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Wie man unterbewertete Aktien findet

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
14.09.2016, 12:00  |  806   |   |   
Foto: The Motley Fool

Solide Unternehmen zu bequem niedrigen Bewertungen zu kaufen kann eine sehr gute Strategie sein, um seine Investmentrenditen langfristig zu maximieren. Daher wollen wir diese Mal einen Blick auf eine einfache Methode werfen, wie man unterbewertete Aktien findet und warum Namen wie Apple (WKN: 865985), IBM (WKN:851399) und Foot Locker (WKN:877539) so interessante Kandidaten sind.

Die Zahlen

Zuerst einmal sehen wir uns Unternehmen an, die mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 15 gehandelt werden. Nur mal um hier einen Vergleich zu geben, das durchschnittliche Unternehmen im S&P 500 Index hat ein erwartetes Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 19,3. Daher sind Aktien, die diesen Filter durchlaufen haben, deutlich günstiger, als der breite Markt.

Es ist aber nicht besonders sinnvoll eine Aktie zu kaufen, die einfach nur billig aussieht, wir müssen auch andere Variablen in Betracht ziehen, wie die Profitabilität des Unternehmens, um solche Unternehmen zu vermeiden, die nicht genügend Rendite für die Aktionäre generieren. Die Eigenkapitalrendite sagt uns, wieviel Gewinn ein Unternehmen für jeden Dollar an Aktienkapital generiert und eine Eigenkapitalrendite von über 20 % wird generell als attraktiv angesehen. Nur Unternehmen mit einer Eigenkapitalrendite von über 20 % haben unseren Filter hier überstanden.

Wenn ein profitables Unternehmen zu einer günstigen Bewertung gehandelt wird, dann liegt das üblicherweise daran, weil es einen Grund für die negative Stimmung um das Geschäft gibt. In vielen Fällen ist das die kurzfristige Unsicherheit bei den Umsätzen und Gewinnen.

Bei dem folgenden Kriterium schauen wir nur auf Unternehmen mit positiven Erwartungen für das Gewinnwachstum in den nächsten fünf Jahren. Der Gedanke dahinter ist, das Unternehmen zu vermeiden, die sich auf einem permanenten Abwärtsgleis befinden und sich stattdessen nur auf die Namen zu konzentrieren, die vielleicht gerade eine schwere Phase durchmachen, aber immer noch solide langfristige Wachstumsperspektiven liefern.

Schließlich suchen wir nach Unternehmen, die auch mit relativ niedrigen Bewertungen gehandelt werden, die also gesund profitabel sind, eine positive Wachstumserwartung in den kommenden Jahren bieten. Namen wie Apple, IBM und Footlocker sind einige Unternehmen, die diese speziellen Kriterien erfüllen.

Unternehmen Erwartetes KGV Eigenkapitalrendite Erwartetes Wachstum 5 Jahre
Apple 12,1 37,9 % 7,85 %
IBM 11,3 82 % 2,85 %
Foot Locker 12,6 21,5 % 9,17 %

DATA SOURCE: FINVIZ.  

Apple

Apple besitzt eie der wertvollsten Marken auf der Welt und die Kunden sind geradezu berüchtigt loyal gegenüber diesem Unternehmen. Apple hat in den letzten Quartalen aber rückläufige Umsätze gemeldet. Die Gesamtumsätze fielen im Jahresvergleich um 15 % im Quartal, das im Juni endete. Interessanterweise scheint der Großteil dieser Schwäche aber nicht langfristig zu sein, denn das iPhone 6 war ein Riesenerfolg für Apple im Jahr 2015 und das macht den jährlichen Vergleich im Jahr 2016 sehr schwierig für das Unternehmen.

Aber der Jahresvergleich wird in den kommenden Jahren weniger schwer sein, da wir 2016 eher moderatere Verkäufe hatten und die Verkäufe beim iPhone wieder ansteigen sollten, sobald die Kunden sich ein neues kaufen. Das wird ein starker Umsatztreiber in Zukunft sein. Darüber hinaus scheint die Sparte Dienste bei Apple besonders vielversprechend. Das Unternehmen generierte im letzten Quartal in dieser Sparte 6 Milliarden Dollar, wobei sich die Umsätze um 19 % im Jahresvergleich erhöhten.

