, die bei Wunsch problemlos auf 1 Gigabit je Sekunde aufgestockt werden können
 
Die nationalen Regulierungsbehörden sollen alle drei Jahre prüfen, wie der Netzausbau vorankommt und welche Ausbauprojekte angekündigt sind. Sollte sich herausstellen, dass ein Projekt – etwa von der Deutschen Telekom – nur mit dem Ziel angekündigt wurde, um Initiativen etwa der Kommunen für einen eigenen Ausbau des Breitbandnetzes auszubremsen, sollen die Regulierungsbehörden Strafen verhängen können, heißt es weiter in dem Bericht.
 
Die Telekom-Wettbewerber sollen freien Zugang zu schon verlegten Leerrohren erhalten, um ihre eigenen Netze billig ausbauen zu können. Zudem will die Kommission gemeinsam von mehreren Telekomunternehmen – etwa dem ehemaligen Staatsmonopolisten und einem Konkurrenten – vorangetriebene Projekte zum Glasfaserausbau nicht so streng regulieren. Würde die Telekom das Netz allein ausbauen, müssten sie hingegen wie bisher ihren Konkurrenten billigen Zugang zu dem neuen Netz verschaffen. Das Unternehmen wehrt sich seit Jahren eben dagegen und argumentiert, damit lohne sich die Investition in neue Netze nicht.

Wertpapier: Deutsche Telekom


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