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Drei Gründe, warum Barrick Gold noch weiter steigen könnte

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
14.09.2016, 16:00  |  678   |   |   
Foto: Franco Nevada Corporation

Nach dem Brexit, bei all den Anzeichen von wachsender globaler wirtschaftlicher Instabilität, ist der Goldpreis sehr stark gestiegen und steht jetzt 27 % höher als das 6-Jahres-Tief von 1056,20 US-Dollar pro Unze. Das hat eine massive Rally unter den Goldminenunternehmen ausgelöst, wobei die Schwergewichte in diesem Bereich, darunter Barrick Gold (WKN: 870450), Newmont Mining (WKN: 853823) und Yamana Gold (WKN:357818) alle auf Höchststände geschossen sind, die wir seit Ende 2013 nicht mehr gesehen haben.

Barrick hat im Jahresvergleich massive 54 % zugelegt und es gibt Anzeichen, dass es sogar noch weiter nach oben gehen könnte.

Und weiter?

Erstens ist Barrick das Unternehmen mit den geringsten Betriebskosten in der Industrie. Einer der Kernvorteile von Barrick war immer die Fähigkeit, die Kosten bis zu dem Punkt zu reduzieren, wo sie inzwischen die niedrigsten operativen Kosten unter den großen Goldminenunternehmen darstellen.

Im 2. Quartal 2016 betrugen die nachhaltigen Gesamtkosten 782 US-Dollar pro Unze, was deutlich unter den 1067 US-Dollar von Gold Core oder den 867 US-Dollar von Newmont Mining liegt. Das stellt eine Reduzierung von 13 % verglichen mit dem Vorjahr dar. Damit ist Barrick sehr gut aufgestellt, um die Zielwerte von nachhaltigen Gesamtkosten von 750-790 US-Dollar pro Unze zu erreichen.

Eine Sache ist aber noch etwas beeindruckender. Barrick konnte nämlich die direkten Minenkosten um 17 % reduzieren, da man sich darauf konzentriert hat, bei den Kosten für Arbeit und Verbrauchsmaterialien zu sparen, wie auch durch die Implementierung weiterer Effizienzprogramme.

Diese niedrigen Kosten bedeuten, dass mit steigendem Goldpreis Barrick auch dickere Profite als seine Konkurrenten generieren kann, und das wird sich in einem gesunden Anstieg bei den Gewinnen zeigen.

Zweitens hat Barrick seine Bilanz wieder im Griff.

Ein wichtiger Schritt, der sich inzwischen für Barrick auszahlt, ist das Programm, bei dem Unternehmensteile, die nicht zum Kerngeschäft gehören und Vermögenswerte von niederer Qualität, verkauft wurden, um die nötigen Mittel aufzubrigen, um die Schulden zu reduzieren, was wiederum die Bilanz gestärkt hat. Im Jahr 2015 veräußerte Barrick Vermögenswerte im Gesamtwert von 3,2 Milliarden US-Dollar. Die Erlöse wurden benutzt, um die Schulden zurückzuzahlen, was den Verschuldungsgrad des Unternehmens gesenkt hat und damit die Bilanz gestärkt hat. Noch wichtiger ist aber, dass Barrick darauf konzentriert ist, die Schulden um weitere 2 Milliarden US-Dollar im laufenden Jahr zu senken. Dies soll durch Mittel aus dem bestehenden Cashflow, Erhöhungen des freien Cashflows und weitere Veräußerungen geschehen.

Dieses Ziel wird leicht erreichbar sein.

Dieses Jahr hat Barrick seine Schuldenlast schon um 968 Millionen US-Dollar gesenkt und einen Anteil von 50 % an der Kalgoorlie-Goldmine in Australien zum Verkauf gestellt. Einige Analysten meinen, man könnte sogar 1 Milliarde dafür bekommen.

Schließlich hat Barrick auch ein Portfolio von hochwertigen Vermögenswerten im Minenbereich aufgebaut.

Selbst nach all diesen Veräußerungen hat Barrick immer noch die größten Goldreserven in der Industrie mit 92 Millionen Unzen. Das stellt sicher, dass Barrick der Nachschub nicht ausgeht. Obwohl das eine wichtige Zahl ist, erzählt es aber nicht die ganze Geschichte. Ein wichtiger Aspekt der Goldreserven ist auch die Qualität der Erze, denn das hat Auswirkungen auf die Kosten.

Erze von niedriger Qualität machen es teurer das Edelmetall zu extrahieren, was wiederum zu höheren operativen Kosten für das Unternehmen führt.

Ein wichtiger aber nur selten in Betracht gezogener Aspekt des Veräußerungsprogramms von Barrick besteht darin, das dabei auch die Durchschnittsqualität der Erze inzwischen 34-mal höher ist, als noch im Jahr 2013 und damit auch deutlich über dem Industriedurchschnitt liegt. Diese bedeutende Erhöhung bei der Erzqualität wird helfen, die niedrigeren operativen Kosten aufrecht zu erhalten und wird Barrick gestatten, die nachhaltigen Gesamtkosten weiter zu senken und damit auch die eigene Profitabilität zu erhöhen.

Und was bedeutet das?

Vor nicht allzu langer Zeit steckte Barrick bis zum Hals in Schulden und hatte ein Portfolio von nicht gerade hochwertigen Vermögenswerten. Seither hat das Unternehmen große Bemühungen auf sich genommen, um die Schulden und Kosten zu reduzieren, während gleichzeitig die Qualität des Kerngeschäftes deutlich erhöht wurde. Das hat die Gewinne von Barrick deutlich erhöht. Damit ist das Unternehmen sehr gut positioniert, um von höheren Goldpreisen zu profitieren, und wenn Gold weiterhin an Boden gewinnt, dann werden die Gewinne und der Kurs sicher noch weiter davon profitieren.

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Dieser Artikel wurde von Matt Smith auf Englisch verfasst und wurde am 09.09.2016 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.



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Die Mission von The Motley Fool ist: Der Welt zu helfen, besser zu investieren. Fool.de zeigt den Menschen, bessere finanzielle Entscheidungen zu treffen. Um dieses Ziel zu erreichen, bietet Fool.de Kommentare und Tipps zum Aktienmarkt, allgemeinen Investmentthemen und Investitionsmöglichkeiten. The Motley Fool ist Verfechter des Shareholder Value und setzt sich unermüdlich für den individuellen Investor ein.

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