Wenn wir uns die potentiellen Verbesserungen im iPhone-Segment und die wachsenden Umsätze in der Sparte Dienste ansehen, dann scheint es nicht unvernünftig, wenn wir eine bessere finanzielle Performance mittelfristig erwarten. Wenn das passiert, dann könnte die Aktie deutliches Wachstumspotential von den aktuell niedrigen Niveaus bieten.

IBM

IBM macht gerade eine Umstrukturierungsphase durch. Das Unternehmen reduziert gerade die Sparten Hardware und andere Geschäfte mit niedrigen Margen, und das schadet den Umsätzen des Unternehmens. In diesem Zusammenhand meldete Big Blue einen Umsatzrückgang von 3 % während dem 2. Quartal 2016.

Andererseits investierte IBM aggressiv in mehrere Sparten, die als strategische Imperative identifiziert wurden. Dazu gehören Cloud-Technologie, Analyse, Sicherheit, der soziale Bereich und mobile Technologien. Die Umsätze dieser strategischen Imperative stiegen im letzten Quartal um 12 % und diese Sparten machen jetzt 38 % des Unternehmensumsatzes auf Jahresbasis aus.

Wenn dieses strategischen Imperative weiterhin schneller wachsen, als der Rest des Geschäftes, dann sollten Sie in den kommenden Jahren immer mehr von den Gesamtumsätzen einnehmen. In solch einem Szenario könnte sich die Performance von IBM deutlich verbessern, was sehr positiv für die Aktionäre wäre.

Foot Locker

Foot Locker arbeitet in einem sehr schwierigen Umfeld, denn Einzelhandelsgeschäfte stehen vor dem Problem von immensem Wettbewerbsdruck aus der Onlinesparte. Das schadet nicht nur dem Umsatzwachstum für traditionelle Einzelhändler quer durch die Bank, sondern auch den Gewinnmargen, die gerade schwer unter Feuer geraten sind, weil die Online-Konkurrenz auch deren Preissetzungsmacht negativ beeinflusst. Das ist wahrscheinlich auch einer der Hauptgründe, warum die Foot-Locker-Aktie immer noch sehr günstig, verglichen mit Unternehmen aus anderen Bereichen, gehandelt wird.

Aber Foot Locker schafft es erfolgreich durch diesen Sturm zu manövrieren. Im letzten Quartal stiegen die Umsätze um 5 %, während das flächenbereinigte Umsatzwachstum ich um 4,7 % erhöhten. Die Brutto-Gewinn-Marge erhöhte sich von 32,6 % auf 33 % der Umsätze. Daher beweist Foot Locker, dass es die Umsätze und die Gewinne auch unter schwierigen Marktbedingungen steigern kann.

Selbst ein mittelmäßiges Unternehmen kann sich gut entwickeln, wenn die Konditionen günstig sind. Aber Foot Locker bietet eine solide Performance in einem schwierigen Umfeld, und das zeigt, dass die Basis des Unternehmens und das Management hier auf jeden Fall gut sind.

Foolishes Fazit

Es gibt keine Formel, mit der man unterbewerte Aktien findet, aber wenn man nach günstigen Unternehmen mit hohen Gewinnen und gesunden, langfristigen Perspektiven Ausschau hält, dann ist das schon mal ein guter Anfang. Apple, IBM und Footlocker sind Unternehmen, die sich von der Masse abheben, die ihre eigenen Stärken und Schwächen haben, aber sie haben ein wichtiges Merkmal gemeinsam. Die drei Unternehmen sind attraktive Kandidaten für Investoren, die nach unterbewerteten Käufen suchen.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2018 $90 Calls auf Apple, Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Andrés Cardenal auf Englisch verfasst und wurde am 10.09.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

Wertpapier: Apple, IBM, Foot Locker


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Die Mission von The Motley Fool ist: Der Welt zu helfen, besser zu investieren. Fool.de zeigt den Menschen, bessere finanzielle Entscheidungen zu treffen. Um dieses Ziel zu erreichen, bietet Fool.de Kommentare und Tipps zum Aktienmarkt, allgemeinen Investmentthemen und Investitionsmöglichkeiten. The Motley Fool ist Verfechter des Shareholder Value und setzt sich unermüdlich für den individuellen Investor ein.

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