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Marktüberblick (15. September 2016)
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Marktüberblick (15. September 2016)

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15.09.2016, 08:51  |  422   |   |   

Am deutschen Aktienmarkt dominierten zur Wochenmitte nach einem impulsarmen Handel die Kursgewinner. Der DAX schloss jedoch 0,07 Prozent tiefer bei 10.378 Punkten. MDAX und TecDAX konnten um 0,07 beziehungsweise 0,32 Prozent zulegen. Unter den 110 größten Werten gab es 67 Gewinner und 42 Verlierer. Das Abwärtsvolumen überwog jedoch mit 64 Prozent. Die stärksten Sektoren waren Bauwerte und Technologiewerte, während Werte aus dem Transportbereich sowie Banken negativ herausragten. Das Volumen im DAX lag bei 94 Millionen Aktien mit einem Wert von 3,26 Milliarden EUR (5-Tage-Durchschnitt: 3,09). Nachrichtlich stand die Einigung zwischen Bayer und Monsanto über die Übernahme im Anlegerfokus. Der Leverkusener Konzern hatte sein Angebot für den US-Saatguthersteller auf 128 USD je Aktie aufgestockt, womit Monsanto mit 66 Milliarden USD bewertet wird. Die Bayer-Aktie schloss nach zwischenzeitlich wesentlich deutlicheren Zugewinnen 0,27 Prozent höher. Als stärkster DAX-Wert verbesserte sich RWE um 1,51 Prozent. HeidelbergCement und Beiersdorf folgten mit Aufschlägen von 0,96 beziehungsweise 0,83 Prozent. Die rote Indexlaterne trug Lufthansa mit minus 2,05 Prozent. E.ON und Linde verloren 1,43 beziehungsweise 1,27 Prozent an Wert.

Die Indizes an der Wall Street verabschiedeten sich uneinheitlich aus der Sitzung. Der Dow Jones Industrial schloss 0,17 Prozent tiefer bei 18.035 Punkten. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 endete dank starker Kursgewinne beim Schwergewicht Apple 0,49 Prozent höher bei 4.746 Zählern. 50 Prozent aller Werte an der NYSE schlossen mit positiven Vorzeichen, 47 Prozent mit negativen Vorzeichen. Das Abwärtsvolumen lag jedoch bei 64 Prozent des Gesamtvolumens. 16 neuen 52-Wochen-Hochs standen 22 neue Tiefs gegenüber. Bei der Sektorenbetrachtung konnten Technologiewerte und Versorger am deutlichsten zulegen. Die größten Abschläge verbuchten Energiewerte sowie Finanzdienstleister. Die Apple-Aktie stieg den dritten Tag in Folge und belegte mit plus 3,53 Prozent den Spitzenplatz im Dow und den zweiten Platz im Nasdaq 100. Der Anteilsschein profitierte von starken Vorbestellungen für das iPhone 7 sowie von mehreren positiven Analystenkommentaren.

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen mit Ausnahme des Kanada-Dollars ab. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,23 Prozent tiefer bei 95,31 Punkten. EUR/USD stieg um 0,26 Prozent auf 1,1249 USD. Im Tagesverlauf schwankte der Kurs zwischen 1,1211 USD und 1,1273 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen fiel das Pfund Sterling durch Stärke und der Kanada-Dollar durch Schwäche auf. Bei den Nebenwährungen tendierte der polnische Zloty fest.

Der S&P GSCI Rohstoffindex endete 1,08 Prozent tiefer auf einem Wochentief bei 346,80 Punkten. Im Fokus standen die offiziellen Rohöl-Lagerbestandsdaten in den USA. Die EIA meldete überraschend einen Rückgang der Vorräte um 559.000 Barrel, während Experten nach dem massiven Einbruch in der Vorwoche im Schnitt mit einem Anstieg um 4,0 Millionen Barrel gerechnet hatten. Nach anfänglich deutlich steigenden Ölpreisen unmittelbar nach der Veröffentlichung ging es dann jedoch wieder abwärts. Belastend wirkten stärker als erwartet gestiegene Lagerbestände bei den Destillaten und Benzin. Brent-Öl notierte am späten Abend 2,51 Prozent tiefer bei 45,92 USD. Die US-Sorte WTI verbilligte sich um 2,87 Prozent auf 43,61 USD. US-Erdgas handelte 0,52 Prozent schwächer bei 2,89 USD. Comex-Kupfer haussierte um 2,45 Prozent auf 2,15 USD. Gold rückte um 0,23 Prozent auf 1.327 USD (1.176 EUR) vor. Silber, Platin und Palladium legten zwischen 0,28 und 0,45 Prozent zu.

Am Rentenmarkt kam es im Handelsverlauf zu einer Gegenbewegung auf die deutlichen Kursrückgänge respektive Renditeanstiege der letzten Tage. Die Umlaufrendite wurde mit minus 0,11 Prozent festgestellt (Vortag: minus 0,14). Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel nach zwischenzeitlicher Markierung eines 3-Monats-Hochs bei 0,08 Prozent um vier Basispunkte auf 0,03 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,41 Prozent höher bei 163,59 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um drei Basispunkte auf 1,70 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte zeigten heute früh überwiegend Schwäche. Der MSCI Asia Pacific Index gab um 0,38 Prozent auf 136,07 Punkte nach. Deutlich überdurchschnittliche Abschläge waren beim Nikkei 225 zu beobachten. Die Börsen in China, Taiwan und Südkorea blieben feiertagsbedingt geschlossen.

Heute steht eine Vielzahl von Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Am wichtigsten sind die US-Einzelhandelsumsätze, die US-Industrieproduktion und der Philly-Fed-Index. Daneben geben die Schweizerische Nationalbank und die Bank of England ihre geldpolitischen Entscheidungen bekannt.

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Themen: Bauwerte, DAX, EUR, USD


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