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Auto-Milliardäre Elon Musk und die Quandts – ein Duell über Tesla und BMW hinaus

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
14.09.2016, 11:35  |  862   |   |   
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Tesla (WKN:A1CX3T)-Gründer Elon Musk erregt zwar viel Aufmerksamkeit, aber noch reicher sind die Quandts, insbesondere Susanne Klatten und Stefan Quandt, die zusammen 46,7 % an BMW (WKN:519000) halten.

Ein Blick in die weiteren Investments zeigt, dass es bei diesem Duell um viel mehr als die Krone bei der Elektromobilität geht. Lass uns daher mal analysieren, auf welche Seite wir uns als Anleger besser schlagen sollten.

Die Kontroverse um die Brennstoffzelle

Elon Musk ist bekanntlich ein großer Skeptiker, was den Einsatz von Brennstoffzellen im Automobil angeht. Immer wieder hat er in öffentlichen Statements deutlich gemacht, dass er diese Technologie als Rohrkrepierer ansieht.

Das sieht man bei BMW allerdings anders. Dort geht man durchaus davon aus, dass eines Tages die Brennstoffzelle einen Großteil des Batteriepacks ersetzen kann. Seit 2013 entwickelt man die Technologie im Verbund mit Toyota (WKN:853510) weiter. Spätestens 2020 will BMW ein Modell im Angebot haben, das auf einer gemeinsamen Plattform basiert.

Die Vorteile liegen auf der Hand: schnelles Auftanken und lange Reichweite. Was die Infrastruktur angeht, können sowohl Schnellladestationen als auch Wasserstofftankstellen genutzt werden, gegebenenfalls sogar gleichzeitig.

Ausgang ungewiss

Trotzdem bleiben weiterhin Fragen der Wirtschaftlichkeit. Behält Elon Musk recht, dann verschafft er sich einen großen Vorteil, weil er noch mehr Lithium-Batterien aus seiner Giga-Factory absetzen könnte, während BMW seine Forschungsanstrengungen abschreiben müsste.

Im anderen Fall würde vor allem Susanne Klatten stark profitieren. Denn ihr verlustträchtiges Beteiligungsunternehmen SGL Carbon (WKN:723530) entwickelt und produziert Produkte für Brennstoffzellen und würde möglicherweise seinem Ziel, den Anteil technischer Produkte am Konzernumsatz zu erhöhen, ein gutes Stück näher kommen.

Auch die Wirtschaftlichkeit von Windkraft würde sich erhöhen, wenn über das umgekehrte Brennstoffzellen-Prinzip im großen Stil überschüssiger Strom zur kosteneffizienten Wasserstofferzeugung genutzt werden könnte, was bereits in ambitionierten Pilotprojekten erforscht wird.

Erneuerbare Energien und die Elektromobilität könnten so noch enger miteinander verknüpft werden und Nordex (WKN:A0D655), eine weitere Beteiligung von Susanne Klatten, würde bestimmt profitieren.

Die Wette auf das Solar-Geschäft

Mit Windkraft hat Elon Musk kaum etwas am Hut, er setzt lieber auf Photovoltaik. Kürzlich verkündete er die bei Analysten hochumstrittene Übernahme von SolarCity (WKN:A1J6UM), einer der größten Projektentwickler und -betreiber der Branche.

Aber auch bei der Sonnenkraft kommt er mit einem der Quandts ins Gehege: Stefan ist gleich an zwei einschlägigen Unternehmen beteiligt. Zunächst ist er ein führender Investor des aussichtsreichen Organische-Photovoltaik-Unternehmens Heliatek. Dieses will das Geld aus der letzten Finanzierungsrunde dazu nutzen, zukünftig einen Quadratkilometer flexibler Solarfolie pro Jahr herstellen zu können.

Dabei ist angedacht, diese Folien nicht nur an Gebäuden sondern auch auf Fahrzeugen anzubringen; zunächst integriert in das Dachfenster soll später die gesamte Außenhaut von Fahrzeugen bedeckt werden. Es ist durchaus denkbar, dass bereits der kommende Brennstoffzellen-BMW davon profitiert.

Noch größer ist das Investment in den sächsischen Photovoltaikhersteller Solarwatt, an dem Stefan Quandt 90 % der Anteile hält. Letztes Jahr hat das Unternehmen ein fortschrittliches Batteriespeichersystem vorgestellt. Damit konkurriert es kurioserweise mit einem Nachfolge-Unternehmen des Varta-Imperiums der Quandt-Vorfahren, sowie natürlich auch mit Teslas Powerwalls.

Gleichzeitig engagiert man sich genauso wie SolarCity bei den Themen Carports und Ladestationen, wodurch sich der Kreis zur Elektromobilität erneut schließt.

Und was machen wir daraus?

Ich persönlich habe riesigen Respekt vor der Pionierleistung in der Elektromobilität und den großen Visionen des Elon Musk. Allerdings schaue ich mir das lieber von der Seitenlinie aus an, als dass ich mein Geld dort riskieren würde.

Zurückhaltender und etwas solider investieren die Quandts. Voll überzeugen will aber auch deren Anlagestrategie nicht. Vieles wirkt zu klein oder nicht zu Ende gedacht. Mit ihren tiefen Taschen könnten sie ein viel größeres Rad drehen — ein Schuss Musk würde man ihnen dafür wünschen.

Lediglich ihre Treue zu BMW hat sich mehr als ausbezahlt. Dieses langfristige Engagement wird ihnen voraussichtlich noch viele Jahre Freude bereiten und erlaubt ihnen, den ein oder anderen Fehlschlag problemlos wegzustecken. Wer es ihnen gleich macht und bei einem starken Unternehmen Jahrzehnte dabeibleibt, der wird vielleicht nicht zum Milliardär, aber für eine stattliche Zusatzrente sollte es reichen.

Die nächste Milliarden Dollar Revolution ist hier

Tesla Gründer Elon Musk hat riesige Pläne für ein anderes Unternehmen, von welchem er in seinen Worten erwartet, dass es Fabriken baue, die "eine Größenordnung größer sind, als die größte heute in der Welt existierende Fabrik". Investoren auf der ganzen Welt wurden bereits reich mit Tesla. Könnte dieses andere revolutionäre Unternehmen dein Ticket zum Reichtum sein? Du kannst mehr herausfinden, wenn du den Sonderbericht von The Motley Fool "Die aufstrebenden Wachstumsaktien, die Warren Buffett niemals kaufen wird -- aber kaufen sollte" liest. Klick hier, um kostenlosen Zugang zu dem Bericht zu erhalten.

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Ralf Anders hält keine Wertpapiere genannter Unternehmen. The Motley Fool empfiehlt BMW. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Tesla Motors.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.



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Die Mission von The Motley Fool ist: Der Welt zu helfen, besser zu investieren. Fool.de zeigt den Menschen, bessere finanzielle Entscheidungen zu treffen. Um dieses Ziel zu erreichen, bietet Fool.de Kommentare und Tipps zum Aktienmarkt, allgemeinen Investmentthemen und Investitionsmöglichkeiten. The Motley Fool ist Verfechter des Shareholder Value und setzt sich unermüdlich für den individuellen Investor ein.

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