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Kolumne: Werner Kolitsch (M&G): Minus-Zinsen - Multi Asset unter erschwerten Bedingungen
Foto: www.assetstandard.de

Kolumne Werner Kolitsch (M&G): Minus-Zinsen - Multi Asset unter erschwerten Bedingungen

Nachrichtenquelle: Asset Standard
10.09.2016, 00:00  |  189   |   |   

Unter Fondsmanagern gilt die Steuerung eines Multi-Asset-Portfolios als Königsdisziplin. Bei keiner anderen Anlagestrategie müssen so viele verschiedene Märkte und Entwicklungen gleichzeitig verfolgt und bewertet werden. Leitzinsänderungen, Regulierung, Inflation, Investitionsklima und viele andere Faktoren wirken sich auf eine große Bandbreite von Anlageklassen aus. Sie alle zu verfolgen und ihre Wirkung zu antizipieren ist eine besonders spannende, aber auch herausfordernde Aufgabe.

Gerade dieser weite Blick auf Märkte und Möglichkeiten erlaubt es dem Manager, in die weltweit vergleichsweise aussichtsreichsten Anlageklassen und -segmente zu investieren. Cash gehört angesichts der aktuellen Null- und Negativzinsen derzeit ganz sicher nicht dazu. Und doch stecken deutsche Privatanleger über 40 Prozent ihres investierten Vermögens in Barmittel, also etwa Festgeld, Sparkonten oder Geldmarktpapiere. Selbst bei den aktuell niedrigen Inflationswerten kann mit null Prozent Zinsen der langfristige Vermögensaufbau nicht gelingen. Dabei sind Sicherheit und Vorsorge für viele Anleger die wichtigsten Ziele. Aber auch professionelle Investoren kaufen Bundesanleihen, obwohl deren Rendite auf Zehnjahressicht mittlerweile gerade noch Null ist. Sie sind offenbar dazu bereit, Assets zu halten, mit denen sie in den nächsten zehn Jahren real Geld verlieren werden.

Volatilität ist nicht gleich Risiko

Woher stammt die hohe Abneigung gegen risikobehaftete Anlagen? Viele Anleger suchen Sicherheit, die – insbesondere in Deutschland – gern mit stabilen Preisen gleichgesetzt wird. Tatsächlich zeigt die Kurve für Barmittel im Zeitverlauf die mit Abstand geringsten Ausschläge, während sich die Kurse für Anleihen auf und ab bewegen und die Aktienkurse dem Anleger wilde Zacken zumuten.

Diese Volatilität schreckt viele ab. Und in Anbetracht der Turbulenzen nach der Finanzkrise von 2008 wundert es nicht, dass Anleger vorsichtig sind. Aber was ist, wenn das größte Risiko darin besteht, das Risiko misszuverstehen? Kurzfristige Schwankungen sollten nicht davon abhalten, den längerfristigen, auf fundamentale Fakten gestützten Überzeugungen zu vertrauen.

Hier setzt unsere Multi Asset-Strategie an: Ausgangspunkt ist immer die Bewertung, also die Frage, was in den aktuellen Kursen eingepreist ist. Daneben analysieren wir die Stimmung am Markt, denn wir wissen um die – zumindest kurzfristige – Wirkung von Emotionen auf Investmententscheidungen, die die Kurse oft von ihrem „fairen Wert“ abweichen lassen. Mit den Erkenntnissen der Verhaltensökonomie lassen sich solche Übertreibungen nicht nur erkennen, sondern auch ausnutzen.

Die Macht der Emotionen nutzen

Ein Beispiel: Die reale Aktienrendite auf Basis der Unternehmensgewinne hat sich in den letzten Jahren nicht wesentlich verändert. Die Risikoprämie für Aktien, also der Aufschlag gegenüber einer risikolosen Anlage, ist jedoch stark gestiegen – vor allem, weil die Investoren Volatilität fürchten. Zwischen Dezember letzten Jahres bis Mitte Februar 2016 fiel der Dax um über 20 Prozent. Ab Ende Januar sank er aber nur noch, weil die Marktteilnehmer Angst hatten, nicht mehr aus einer begründeten Sorge um die Weltwirtschaft.

In solchen Phasen kaufen wir gerne Risiko-Assets. Und tatsächlich erholte sich der Aktienmarkt im Frühjahr wieder deutlich. Wieder nicht aufgrund fundamentaler Neuigkeiten, sondern nur durch die Nachricht, dass die globale Konjunktur leicht wächst.

Unsere These lautet daher: Wer jetzt in Aktien und andere risikobehaftete Assets investiert, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in den kommenden Jahren eine positive Rendite erzielen, die über dem Ertrag von Barmitteln liegt. Deutsche Aktien halten wir dabei für sehr attraktiv, daneben auch Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien sowie Japan, Korea und Taiwan in Asien. In all diesen Märkten sind die Anleger zu pessimistisch und die Risikoprämien daher hoch. Dasselbe gilt für US-amerikanische Unternehmensanleihen. Die vermeintlichen „Safe Havens“ dagegen – allen voran die Staatsanleihen der Industriestaaten – sind im Vergleich gefährlich. Denn wenn die Wirtschaft weiter wächst und die Renditen wieder steigen, kann dies zu Verlusten führen. Das wäre falsch verstandene Sicherheit.

Von Werner Kolitsch, Head of Germany, M&G Investments.

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