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Definition von Wohlstand Von der Marktwirtschaft zum Sozialismus? Widerstand gegen "Club of Rome"-Bericht

15.09.2016, 15:10  |  2766   |   |   

Autoren des „Club of Rome“ bekommen für ihre Forderung nach Kinderverzicht in Deutschland wenig Verständnis. Selbst bei den Grünen stoßen die Ideen nicht auf volle Begeisterung. „Ungezügelter Konsum ist zerstörerisch für unseren Planeten und unsere Lebensgrundlage. Die Lösung liegt aber nicht in einer ,Ein-Kind-Politik’, wie sie nun vorgeschlagen wird“, sagte die stellvertretende Grünen-Franktionsvorsitzende Kerstin Andreae der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Und ergänzt: „Wir können schlecht nach dem Motto handeln ,schaffen wir den Menschen ab, dann geht es der Umwelt gut’“.

In einem neuen Bericht an den „Club of Rome“ fordern zwei Autoren eine Geldprämie von 80.000 Dollar, die zum 50. Geburtstag an Frauen ausgezahlt werden soll, die höchstens ein Kind großgezogen haben (wallstreet:online berichtete). „Meine Tochter ist das gefährlichste Tier der Welt“, hatte Berichts-Koautor Jorgen Randers bei der Buchvorstellung gesagt. Sie verbrauche 30-Mal mehr Ressourcen als Kinder in Entwicklungsländern. Deshalb müssten die Geburtenzahlen auch in Industriestaaten sinken. „In meinem Land haben wir mit Geldprämien die Kinderzahl auf 1,8 Kinder pro Frau gesteigert“, sagte er. „Für diese Kinder wird Steuergeld ausgegeben, und sie kommen erst 25 Jahre später ins Erwerbsleben. Erst dann hat man jemanden, der Steuern zahlt. Diese Strategie ist falsch und dumm.“

Der stellvertretende Fraktionschef der Union, Michael Fuchs, lehnt auch die übrigen wachstumshemmenden Vorschläge des Berichtes ab: „Wachstum, Innovation und Außenhandel sind notwendige Bedingungen für steigenden Wohlstand und soziale Sicherheit auch in der Breite der Bevölkerung. Die Rezepte des Club of Rome funktionieren einfach nicht“, sagte er der F.A.Z. „Der Club of Rome hat auch in den vergangenen Jahrzehnten immer schief gelegen mit seinen Prognosen. Nach dessen Vorhersagen wären z. B. die Ölvorräte in der Welt längst ausgegangen. Am Ende hat auch das nicht gestimmt.“

Auch Ungleichheits-Fachmann Andreas Peichl am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim ist von den Vorschlägen nicht begeistert: „Das hört sich an wie: Von der Marktwirtschaft zum Sozialismus – wenn alle arm sind, sind alle gleich. Aber das ist nicht der richtige Weg“, sagte er der F.A.Z. „Menschen streben immer nach mehr. Solange man das nicht akzeptiert, wird so eine Politik nicht funktionieren.“



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Kommentare

Natürlich ist die Mehrheit dagegen , den eigenen Verbrauch einzuschränken. Die Mehrheit ist egoistisch und dumm und der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht.
Die Mehrheit ist oder war auch für Merkel, die Totengräberin Europas, oder humorvoll gesagt: der aus Amerika ferngesteuerte Hosenanzug.
Die Bevölkerungsexplosion ( die noch immer anhält und exponentiell ansteigt) ist direkt und indirekt die Ursache aller grossen Probleme der Menschheit heute.
Das hat der Club of Rome schon 1980 festgeschrieben.
Und die Äusserung der Grünen Fraktionsvorsitzenden " man könne nicht sagen, schafft den Menschen ab dann geht es der Umwelt gut" ist dumm und polemisch, weil ja gar nicht das Thema. Es geht um die Vermeidung von zuvielen Menschen auf dem Planeten, nicht um die Abschaffung der Menschheit. Da abe 80% der Menschen nicht verstehen was exponentielles Wachstum ist und welche Sprengkraft das besitzt , werden alle erst aufwachen wenn es zu spät ist.
Wenn der aus Amerika ferngesteuerte Hosenanzug jetzt " nur" 1-2 Millionen Moslems pro Jahr ins Land holt, hört sich das nicht gefährlich an. Da sich diese wie Karnikel ( also exponentiell) vermehren, wird 2025 die Mehrheit der unter 20 Jährigen Imigrationshintergrund besitzen und mit der Deutschen Verfassung und den deutschen Grundwerten wenig am Hut haben, dafür umsomehr mit der Sharia.
Liebe Bundesdeutsche Nachbarn , glaubt es einem Ösi: Ihr schafft das nicht !

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