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Marktüberblick (14. September 2016)
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Marktüberblick (14. September 2016)

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14.09.2016, 08:08  |  427   |   |   

Am deutschen Aktienmarkt überwogen am Dienstag nach einer zwischenzeitlichen Erholung am Ende die negativen Vorzeichen. Händler verwiesen zur Begründung vor allem auf die anhaltende Unsicherheit im Vorfeld der in der nächsten Woche anstehenden Fed-Sitzung. Keinen Einfluss auf das Kursgeschehen hatte der am Vormittag veröffentlichte ZEW-Index der Konjunkturerwartungen. Er verharrte auf dem Wert des Vormonats bei 0,5 Punkten. Volkswirte hatten hingegen im Mittel ihrer Schätzungen mit einem Anstieg auf 1,5 Zähler gerechnet. Der DAX endete 0,43 Prozent schwächer bei 10.387 Punkten. Für den MDAX der mittelgroßen Werte ging es um 0,49 Prozent nach unten auf 21.061 Punkte. Gegen den Trend konnte der TecDAX um 0,33 Prozent auf 1.742 Zähler zulegen. Im HDAX der 110 größten deutschen Werte gab es 42 Gewinner und 68 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 79 Prozent. Das Volumen im DAX belief sich auf 90 Millionen Aktien im Wert von 2,85 Milliarden EUR (5-Tage-Durchschnitt: 3,00). Bei der Sektorenbetrachtung waren Technologiewerte vorne, während Banken, Versorger und Versicherungen die größten Verluste verbuchten. Mit Abstand stärkster DAX-Wert war Linde mit einem Kurssprung um 4,62 Prozent. Hintergrund waren Personalien, die Anleger spekulieren ließen, dass es vielleicht hierdurch doch zu einem späteren Zusammengehen mit dem Konkurrenten Praxair kommen könnte. Der Finanzvorstand Georg Denoke hatte seinen Posten mit sofortiger Wirkung geräumt. CEO Wolfgang Büchele wird seinen Vertrag nicht über April 2017 verlängern. E.ON verlor am DAX-Ende 2,89 Prozent. Im TecDAX profitierte Dialog Semiconductor von guten Vorbestellungen zum iPhone 7 und stieg um 3,51 Prozent.

An der Wall Street verabschiedeten sich die Indizes mit deutlichen Verlusten aus der Sitzung. Der Dow Jones Industrial endete 1,40 Prozent schwächer bei 18.067 Punkten. Der Nasdaq 100 fiel um 0,87 Prozent auf 4.723 Zähler. Die Marktbreite stellte sich extrem negativ dar. 88 Prozent aller Werte an der NYSE schlossen mit negativen Vorzeichen. Das Abwärtsvolumen lag bei 95 Prozent des Gesamtvolumens. 18 neuen 52-Wochen-Hochs standen 34 neue Tiefs gegenüber. Alle Sektoren verzeichneten Verluste. Am deutlichsten unter die Räder geriet der Energiesektor aufgrund fallender Ölpreise. Apple stellte mit plus 2,38 Prozent den einzigen Gewinner im Dow. Für das neueste iPhone liegen laut T-Mobile US so viele Vorbestellungen vor, wie für keines der Vorgängermodelle. Am Dow-Ende gaben Chevron und Exxon 2,75 beziehungsweise 2,38 Prozent nach.

Am Währungsmarkt wertete der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index, der die Entwicklung des Greenback gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen widerspiegelt, kletterte um 0,46 Prozent auf 95,55 Punkte. Der Euro präsentierte sich gegenüber allen anderen Majors mit Ausnahme des US-Dollars fest. EUR/USD gab nach einem volatilen Geschäft um 0,13 Prozent auf 1,1219 USD nach. Intraday schwankte das Paar zwischen 1,1204 USD und 1,1259 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen zeigte der Aussie die stärksten Verluste. Allgemein litten Rohstoffwährungen unter fallenden Rohstoffnotierungen, allen voran Real, Rand und Neuseeland-Dollar.

Mit den Rohstoffpreisen ging es am Berichtstag überwiegend nach unten. Der S&P GSCI Index für 24 Spotpreise verlor 1,74 Prozent auf 350,59 Punkte. Nachdem am Vortag bereits die OPEC mit ihrem Monatsbericht ihre Bedarfs-Schätzungen für 2017 nach unten revidiert hatte, folgte gestern die International Energy Agency (IEA) mit belastenden Nachrichten. Aufgrund eines scharfen Rückgangs im Wachstum der Nachfrage, hoher Lagerbestände sowie eines steigenden Angebots geht die Organisation nun davon aus, dass der Markt mindestens noch bis Mitte 2017 überversorgt sein wird. Brent-Öl verbilligte sich um 2,38 Prozent auf 47,17 USD. WTI-Öl notierte 3,00 Prozent schwächer bei 44,90 USD. US-Erdgas fiel um 0,21 Prozent auf 2,91 USD. Kupfer legte an der Comex um 0,07 Prozent auf 2,10 USD zu. Gold handelte 0,14 Prozent tiefer bei 1.324 USD (1.175 EUR). Silber, Platin und Palladium verloren zwischen 0,09 und 0,66 Prozent.

Am Rentenmarkt setzte sich der jüngste Trend zu steigenden Renditen nach einem volatilen Handelstag am Ende fort. Die am Vormittag festgestellte Umlaufrendite fiel jedoch um drei Basispunkte auf minus 0,14 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen legte bis zum Abend um vier Basispunkte auf ein 3-Monats-Hoch bei 0,07 Prozent zu. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,38 Prozent auf 162,92 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes stieg um fünf Basispunkte auf 1,73 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute Morgen überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index gab zuletzt um 0,54 Prozent auf 136,46 Punkte nach.

Heute steht von der Makroseite die Industrieproduktion in der Eurozone im Juli im Fokus. Die Konsensschätzung lautet auf einen Rückgang um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Am Ölmarkt dürften die Daten zu den wöchentlichen US-Lagerbeständen besondere Beachtung finden. Nach dem starken Einbruch der Vorwoche wird ein Anstieg der Rohölvorräte um 4 Millionen Barrel erwartet. Unternehmensseitig veröffentlicht Gerry Weber die Zahlen zum dritten Quartal. Daneben dürfte Bayer mit einer gestern Abend veröffentlichten Bloomberg-Meldung im Fokus stehen. Demnach haben die Leverkusener ihr Angebot für Monsanto erneut leicht erhöht und sind außerdem bereit, bei einem Scheitern der geplanten Übernahme eine Entschädigung von nun 3 statt bislang 1,5 Milliarden USD zu leisten.

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