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Ob Gilead Sciences jetzt einen Gewinn von 42 % bietet und was du darüber wissen musst

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
15.09.2016, 15:00  |  419   |   |   
Foto: The Motley Fool

Die Aktien von Gilead Sciences  (WKN:885823) sind gerade auf dem Weg – in die falsche Richtung. Im letzten Jahr hat das Unternehmen schon 29 % verloren und seit Jahresanfang 20 %. Daher scheint Gilead das am wenigsten beliebte Biopharmaunternehmen mit 100 Milliarden US-Dollar Marktkapitalisierung auf dem Markt zu sein. Und trotzdem konnte das Unternehmen einen neuen Fan gewinnen.

Die Analysten bei Berenberg kündigten am Montagmorgen an, sie würden die Aktie als einen Kauf einstufen und gaben der Aktie ein Kursziel von 112 US-Dollar. Wenn sie Recht behalten sollten, dann könnte man bei einem Kauf jetzt 42 % Gewinn einstreichen. (Die Aktie kostet aktuell weniger als 79 US-Dollar). Aber haben die Leute von Berenberg auch Recht? Finden wir’s heraus.

Hier sind drei Dinge, die man wissen sollte:

HEPATITIS IST EIN WORT, DAS EINEM ANGST MACHEN KANN. ABER ES IST AUCH EXTREM PROFITABEL FÜR GILEAD SCIENCES. BILDQUELLE: GETTY IMAGES.

1. Aus dem Nichts

Berenberg zeigte sich am meisten davon beeindruckt, wie Gilead sein Hepatitis-C-Geschäft praktisch aus dem Nichts im Jahr 2012 in ein 19-Milliarden-Dollar-Geschäft 2016 aufbauen konnte. Wie im StreetInsider beschrieben, haben die Umsätze von Hep-C-Medikamenten wie Sovaldi und Harvoni Gilead geholfen, seine Umsätze in den letzten drei Jahren zu verdreifachen.

Daten von S&P Global Market Intelligence, die aber die Umsätze nicht nach Produkt aufschlüsseln, bestätigen die Einschätzung von Berenberg. 2013 hatte Gilead Umsätze in Höhe von 11,2 Milliarden US-Dollar. Im letzten Jahr waren es 32,6 Milliarden.

2. Aber das Wachstum stagniert

Und doch ist nicht alles gut. Zu diesem Punkt sagt Berenberg, dass „viele der kränksten Patienten schon behandelt wurden” und zwar mit den Medikamenten von Gilead. Die 19 Milliarden US-Dollar Umsatz im Bereich Hep-C sind laut den Analysten Spitzenumsätze und damit wird es jetzt wahrscheinlich bergab gehen.

In Wahrheit geht es damit jetzt schon bergab und zwar schneller als erwartet. Darüber hinaus ist man sich bei Berenberg ziemlich sicher, dass der Rückgang bei den Umsätzen steiler sein wird, als viele Analysten erwarten. Bis 2019 soll das Hep-C-Geschäft nur noch knapp 10 Milliarden US-Dollar bringen – das ist ein Einbruch um die Hälfte.

3. Aber das ist OK

Solche eine Prognose scheint den Boden für weitere Enttäuschungen vorzubereiten und weitere Herabstufungen der Aktie. Warum findet Berenberg dann, dass die Aktie ein Kauf ist?

Die Antwort ist zweigeteilt: Die Umsätze werden fallen, aber es bleiben immer noch viele Patienten, die erst noch erreicht werden müssen. Selbst wenn in drei Jahren nur noch 10 Milliarden US-Dollar hereinkommen und das weniger als aktuell ist, so ist das immer noch jede Menge Geld – und wie Berenberg bekräftigt, ist das auch immer noch ein Geschäft mit hohen Margen. Laut dem Analysten bekommt Gilead Margen von über 90 % auf die Hep-C-Medikamente. Das ist genug, um Vorsteuergewinne von etwa 49 Milliarden US-Dollar zwischen 2016 und 2020 zu generieren. Das ist fast die Hälfte der aktuellen Marktkapitalisierung.

Das Wichtigste: Die Bewertung

Aber was bedeutet das alles für die Investoren?

Aktuell hat das Unternehmen eine Marktkapitalisierung von 103,6 Milliarden US-Dollar und 116,4 Milliarden Unternehmenswert (mit Nettoschulden). Daher wird die Aktie gerade nur mit dem 6,9fachen der Gewinne bewertet und hat ein schuldenbereinigtes Kurs-Gewinn-Verhältnis von nur 7,1.

Die Qualität der Gewinne ist auch extrem stark. Mit 17 Milliarden an freiem Cashflow und gemeldeten Gewinnen von 16,3 Milliarden US-Dollar in den letzten 12 Monaten hat das Unternehmen ein Verhältnis von Unternehmenswert zu freiem Cashflow von nur 6,8.

Die Gewinne werden wahrscheinlich nicht groß wachsen, aber sie sollen etwas wachsen, trotz der Rückgänge im Bereich Hep-C und zwar um durchschnittlich 3 % in den nächsten 5 Jahren. Normal investiere ich nicht in so langsames Wachstum, aber zusammen mit der Dividende von 2,4 % muss ich doch sagen:

Ich glaube, Berenberg hat Recht. Es gibt bei so billigen Aktien noch viel Werte.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Gilead Sciences. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Short Oktober 2016 $85 Calls auf Gilead Sciences.

Dieser Artikel wurde von Rich Smith auf Englisch verfasst und wurde am 12.09.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

Wertpapier: Gilead Sciences


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Die Mission von The Motley Fool ist: Der Welt zu helfen, besser zu investieren. Fool.de zeigt den Menschen, bessere finanzielle Entscheidungen zu treffen. Um dieses Ziel zu erreichen, bietet Fool.de Kommentare und Tipps zum Aktienmarkt, allgemeinen Investmentthemen und Investitionsmöglichkeiten. The Motley Fool ist Verfechter des Shareholder Value und setzt sich unermüdlich für den individuellen Investor ein.

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