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Brent und WTI – Seitwärtsphase bietet Chancen

Gastautor: Daniel Saurenz
16.09.2016, 09:00  |  696   |   |   
Total_Presse_Öl_7Die Rohölmärkte haben ein volatiles Quartal hinter sich. Als der Ölpreis im Juli über 52 USD je Barrel stieg, wurden zahlreiche Förderanlagen in den USA wieder in Betrieb genommen, was für anhaltend hohe Bestände an raffinierten Produkten sorgte und somit zur Belastung für die Preise wurde. Gleichzeitig erhöhte die OPEC erneut ihr Fördervolumen, und auch die Zahl der ungeplanten Ausfälle ging zurück. Wir schauen uns anhand einer Analyse von ETF Securities die weiteren Perspektiven des Rohstoffs an.
Der Ölpreis sank Anfang August unter 40 USD je Barrel, nur um innerhalb der nächsten drei Wochen wieder auf 50 USD je Barrel zu klettern. Laut den Experten von ETF Securities dürfte Öl auch in den kommenden Quartalen innerhalb dieser Spanne gehandelt werden, bis die deutliche Kürzung der Investitionen allmählich beim Angebot spürbar wird.

Die Perspektiven vieler Aktien und Rohstoffe diskutieren wir immer ausführlich in unseren Webinaren – zum Beispiel in unserer Finanzmarktrunde. Hier gehts zur Aufzeichnung der letzten Ausgabe…

Nach zweieinhalb Jahren mit einem Angebotsüberschuss verzeichnete der Markt im dritten Quartal 2016 schließlich ein Angebotsdefizit. Auch im kommenden Jahr dürfte größtenteils ein leichtes Defizit auf der Angebotsseite bestehen. Dieser Umstand dürfte zum Abbau des hohen Bestandsüberhangs bei Rohöl beitragen, doch für einen nachhaltigen Anstieg der Preise auf über 55 USD je Barrel muss das Angebot weiter sinken.

Bei Brent und WTI sind aus unserer Sicht Spekulationen auf seitwärts tendierende Kurse interessant. Wir haben dazu zwei Inline-Optionsscheine in unsere Auswahl aufgenommen. Die WKNs lauten SE58C5 und SE58D9. Zusätzlich haben wir den Brent Crude Oil Future (ICE) Inline Optionsschein mit der WKN DL2XSZ herausgesucht. Weitere interessante Investmentideen und Produkte finden Sie beinahe täglich frisch in unserer ISIN-Liste oder unserem Favoritendepot.

Drosselung der Produktion außerhalb der OPEC

brentInfolge der sinkenden Ölpreise im November 2014 kündigten die Öl- und Gasunternehmen laut einer Analyse von Wood Mackenzie eine Reduzierung ihrer Investitionen um 740 Mrd. USD in den Jahren 2015-2020 an. In Kombination mit Investitionskürzungen in der konventionellen Exploration belaufen sich die Einsparungen auf über 1 Bio. USD. Besonders stark gespart wird in den USA (125 Mrd. USD in den Jahren 2016-2017 plus weitere Einsparungen von 200 Mrd. USD bis 2020). Der größte Teil der rückläufigen Produktion außerhalb der OPEC geht bisher auf die Reduzierung der Zahl der aktiven Förderanlagen in den USA um 80% zurück.

Eine Realtime-Übersicht der wichtigsten Indizes, Rohstoffe und Währungen finden Sie hier

brent1Die in den USA stark vertretene Schieferöl-Industrie reagiert rasch auf Marktentwicklungen, und die Produktion kann schneller an aktuelle Preisentwicklungen angepasst werden als in der konventionellen Ölförderung, die immer eine gewisse Vorlaufzeit benötigt. So wurden beispielsweise in der Nordsee die Investitionen seit 2014 um 36% (27,5 Mrd. USD) gekürzt, während gleichzeitig die Produktion von Januar-Mai 2016 höher ausfiel als im gleichen Zeitraum 2015 und 2014. Doch in Großbritannien sollen in den kommenden 5 Jahren 140 Felder stillgelegt werden (davon alleine 50 schon 2016), und die Produktion bis zum Jahresende dürfte unter den Werten von 2015 liegen.

OPEC-Produktion mit rückläufiger Tendenz

brent2Obwohl die Zahl der bekannten Ausfälle in den OPEC-Ländern in den letzten Monaten gesunken ist, ist das Fördervolumen (ohne den Iran) hinter den Höchstwerten vom Oktober 2015 zurückgeblieben. Obwohl sich die iranische Produktion wieder den Werten vor der Verhängung der Sanktionen von 3,7 Mio. Barrel/Tag annähert, dürfte das Land Probleme haben, die Förderung ohne massive ausländische Investitionen weiter zu steigern. Im Rahmen des Iran Petroleum Contract (IPC) will Teheran Investitionen im Volumen von 70 Mrd. USD ins Land holen.

Wer die trendstärksten Basiswerte schnell und einfach herausfiltern möchte, dem können wir den Trendradar ans Herz legen…

Der Plan ist eine Weiterentwicklung des vorherigen Rückkaufplans, der aufgrund knapper Renditen, strenger Strukturen und seiner begrenzten Laufzeit bei ausländischen Investoren auf Ablehnung gestoßen war. Während der neue Plan den Anlegern ein Stück weit entgegenkommt, wären die Unternehmen auch an die vereinbarten Konditionen gebunden, wenn die UN erneut Sanktionen gegen Iran erlässt. Somit dürfte sich das Land bei der Suche nach Investoren auch weiterhin schwer tun. Das Interesse am neuen Vertragsentwurf ist verhalten, insbesondere auch, weil noch nicht alle Details veröffentlicht wurden.

Quelle: ETF Securities



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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